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sir charles:

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31.08.01 09:39

  Guten Morgen, liebe Leute !
  Die Lethargie an den Aktienmärkten mag nicht aufhören. Schön langsam muss man sich allerdings auch fragen, ob nicht nur noch Irrationalität herrscht. Wachstum hin oder her - es gibt noch genügend Unternehmen, die Geld verdienen. Negativ sind hauptsächlich jene, die einem falschen Geschäftsmodell nachgehen und jene, die die weitere Entwicklung der Märkte zu optimistisch eingeschätzt haben. Auch Hans Guck in die Luft hat sich schon die Nase angestoßen. Das kann auch Managern passieren, die nicht nur nach den Sternen greifen, sondern auch dorthin schauen und dabei die Wurzeln am Boden übersehen.
  Vor allem Computer- und Telekomindustrie haben die Konsumenten - die schließlich alles zahlen müssen - überfordert, indem der Lebenszyklus von Modellen, Systemen und Produktgruppen immer weiter verkürzt wurde. Irgendwann kippt der Privatverbraucher allerdings und sagt sich: Da mache ich nicht mehr mit. Und so werden die Gerätehersteller auf den allerneuesten Geräten sitzen bleiben, weil die nur noch ein begrenztes Publikum finden werden, nachdem ohnehin schon jeder ein fast neues, durchwegs ähnliches Gerät hat. Nach den Geräteherstellern werden die Dienstleister verhungern, weil sie neue Dienste nicht mehr kostendeckend anbieten können, und so weiter.
  2001 werden sich Aktien jedenfalls per Saldo nicht bewegt haben. Wer genügend Atem hat, soll also zunächst einmal tief Luft holen.

  In Berlin mit seinem französischen Amtskollegen Laurent Fabius beraten deutsche und französische Wirtschaftsminister sowie die Zentralbankpräsidenten Jean Claude Trichet und Ernst Welteke. Das Gespräch werde sich vor allem um die wirtschaftliche Situation in den beiden Ländern sowie um die Auswirkung der Konjunkturflaute auf die Haushalte drehen, hieß es am Donnerstag in Kreisen des Bundesfinanzministeriums. Nach den jüngsten Zahlen stagniert die Wirtschaft in Deutschland, und in Frankreich mehren sich deshalb die Befürchtungen, davon in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

  BLICKPUNKT DEUTSCHE AKTIEN:
  * Die Zulassung der Teldafax AG für den Neuen Markt endet wegen Regelverstoßes am Freitag, das Unternehmen wird dann vom Börsensegment ausgeschlossen.
  * Chrysler, die US-Sparte des deutsch-amerikanischen Automobilherstellers DaimlerChrysler-Konzerns, will zur Ankurbelung des Absatzes und zur Reduzierung der zunehmenden Nachlässe und Verkaufsanreize die Preise für die Fahrzeuge des Modelljahrs 2002 senken.

  FINANZNACHRICHTEN AUS DER PRESSE
  * Der am Neuen Markt notierte Online-Broker Comdirect führt einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge für rund 765 Mitarbeiter vom 1. Oktober an Kurzarbeit ein.
 
  BLICKPUNKT WALL STREET:
  Der negative Ausblick des US-Computerherstellers Sun Microsystems sowie weiterer großer US-Technologieunternehmen hat nach Händlerangaben die US-Aktienmärkte am Donnerstag deutlich belastet. Zur negativen Stimmung beigetragen hätten zudem die schwachen Unternehmensaussichten des Glasfaserherstellers Corning, berichteten Händler. "Es ist immer dasselbe, die klassische Spirale der negativen Unternehmensnachrichten. Man fragt sich, wann das wohl zu Ende ist", sagte Richard Babson, Vorsitzender von Babson-United Investment Advisors.
  Der Dow-Jones-Index durchbrach im Geschäftsverlauf erstmals seit dem 12. April 2001 die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten und schloss 1,7 Prozent tiefer auf 9919,58 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Index ging kräftige 2,79 Prozent schwächer auf 1791,68 Punkten aus dem Handel, während der breiter gefasste S&P-500-Index 1,7 Prozent auf 1129,03 Zähler verlor.

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sir charles:

34 x gelesen ist mir zuwenig up o.T.

 
31.08.01 10:07
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