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Wie jedes Jahr,
neigt auch dieses dem Ende zu. Es war ein gleichermaßen spannendes wie gewinnbringendes Jahr für jeden, der sich auf steigende Kurse eingestellt und entsprechend gehandelt hat. Ja, es war das Jahr der Bullen und war ich im Januar dieses Jahres noch recht pessimistisch für das zweite Halbjahr eingestellt, änderte ich meine Ansichten zur Jahresmitte. Ich bescheinigte der Börse ein starkes zweites Halbjahr und ganz besonders im Oktober war ich ein großer Fürsprecher der Bullen.
War das richtig?
Ich würde mal sagen: Ja! Die Indizes haben im letzten Quartal eine tolle Rallye hingelegt und es ist schwerlich von der Hand zu weisen, dass jeder Bulle mit einer beträchtlichen Beute ins nächste Jahr blicken darf. An allen Ecken und Enden wurden uns frische Multijahreshochs serviert. Der DAX ist knapp über 5400 Punkten, der S&P500 hat die 1200er Marke überzeugend hinter sich gelassen und der NASDAQ100 hat die 1600 Punkte deutlich übertroffen.
Die Jahresendrallye hat sich...
...auf breiter Front ausgebreitet und ganz besonders die Halbleiter konnten einen starken Zugewinn von über 20 % im SOX realisieren, wenn man vom Novembertief bis zum Dezemberhoch rechnet. Auch Gold konnte sehr deutlich zulegen und was die Ölaktien betrifft war nicht viel zu holen. Zu guter Letzt war es aber der rückläufige Ölpreis, der für Entspannung an der Inflationsfront sorgte und das Sorgenkind in Sachen Preissteigerung in angenehmer Art und Weise abschwächte.
Da der Mensch stets versucht ist,
die unmittelbare Vergangenheit in die Zukunft zu projizieren, wird der gemeine Anleger nicht selten ein Opfer seiner selbst. Wer sich zu Beginn des Jahres 2006 einen Rückblick auf 2005 gönnt, wird sich einem gewissen Optimismus kaum verwehren können. Voller Zuversicht und guter Dinge wird der ein oder andere auf weiter steigende Kurse setzen, doch dies – und soviel sei gewiss – ist ein großer Fehler.
Für mich steht völlig außer Frage,
dass sich die Märkte an einem kritischen Punkt befinden. Ich möchte an dieser Stelle auf den Daxchart in meinem letzten Artikel verweisen. Wir stehen an einer sehr starken Barriere, einem Widerstand, der vor dem gegebenen Hintergrund schlichtweg unüberwindbar erscheint. Wirft man einen Blick auf die COT Daten (www.freecotcharts.com), sehen wir eine starke Verlagerung der kommerziellen Händler auf die kurze Seite. Dieser Umstand ist UNBEDINGT ERNST ZU NEHMEN.
Folglich bin ich gleichermaßen,
der Ansicht wie der festen Überzeugung, dass wir vor einer empfindlichen Korrektur stehen. Sicherlich wäre es vermessen zu behaupten, dass wir die Hochs gesehen haben. So weit will ich gar nicht gehen, da es jene von Euch, die mit einem mittel- bis langfristigen Horizont an der Börse agieren kaum interessieren sollte. Wer also einen günstigen Einstieg für die kommenden Monaten, bzw. Quartale sucht, der ist derzeit ganz klar und zu 100 % falsch beraten, wenn er in den Markt einsteigt!
Natürlich kann es Kursspitzen nach oben geben...
... und ich kenne das Gefühl nur zu gut, welches uns belastet, wenn wir den Gewinnen der anderen zusehen müssen, ohne selbst dabei zu sein. Wir sollten uns jedoch stets vor Augen führen, dass entgangene Gewinne bei Weitem einfacher zu verdauen sind als Verluste. Während Verluste einem bitteren Schmerz gleichen, verursachen entgangene Gewinne eher einen süßen Schmerz, doch eines tun sie niemals. Entgangene Gewinne werfen niemals eine existenzielle Frage auf, was bei Verlusten ganz anders ist.
Also ist mein Tipp an Euch:
Nehmt Eure Gewinne mit, genießt die besinnliche Zeit mit den Menschen, die Euch etwas bedeuten und pfeift auf die Börse. Überlasst DAX, Dow und & Co. jenen,
die ihre Lebensqualität in virtuellen Bits und Bytes definieren und schon längst ein Opfer ihrer selbst sind. Der Erfolg an der Börse ist kein Sprint sondern gleicht vielen beschwerlichen Marathonläufen. Hat man den einen Lauf hinter sich, muss man sich eine Pause gönnen, ansonsten wird man den nächsten Lauf nicht bewältigen können.
Wie Ihr wohl wisst,
schreibe ich nur noch im offenen Bereich und so sind meine Artikel wieder für jedermann unentgeltlich zu lesen. Wir haben ein frisches Jahr vor uns und wir werden es gemeinsam bewältigen. Nun genießen wir erst mal die Feiertag und lassen das Jahr in aller Ruhe und voller Besinnlichkeit ausklingen. Ich möchte Euch allen, meinen Fürsprechern und meinen Kritikern, eine schöne Zeit wünschen und so verabschiede ich mich und wünsche...
EIN FROHES FEST UND EINEN GUTEN RUTSCH INS JAHR 2006!
Euer Nabil Khayat
Für persönliche Anmerkungen und Feedback bin zu erreichen unter:
Wie jedes Jahr,
neigt auch dieses dem Ende zu. Es war ein gleichermaßen spannendes wie gewinnbringendes Jahr für jeden, der sich auf steigende Kurse eingestellt und entsprechend gehandelt hat. Ja, es war das Jahr der Bullen und war ich im Januar dieses Jahres noch recht pessimistisch für das zweite Halbjahr eingestellt, änderte ich meine Ansichten zur Jahresmitte. Ich bescheinigte der Börse ein starkes zweites Halbjahr und ganz besonders im Oktober war ich ein großer Fürsprecher der Bullen.
War das richtig?
Ich würde mal sagen: Ja! Die Indizes haben im letzten Quartal eine tolle Rallye hingelegt und es ist schwerlich von der Hand zu weisen, dass jeder Bulle mit einer beträchtlichen Beute ins nächste Jahr blicken darf. An allen Ecken und Enden wurden uns frische Multijahreshochs serviert. Der DAX ist knapp über 5400 Punkten, der S&P500 hat die 1200er Marke überzeugend hinter sich gelassen und der NASDAQ100 hat die 1600 Punkte deutlich übertroffen.
Die Jahresendrallye hat sich...
...auf breiter Front ausgebreitet und ganz besonders die Halbleiter konnten einen starken Zugewinn von über 20 % im SOX realisieren, wenn man vom Novembertief bis zum Dezemberhoch rechnet. Auch Gold konnte sehr deutlich zulegen und was die Ölaktien betrifft war nicht viel zu holen. Zu guter Letzt war es aber der rückläufige Ölpreis, der für Entspannung an der Inflationsfront sorgte und das Sorgenkind in Sachen Preissteigerung in angenehmer Art und Weise abschwächte.
Da der Mensch stets versucht ist,
die unmittelbare Vergangenheit in die Zukunft zu projizieren, wird der gemeine Anleger nicht selten ein Opfer seiner selbst. Wer sich zu Beginn des Jahres 2006 einen Rückblick auf 2005 gönnt, wird sich einem gewissen Optimismus kaum verwehren können. Voller Zuversicht und guter Dinge wird der ein oder andere auf weiter steigende Kurse setzen, doch dies – und soviel sei gewiss – ist ein großer Fehler.
Für mich steht völlig außer Frage,
dass sich die Märkte an einem kritischen Punkt befinden. Ich möchte an dieser Stelle auf den Daxchart in meinem letzten Artikel verweisen. Wir stehen an einer sehr starken Barriere, einem Widerstand, der vor dem gegebenen Hintergrund schlichtweg unüberwindbar erscheint. Wirft man einen Blick auf die COT Daten (www.freecotcharts.com), sehen wir eine starke Verlagerung der kommerziellen Händler auf die kurze Seite. Dieser Umstand ist UNBEDINGT ERNST ZU NEHMEN.
Folglich bin ich gleichermaßen,
der Ansicht wie der festen Überzeugung, dass wir vor einer empfindlichen Korrektur stehen. Sicherlich wäre es vermessen zu behaupten, dass wir die Hochs gesehen haben. So weit will ich gar nicht gehen, da es jene von Euch, die mit einem mittel- bis langfristigen Horizont an der Börse agieren kaum interessieren sollte. Wer also einen günstigen Einstieg für die kommenden Monaten, bzw. Quartale sucht, der ist derzeit ganz klar und zu 100 % falsch beraten, wenn er in den Markt einsteigt!
Natürlich kann es Kursspitzen nach oben geben...
... und ich kenne das Gefühl nur zu gut, welches uns belastet, wenn wir den Gewinnen der anderen zusehen müssen, ohne selbst dabei zu sein. Wir sollten uns jedoch stets vor Augen führen, dass entgangene Gewinne bei Weitem einfacher zu verdauen sind als Verluste. Während Verluste einem bitteren Schmerz gleichen, verursachen entgangene Gewinne eher einen süßen Schmerz, doch eines tun sie niemals. Entgangene Gewinne werfen niemals eine existenzielle Frage auf, was bei Verlusten ganz anders ist.
Also ist mein Tipp an Euch:
Nehmt Eure Gewinne mit, genießt die besinnliche Zeit mit den Menschen, die Euch etwas bedeuten und pfeift auf die Börse. Überlasst DAX, Dow und & Co. jenen,
die ihre Lebensqualität in virtuellen Bits und Bytes definieren und schon längst ein Opfer ihrer selbst sind. Der Erfolg an der Börse ist kein Sprint sondern gleicht vielen beschwerlichen Marathonläufen. Hat man den einen Lauf hinter sich, muss man sich eine Pause gönnen, ansonsten wird man den nächsten Lauf nicht bewältigen können.
Wie Ihr wohl wisst,
schreibe ich nur noch im offenen Bereich und so sind meine Artikel wieder für jedermann unentgeltlich zu lesen. Wir haben ein frisches Jahr vor uns und wir werden es gemeinsam bewältigen. Nun genießen wir erst mal die Feiertag und lassen das Jahr in aller Ruhe und voller Besinnlichkeit ausklingen. Ich möchte Euch allen, meinen Fürsprechern und meinen Kritikern, eine schöne Zeit wünschen und so verabschiede ich mich und wünsche...
EIN FROHES FEST UND EINEN GUTEN RUTSCH INS JAHR 2006!
Euer Nabil Khayat
Für persönliche Anmerkungen und Feedback bin zu erreichen unter: