Nun hat der DAX wieder unter 3000 Punkten geschlossen...
...und irgendwie ist es schon verwirrend, denn schließlich war er einige Tage im Lummerland und hat mit seiner offensichtlichen Stärke die Herzen der Bullen höher schlagen lassen. Nun hat er jedoch bei 2886 geschlossen und es sieht nicht nach einem zaghaften Rückfall aus. Wie Hajo Bier schon vor Tagen sagte, sollte man auf die Liste der Tops und Flops achten und wenn die ehemaligen Tops in die Flopliste wechseln, ist wohl eine etwas längere Korrektur im Gange. Das ist nun der Fall!
Blicken wir an die US-Börsen...
...sehen wir, dass es zwar einen schwachen Tag gegeben hat, doch die Abschläge haben sich wahrlich in Grenzen gehalten. Der S&P500 (SPX) verlor 1 %, der COMPX 1,13 % und der Dow 0,81 %. Das Volumen war im Vergleich zu den Vortagen geringer und machte 1,61 Mrd. an der Nasdaq, sowie 1,32 Mrd. an der NYSE aus. Die Marktbreite hat sich etwas verschlechtert, wobei keinesfalls von dramatischer Schwäche die Rede sein kann.
Was dem Markt den Platz nach unten geraubt hat,
war meines Erachtens das Put/Call Ratio, welches in der ersten Stunde über 1 gestiegen ist und sich dann bis zum Ende etwas abbaute, um bei 0,99 zu schließen. 0,99 ist eine ganze Menge und es bedeutet, dass der Markt zu schnell bärisch wird. Ich möchte Euch jedoch auf die Tatsache aufmerksam machen, dass eine Menge CHEAPIES gehandelt werden. Das sind Optionen, die zwischen 5 und 50 Cents kosten und von einer Menge Hedgefonds aufgesammelt werden, um ihre üblichen GAMMAPLAYS zu spielen.
Dabei wird eine Aktie gekauft und eben diese CHEAPIES...
...in einem Verhältnis von beispielsweise 2:1. Geht die Aktie in den Keller, erhöht sich das Gamma auf der kurzen Seite und neben dem aufzufangenden Verlust kommt sogar noch ein Gewinn zustande, wenn der Move groß genug ist. Steigt die Aktie, so kosten die ersten 2-3 % die Verluste der Puts, und ab dann läuft die Gesamtposition in den Gewinn. Oft verkaufen die Fonds die Aktie, wenn die Verluste der Puts reingeholt sind und somit haben sie nur noch die Puts mit einem gewaltigen Hebel, was dann eine Art Lotterieticket ist, denn die Puts sind aus dem Geld, und wenn dann ein Downmove kommt, explodieren sie.
Andererseits ist mir aufgefallen,
dass praktisch doppelt so viele CHAEPIS in großen Blöcken bei den Puts gelaufen sind, wie bei den Calls. Betrachtet man diese Position aus der Vogelperspektive, sieht es eher danach aus, als würden Monsterstellagen aufgebaut werden. Man kauft praktisch Puts und Calls in einem bestimmten Verhältnis, weil man einen größeren Move erwartet, sich aber nicht zu 100 % auf die Richtung der Bewegung festlegen möchte. Ein Bär kauft beispielsweise so viel Calls, dass er kaum etwas verliert, wenn der Markt steigt, doch wenn er fällt, gewinnt er in vielerlei Hinsicht.
Gerade in der aktuellen Phase...
...haben Stellagen ihre Blütezeit, da die implizierte Volatilität der Optionen so gering ist. Der VXN, sprich die Vola auf den NASDAQ100 (NDX) ist dahingeschmolzen, und das hat sich extrem auf die QQQ Optionen ausgewirkt. Puts wie Calls haben EXTREM geringe Aufgelder und die Marketmaker versuchen etwas gegenzusteuern, indem Sie die SPREADS erweitern. Wenn der NDX korrigiert, schießt der VXN nach oben und sowohl Puts wie Calls nehmen an Volatilitätsprämie zu, sprich die Puts explodieren und die Calls halten sich verhältnismäßig gut!
Das macht den aktuellen Zeitpunkt zum perfekten Zeitpunkt für eine Stellage.
Ich würde dies gerne zu einer Tradingidee machen, doch da die wenigsten von Euch an der US-Börse Optionen handeln, wird es meist an der Umsetzung scheitern. Na ja, zumindest können wir spekulieren, dass das hohe Put/Call Ratio irreführend sein könnte und der Markt sich nicht davon beeindrucken lässt, indem er schnurstracks weiter fällt. Dennoch sollte man das hohe Put/Call Ratio unbedingt respektieren, da es nicht selten ein verlässliches Warnzeichen gibt, wenn es über 1 oder unter 0,5 liegt.
Dennoch müssen wir uns wundern,
weshalb der US-Markt gestern nicht gestiegen ist, wenn das Put/Call Ratio schon gegen Beginn der Handelssitzung über 1 angestiegen ist. Irgendwie bleibt es wohl ein Rätsel, welches sich in den kommenden Tagen lüften wird. Wie sollten nun lediglich beachten, dass da draußen nach wie vor eine Bullenherde tobt, die billigere Kurse als Kaufgelegenheit betrachten. Fraglich ist nur, wie viele Bullen noch kaufen können, wenn die Bullenquote bei 55,8 % liegt.
Was ich auf den Charts sehe,
sieht für mich sehr bedrohlich aus, doch das ist auch der Blick eines Bären, und ich sichere mich stets mit Stops ab, bzw. ziehe Sie nach, wenn Positionen in den Gewinn laufen. Das funktioniert bei Optionsscheinen leider nicht so gut wie bei Zertifikaten, wodurch mir erneut der Gedanke durch den Kopf schießt, dass Zertifikate eine geniale Erfindung sind. Sie eignen sich perfekt für ein streng definiertes Risikoprofil und das ist das A und O an der Börse, würde ich mal behaupten wollen.
Das Fazit ist...
...man sollte berücksichtigen, dass es noch diverse Rallyeversuche hageln könnte und folglich fahre ich die Strategie, dass ich im kurzfristigen Bereich in die Rallyes Shorts aufbaue und im Rahmen der Kursrückgänge Gewinne realisiere. Dabei habe ich jedoch einen LEAPPUT auf den DAX, den ich durchwegs halte. Meine Ausrichtung ist also durch und durch bärisch, bärisch mit einem großen Respekt vor der Hoffnung der Bullen!
Es gibt sehr viele Zeichen,
die auf einen starken Kursverfall hindeuten, doch es gibt eben auch Risse in der kurzfristigen Bärenfassade und dazu gehört ganz besonders das Put/Call Ratio. Ganz besonders auf unserer Seite steht der FSI, der bei 80 steht und schon nach ein bis zwei UpDays die 90 erreichen sollte. Das bullische Sentiment und der VXN sind die stärksten Argumente der Bären, und es sind meines Erachtens extrem schlagkräftige Argumente!
Bis später!
...und irgendwie ist es schon verwirrend, denn schließlich war er einige Tage im Lummerland und hat mit seiner offensichtlichen Stärke die Herzen der Bullen höher schlagen lassen. Nun hat er jedoch bei 2886 geschlossen und es sieht nicht nach einem zaghaften Rückfall aus. Wie Hajo Bier schon vor Tagen sagte, sollte man auf die Liste der Tops und Flops achten und wenn die ehemaligen Tops in die Flopliste wechseln, ist wohl eine etwas längere Korrektur im Gange. Das ist nun der Fall!
Blicken wir an die US-Börsen...
...sehen wir, dass es zwar einen schwachen Tag gegeben hat, doch die Abschläge haben sich wahrlich in Grenzen gehalten. Der S&P500 (SPX) verlor 1 %, der COMPX 1,13 % und der Dow 0,81 %. Das Volumen war im Vergleich zu den Vortagen geringer und machte 1,61 Mrd. an der Nasdaq, sowie 1,32 Mrd. an der NYSE aus. Die Marktbreite hat sich etwas verschlechtert, wobei keinesfalls von dramatischer Schwäche die Rede sein kann.
Was dem Markt den Platz nach unten geraubt hat,
war meines Erachtens das Put/Call Ratio, welches in der ersten Stunde über 1 gestiegen ist und sich dann bis zum Ende etwas abbaute, um bei 0,99 zu schließen. 0,99 ist eine ganze Menge und es bedeutet, dass der Markt zu schnell bärisch wird. Ich möchte Euch jedoch auf die Tatsache aufmerksam machen, dass eine Menge CHEAPIES gehandelt werden. Das sind Optionen, die zwischen 5 und 50 Cents kosten und von einer Menge Hedgefonds aufgesammelt werden, um ihre üblichen GAMMAPLAYS zu spielen.
Dabei wird eine Aktie gekauft und eben diese CHEAPIES...
...in einem Verhältnis von beispielsweise 2:1. Geht die Aktie in den Keller, erhöht sich das Gamma auf der kurzen Seite und neben dem aufzufangenden Verlust kommt sogar noch ein Gewinn zustande, wenn der Move groß genug ist. Steigt die Aktie, so kosten die ersten 2-3 % die Verluste der Puts, und ab dann läuft die Gesamtposition in den Gewinn. Oft verkaufen die Fonds die Aktie, wenn die Verluste der Puts reingeholt sind und somit haben sie nur noch die Puts mit einem gewaltigen Hebel, was dann eine Art Lotterieticket ist, denn die Puts sind aus dem Geld, und wenn dann ein Downmove kommt, explodieren sie.
Andererseits ist mir aufgefallen,
dass praktisch doppelt so viele CHAEPIS in großen Blöcken bei den Puts gelaufen sind, wie bei den Calls. Betrachtet man diese Position aus der Vogelperspektive, sieht es eher danach aus, als würden Monsterstellagen aufgebaut werden. Man kauft praktisch Puts und Calls in einem bestimmten Verhältnis, weil man einen größeren Move erwartet, sich aber nicht zu 100 % auf die Richtung der Bewegung festlegen möchte. Ein Bär kauft beispielsweise so viel Calls, dass er kaum etwas verliert, wenn der Markt steigt, doch wenn er fällt, gewinnt er in vielerlei Hinsicht.
Gerade in der aktuellen Phase...
...haben Stellagen ihre Blütezeit, da die implizierte Volatilität der Optionen so gering ist. Der VXN, sprich die Vola auf den NASDAQ100 (NDX) ist dahingeschmolzen, und das hat sich extrem auf die QQQ Optionen ausgewirkt. Puts wie Calls haben EXTREM geringe Aufgelder und die Marketmaker versuchen etwas gegenzusteuern, indem Sie die SPREADS erweitern. Wenn der NDX korrigiert, schießt der VXN nach oben und sowohl Puts wie Calls nehmen an Volatilitätsprämie zu, sprich die Puts explodieren und die Calls halten sich verhältnismäßig gut!
Das macht den aktuellen Zeitpunkt zum perfekten Zeitpunkt für eine Stellage.
Ich würde dies gerne zu einer Tradingidee machen, doch da die wenigsten von Euch an der US-Börse Optionen handeln, wird es meist an der Umsetzung scheitern. Na ja, zumindest können wir spekulieren, dass das hohe Put/Call Ratio irreführend sein könnte und der Markt sich nicht davon beeindrucken lässt, indem er schnurstracks weiter fällt. Dennoch sollte man das hohe Put/Call Ratio unbedingt respektieren, da es nicht selten ein verlässliches Warnzeichen gibt, wenn es über 1 oder unter 0,5 liegt.
Dennoch müssen wir uns wundern,
weshalb der US-Markt gestern nicht gestiegen ist, wenn das Put/Call Ratio schon gegen Beginn der Handelssitzung über 1 angestiegen ist. Irgendwie bleibt es wohl ein Rätsel, welches sich in den kommenden Tagen lüften wird. Wie sollten nun lediglich beachten, dass da draußen nach wie vor eine Bullenherde tobt, die billigere Kurse als Kaufgelegenheit betrachten. Fraglich ist nur, wie viele Bullen noch kaufen können, wenn die Bullenquote bei 55,8 % liegt.
Was ich auf den Charts sehe,
sieht für mich sehr bedrohlich aus, doch das ist auch der Blick eines Bären, und ich sichere mich stets mit Stops ab, bzw. ziehe Sie nach, wenn Positionen in den Gewinn laufen. Das funktioniert bei Optionsscheinen leider nicht so gut wie bei Zertifikaten, wodurch mir erneut der Gedanke durch den Kopf schießt, dass Zertifikate eine geniale Erfindung sind. Sie eignen sich perfekt für ein streng definiertes Risikoprofil und das ist das A und O an der Börse, würde ich mal behaupten wollen.
Das Fazit ist...
...man sollte berücksichtigen, dass es noch diverse Rallyeversuche hageln könnte und folglich fahre ich die Strategie, dass ich im kurzfristigen Bereich in die Rallyes Shorts aufbaue und im Rahmen der Kursrückgänge Gewinne realisiere. Dabei habe ich jedoch einen LEAPPUT auf den DAX, den ich durchwegs halte. Meine Ausrichtung ist also durch und durch bärisch, bärisch mit einem großen Respekt vor der Hoffnung der Bullen!
Es gibt sehr viele Zeichen,
die auf einen starken Kursverfall hindeuten, doch es gibt eben auch Risse in der kurzfristigen Bärenfassade und dazu gehört ganz besonders das Put/Call Ratio. Ganz besonders auf unserer Seite steht der FSI, der bei 80 steht und schon nach ein bis zwei UpDays die 90 erreichen sollte. Das bullische Sentiment und der VXN sind die stärksten Argumente der Bären, und es sind meines Erachtens extrem schlagkräftige Argumente!
Bis später!
Gruß Pichel ![]()