ich überfliege die Beiträge bei Wirecard nur und bin in keinem einzigen Thread regelmäßig unterwegs, selbst das Überfliegen würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Deine Beiträge sind mir öfters aufgefallen. Da ich es nur jeweils nur kurz überflogen hatte, gebe ich es vielleicht nicht richtig wieder? Jemand der hier ein ALL IN macht, würde einen Fehler machen, so etwas macht man nicht, so in etwa ist Deine Kernaussage?
Dazu stelle ich folgendes fest, eine extrem hohe Gewichtung kann sehr wohl einen guten Sinn ergeben. Wer ernsthaft den Markt outperformen will, sollte viel weniger traden und tunlichst auf die Gewichtung achten.
Im Jahr 2003 kaufte ich erstmals die Apple Aktie. Sehr bald danach war das mein einziger Favorit überhaupt. Bei der Finanzkrise 2008 machte ich den wichtigen Fehler alle Aktien zu verkaufen, ich hatte aber nur noch Apple. Die Gewinne daraus wären heute noch steuerfrei, die Börsenkapitalisierung ist um über 6500% gestiegen. Wenn ich 15.000 investiert hätte, wäre ich heute Millionär, steuerfrei. Ich hatte aber mehr als 15.000 Euro.
ich hatte direkt nach der Finanzkrise wieder Apple gekauft, obwohl dies die einzige Aktie war, die da schon wieder im Plus war, ggü dem Zentrum der Finanzkrise. Richtig viel verdient damit, denn die Aktie lief brutal gut und Gelegenheiten zum nachkaufen gab es massenhaft. Es gab mehrere 40% Konsolidierungen, teilweise auch 50% Konsolidierung. Insgesamt aber +6500%
Danach habe ich bei 0,97 die BVB Aktie gekauft und bei 1,80 ein ALL IN gemacht. 1,80 bedeutete damals eine Börsenkapitalisierung von 109 Mio also die Hälfte des Stadionwertes, völlig grotesk. Obwohl die anfänglichen sportl Erfolge schnell deutlich nachgelassen hatten und man bald nie wieder wichtige Titel holte, konnte sich die Aktie trotz 50% Kapitalerhöhung, Abstiegsgefahr, Bombenanschlag, zahlreichen Trainerwechseln und sonstigen negativen Ereignissen direkt mehr als verfünffachen, also nach den Klopp Erfolgen, dazu die Dividenden. Die bessere Performance ggü dem Markt und sämtlichen Indizes war gigantisch. Ich hatte mein sechstelliges Depot einfach verdreifacht, obwohl ich bereits bei 7 verkaufte und wie lange das dauerte, ist im Nachhinein völlig egal.
Hier bei Wirecard liegt momentan eine sehr ähnliche Situation vor. Diejenigen, die nicht in immer weitere Hochs reingekauft hatten, sondern bei den zahlreichen Turbulenzen wg der unhaltbaren Vorwürfe und Leerverkäufe die vielen Tiefstkurse genutzt hatten, werden jetzt einen durchschnittlichen Einkaufskurs bei klar unter 120 haben und wer da voll investiert reingeht, könnte alles richtig machen.
Das Risiko ist bei so einem Investmentverhalten natürlich vorhanden, der springende Punkt ist aber ein gaaaaanz anderer. Das Risiko ist bei einem breit gestreutem Depot ebenso vorhanden.
Wenn Wirecard kurzfristig tatsächlich bis 140 laufen sollte und mittelfristig, also auf Sicht von 12 Monaten 200 Euro, dann wird quasi jeder, der ein sechsstelliges Depot verwaltet und voll darauf gesetzt hat, besser performen als ein breit gestreutes Depot.
Ich selber bin bei Wirecard nicht all in. Aber wenn andere das tun, habe ich dafür vollstes Verständnis.