Wer es immnoch nicht glauben will:
liest Du hier:boersenradar.t-online.de/Aktuell/Aktien/...alverlust-2924.html
Arcandor
Madeleine Schickedanz droht der Totalverlust
Erschienen am 24.08.2009 | cs
Madeleine Schickedanz verlor mit der Arcandor-Insolvenz große Teile ihres Vermögens (Foto: dpa) Die Anteilseigner von Arcandor werden bei der Verwertung der Gesellschaft mit ziemlicher Sicherheit leer ausgehen. So seien die Großaktionärin Madeleine Schickedanz und die Privatbank Sal. Oppenheim im beantragten Insolvenzverfahren nur "nachrangige Gläubiger", sagte Rolf Weidmann, Partner der mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung beauftragten Kanzlei Görg, dem "Handelsblatt". Zu holen sei für sie nur noch dann etwas, wenn bei der Verwertung des Konzerns 100 Prozent der Gläubigerforderungen befriedigt würden und darüber hinaus Eigenkapital übrig bliebe. "Dazu müsste schon ein Wunder geschehen", hieß es laut "Handelsblatt" in Konzernkreisen. Aber auch alle anderen Arcandor-Aktionäre gingen dann leer aus.
Arcandor-Aktien faktisch wertlos
Für Quelle-Erbin Schickedanz ende das 1999 eingefädelte Zusammengehen mit Karstadt also voraussichtlich mit einem Totalverlust. Denn der Wert ihre Arcandor-Aktien ist von ehemals drei Milliarden Euro auf nur noch 20 Millionen Euro geschrumpft. Allerdings sind die faktisch wertlos. Sal. Oppenheim wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Auch ein Sprecher der Madeleine Schickedanz Vermögensverwaltung lehnte eine Stellungnahme ab.
Schickedanz: Verlust des gesamten Privatvermögens
Mitte Juli hatte Madeleine Schickedanz in einem Interview gesagt, wenn die Rettung von Arcandor scheitere und die Bankkredite fällig würden, drohe ihr der Verlust ihres gesamten Privatvermögens - "Häuser und Aktien, auch Beteiligungen an anderen Firmen". Schließlich hafte sie mit ihrem gesamten Vermögen und den Immobilien, die auf ihren Namen eingetragen seien. Wer meine, sie gehöre trotz der Krise zu den Superreichen, übersehe, dass sie nicht abgesichert sei. "Ich bekäme mit meinen 65 Jahren nicht mal eine Rente." Sie habe daher begonnen, sich finanziell einzuschränken. Noch 2005 war das Vermögen der Quelle-Erbin auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt worden.
Arcandor-Aktien stürzen ab
Die Aktien des insolventen Handels- und Reiseunternehmens stürzten in Reaktion auf den Bericht ab. Bis zum Nachmittag verloren Arcandor -Papiere im MDAX über 18 Prozent auf 0,25 Euro. Zusätzlich belastete eine Abstufung durch Cheuvreux auf "Sell". Cheuvreux-Analyst Jürgen Kolb stampfte das Kursziel von 1,10 auf symbolische 0,01 Euro ein. Er bezweifelte in seiner Studie, dass die Aktionäre vom eingeleiteten Verkaufsprogramm profitieren werden.
Verkauferlöse nicht zu Gunsten der Aktionäre
Kolb geht beispielsweise im Falle des Thomas-Cook-Anteils nicht davon aus, dass der Verkaufserlös die damit besicherten offenen Bankverbindlichkeiten übersteigen wird. Die Verhandlungen mit Metro bezüglich Karstadt hält er für derzeit nicht sehr aktiv, da der Handelskonzern vermutlich kein Interesse am Kauf der kompletten Karstadt-Einheit habe. Verkauferlöse, sollte es sie überhaupt geben, würden gebraucht, um andere Verbindlichkeiten wie etwa für Pensionsverpflichtungen oder Lieferanten abzudecken.
