Die Xbox kommt nicht aus den Startlöchern: Die bisherigen Verkaufszahlen hinken weit hinter den Erwartungen her. Jetzt senkt Microsoft die Preise.
"Wir machen heute eine ganz klare Aussage", heißt es in einer am Donnerstagmorgen verbreiteten Pressemitteilung von Microsoft, "wir
meinen es sehr ernst mit dem europäischen Markt." Sagt Sandy Duncan, einer der für den Vertrieb der Xbox in Europa verantwortlichen
Manager. "Die phänomenal positive Resonanz auf Xbox durch Testberichte, Preise und Spielverkäufe hat uns klar gezeigt, dass die
Konsumenten Xbox lieben".
Senkt Microsoft den empfohlenen Verkaufspreis also sozusagen "zur Belohnung"? Wohl kaum. Selbst Duncan lässt in seiner, vom üblichen
Marketing-Jubel-Pathos durchsetzten Mitteilung durchscheinen, wo es wirklich hakt: "Wir werden sicherstellen, dass der Preis nicht das
Hindernis auf dem Weg zur Xbox-Erfahrung ist." Microsoft-Manager Hans Stettmeier spricht davon, die Käufer hätten sich "vor dem
Hintergrund einer allgemeinen Konsumzurückhaltung" mit einer "Kaufentscheidung zurückgehalten".
Auf gut Deutsch: Bisher war die Xbox nicht konkurrenzfähig. Technisch beeindruckend - trotz anfänglich schlechter Presse wegen zerkratzter DVDs -, aber viel zu teuer im
direkten Vergleich zur Konkurrenz.
Die besteht derzeit "nur" aus der fest am Markt etablierten Sony Playstation 2 ("PS 2"), deren Preis anlässlich der Xbox-Veröffentlichung vor wenigen Wochen kräftig
gesenkt wurde: Auch diese Konsole ist nun jederzeit für 299 Euro zu haben, in Sonderangeboten mitunter billiger.
Mitte Mai droht nun neues Ungemach: Nintendos Gamecube, eine Konsole, die vor allem auf den jüngeren Teil der daddelnden Zielgruppe
zugeschnitten ist, kommt nach Europa. Schon fast zwei Monate vor ihrer Veröffentlichung zeichnete sich anhand der Vorbestellungen ab, dass
diese in ihrem Marktsegment wohl vor einem wahren "Durchmarsch" steht. Verkauft wird sie wohl im Preissegment von circa 250 Euro.
Schlecht für Microsoft. Das Unternehmen wagte mit der Xbox erstmals einen ernst zu nehmenden Schritt, sich am Markt auch als Anbieter von
Hardware zu versuchen. Nach eigenen Angaben verkaufte Microsoft selbst in den Vereinigten Staaten die "Box" unter ihrem Produktionspreis - und
in den USA war sie von vornherein weit billiger. Auch das ist ein Punkt, den Microsoft nie schlüssig erklären konnte: Wieso sollte dasselbe Produkt
in verschiedenen Regionen der Welt zu so krass unterschiedlichen Preisen verkauft werden?
Europa galt bisher als Hochpreiszone: Der Einstiegspreis von 479 Euro traf auf Unverständnis. Allein in Großbritannien gingen Konsolen zu diesem
Preis in hinreichend befriedigender Anzahl über den Tisch. In Deutschland spielten die Kunden nicht mit, und nur der Handel machte in den ersten
Wochen Erfolgsnachrichten möglich. Schon am ersten Tag verkauften Großhandelsketten die Xbox für 399 Euro, in manchen Läden fiel der Preis
binnen Stunden auf 299 Euro.
Die Fans freute das, nicht jedoch die Händler: "Kleine" konnten da nicht mithalten und leisteten sich mit der Xbox attraktive Daddel-Auslagen, die
wie Blei in den Regalen liegen blieben. Die Fun-Fun-Fun-Propaganda des Herstellers endete spätestens an der Ladentür: Dahinter standen
Verkäufer, deren Begeisterung für das anspruchsvolle Produkt doch arg litt in den letzten Wochen.
Das weiß auch Duncan und jubelt der verkaufenden Zielgruppe zu: "Dies ist eine langfristige, strategische Entscheidung, die unsere Partner im Einzelhandel, unsere
Partner im Bereich Software und natürlich alle Videospieler begeistern wird".
Die Preissenkung positioniert die Xbox zwischen Gamecube und Playstation, die nur "offiziell" rund 50 Euro teurer ist.
Ab 26. April 2002 soll der neue, empfohlene Verkaufspreis der Xbox gelten. Kunden, die vorher weit mehr bezahlten, will Microsoft mit einem "Dankeschön-Paket"
beglücken. Microsoft-Manager Hans Stettmeier verspricht den Käufern "zwei Spiele und einen Controller". Details dieser Aktion soll man in der nächsten Woche auf der
deutschen Xbox-Seite erfahren können.
"Wir machen heute eine ganz klare Aussage", heißt es in einer am Donnerstagmorgen verbreiteten Pressemitteilung von Microsoft, "wir
meinen es sehr ernst mit dem europäischen Markt." Sagt Sandy Duncan, einer der für den Vertrieb der Xbox in Europa verantwortlichen
Manager. "Die phänomenal positive Resonanz auf Xbox durch Testberichte, Preise und Spielverkäufe hat uns klar gezeigt, dass die
Konsumenten Xbox lieben".
Senkt Microsoft den empfohlenen Verkaufspreis also sozusagen "zur Belohnung"? Wohl kaum. Selbst Duncan lässt in seiner, vom üblichen
Marketing-Jubel-Pathos durchsetzten Mitteilung durchscheinen, wo es wirklich hakt: "Wir werden sicherstellen, dass der Preis nicht das
Hindernis auf dem Weg zur Xbox-Erfahrung ist." Microsoft-Manager Hans Stettmeier spricht davon, die Käufer hätten sich "vor dem
Hintergrund einer allgemeinen Konsumzurückhaltung" mit einer "Kaufentscheidung zurückgehalten".
Auf gut Deutsch: Bisher war die Xbox nicht konkurrenzfähig. Technisch beeindruckend - trotz anfänglich schlechter Presse wegen zerkratzter DVDs -, aber viel zu teuer im
direkten Vergleich zur Konkurrenz.
Die besteht derzeit "nur" aus der fest am Markt etablierten Sony Playstation 2 ("PS 2"), deren Preis anlässlich der Xbox-Veröffentlichung vor wenigen Wochen kräftig
gesenkt wurde: Auch diese Konsole ist nun jederzeit für 299 Euro zu haben, in Sonderangeboten mitunter billiger.
Mitte Mai droht nun neues Ungemach: Nintendos Gamecube, eine Konsole, die vor allem auf den jüngeren Teil der daddelnden Zielgruppe
zugeschnitten ist, kommt nach Europa. Schon fast zwei Monate vor ihrer Veröffentlichung zeichnete sich anhand der Vorbestellungen ab, dass
diese in ihrem Marktsegment wohl vor einem wahren "Durchmarsch" steht. Verkauft wird sie wohl im Preissegment von circa 250 Euro.
Schlecht für Microsoft. Das Unternehmen wagte mit der Xbox erstmals einen ernst zu nehmenden Schritt, sich am Markt auch als Anbieter von
Hardware zu versuchen. Nach eigenen Angaben verkaufte Microsoft selbst in den Vereinigten Staaten die "Box" unter ihrem Produktionspreis - und
in den USA war sie von vornherein weit billiger. Auch das ist ein Punkt, den Microsoft nie schlüssig erklären konnte: Wieso sollte dasselbe Produkt
in verschiedenen Regionen der Welt zu so krass unterschiedlichen Preisen verkauft werden?
Europa galt bisher als Hochpreiszone: Der Einstiegspreis von 479 Euro traf auf Unverständnis. Allein in Großbritannien gingen Konsolen zu diesem
Preis in hinreichend befriedigender Anzahl über den Tisch. In Deutschland spielten die Kunden nicht mit, und nur der Handel machte in den ersten
Wochen Erfolgsnachrichten möglich. Schon am ersten Tag verkauften Großhandelsketten die Xbox für 399 Euro, in manchen Läden fiel der Preis
binnen Stunden auf 299 Euro.
Die Fans freute das, nicht jedoch die Händler: "Kleine" konnten da nicht mithalten und leisteten sich mit der Xbox attraktive Daddel-Auslagen, die
wie Blei in den Regalen liegen blieben. Die Fun-Fun-Fun-Propaganda des Herstellers endete spätestens an der Ladentür: Dahinter standen
Verkäufer, deren Begeisterung für das anspruchsvolle Produkt doch arg litt in den letzten Wochen.
Das weiß auch Duncan und jubelt der verkaufenden Zielgruppe zu: "Dies ist eine langfristige, strategische Entscheidung, die unsere Partner im Einzelhandel, unsere
Partner im Bereich Software und natürlich alle Videospieler begeistern wird".
Die Preissenkung positioniert die Xbox zwischen Gamecube und Playstation, die nur "offiziell" rund 50 Euro teurer ist.
Ab 26. April 2002 soll der neue, empfohlene Verkaufspreis der Xbox gelten. Kunden, die vorher weit mehr bezahlten, will Microsoft mit einem "Dankeschön-Paket"
beglücken. Microsoft-Manager Hans Stettmeier verspricht den Käufern "zwei Spiele und einen Controller". Details dieser Aktion soll man in der nächsten Woche auf der
deutschen Xbox-Seite erfahren können.