FOKUS 5-Dax dreht erneut ins Plus - MLP-Aktie stark gefragt
Reuters, 09.08.02 20:43
Frankfurt, 09. Aug (Reuters) - In einem von der anhaltenden Nervosität der Anleger geprägten Handel hat der Deutsche Aktienindex (Dax) am Freitag parallel zu anziehenden Kursen an den US-Börsen fester geschlossen. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei die Aktien des Finanzdienstleisters MLP, die auf Grund von Übernahmespekulationen zeitweise 30 Prozent zulegten.
Die Kursbewegungen des Dax dürften nicht überbewertet werden, sagten Händler. Angesichts der anhaltend großen Unsicherheit der Anleger über die weitere Entwicklung der Konjunktur und damit der Unternehmensgewinne seien viele der Veränderungen willkürlich. Der Dax hatte im Handelsverlauf mehrfach gedreht.
Der Dax schloss am Freitag 2,2 Prozent fester bei 3760,86 Zählern. In der abgelaufenen Woche hat das Börsenbarometer damit rund fünf Prozent an Wert gewonnen. Im gleichen Zeitraum gab der VDax, der über die Schwankungsbreite des Börsenbarometers Auskunft gibt, zwar 1,2 Prozent nach, lag aber immer noch auf dem Niveau nach den Anschlägen vom 11. September.
Am Neuen Markt stieg der Auswahlindex Nemax50 um 1,5 Prozent auf 496,95 Punkte. Der Nebenwerte-Index MDax lag 0,5 Prozent im Plus bei 3420,02 Stellen. Der Dow Jones EuroStoxx50 der größten europäischen Aktien zog um 1,7 Prozent auf 2779,96 Zähler an.
An der Wall Street tendierte der Dow Jones bei Börsenschluss in Deutschland 0,2 Prozent fester bei 8729 Stellen, während der technologielastige Nasdaq-Index um 0,3 Prozent auf 1313 Punkte sank. Beide Indizes hatten zuvor jeweils rund zwei Prozent im Minus gelegen.
MLP ERNEUT MIT ENORMEN KURSSCHWANKUNGEN
Die Aktien von MLP schwankten in einer Spanne von plus einem bis plus 31 Prozent und schlossen 15,5 Prozent fester bei 16,52 Euro. Mit Blick auf das Abschmelzen der Kursgewinne am Mittag sagte der Händler Gregor Görtz vom Handelshaus Lang & Schwarz, es sei eine große Verkaufsorder platziert worden. Außerdem hätten offenbar viele Anleger die Chance zu Gewinnmitnahmen genutzt. Übernahmespekulationen angesichts des derzeit niedrigen Börsenwertes von MLP hatten die Aktie des Finanzdienstleisters am Vormittag nach oben getrieben.
Seit Wochenbeginn hat sich der Wert des MLP-Papiers in etwa verdoppelt, nachdem er sich am vergangenen Freitag als Reaktion auf eine Korrektur der Gewinnprognosen halbiert hatte. Dennoch liegt der Aktienpreis immer noch rund 80 Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Der Hintergrund hierzu sind wiederholte Medienberichte über Bilanzungereimtheiten, die MLP jedoch stets zurückgewiesen hat.
EPCOS SOWIE INFINEON UNTER DRUCK
Auf der Verliererseite standen derweil die Technologiewerte Epcos und Infineon. Bei Epcos spekulierten die Anleger auf einen bevorstehenden Ausschluss des Herstellers von Passiv-Bauelementen aus dem Dax. Das Papier verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 14,75 Euro. Die Titel des Chip-Herstellers Infineon fielen parallel zum schwächeren Philadelphia Halbleiter-Index um 0,7 Prozent auf 12,36 Euro.
PROSIEBEN TROTZ SCHWACHER ZAHLEN KRÄFTIG IM PLUS
Im MDax kletterten die Papiere von ProSiebenSat.1 um 8,1 Prozent auf 7,74 Euro, obwohl die TV-Senderkette zuvor einen drastischen Gewinneinbruch bekannt gegeben hatte. Händler sagten, der Markt sei erleichtert, dass es nicht noch schlimmer gekommen sei. Außerdem habe die Aktie bereits in den vergangenen Tagen stark unter Druck gestanden. Seit Wochenbeginn haben die Titel knapp 19 Prozent an Wert eingebüßt.
Am Neuen Markt schlossen die Aktien von MobilCom 8,3 Prozent schwächer bei 4,99 Euro, nachdem sie zuvor bei 4,50 Euro ein Allzeittief markiert hatten. Der Telekom-Anbieter hatte die Veröffentlichung seiner Halbjahreszahlen auf Grund möglicher weiterer Wertberichtigungen auf unbestimmte Zeit verschoben.
((Hakan Ersen ))
WDHLG - CE Consumer Electronic verkauft Mediagrif-Beteiligung
Reuters, 10.08.02 10:07
Frankfurt, 09. Aug (Reuters) - Der Chip-Händler CE Consumer Electronic hat nach eigenen Angaben sein Aktienpaket von 22,2 Prozent an der Mediagrif Interactive Technologies Inc. an das kanadische Software-Unternehmen zurückverkauft.
Der erzielte Preis von 10,4 Millionen Euro liege leicht über dem bilanzierten Buchwert der 1999 erworbenen Beteiligung, teilte die im Nemax50 gelistete CE am Freitag nach Börsenschluss mit. Die aus dem Verkauf eingenommenen Mittel sollen unter anderem in den Vertrieb investiert werden. Die an der Aktienbörse in Toronto notierte Mediagrif und CE würden auch in Zukunft weiter partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Zugleich habe CE den Kauf der bisher von Mediagrif indirekt gehaltenen Anteile an der New Yorker VCE Virtual Chip Exchange Inc. verbindlich vereinbart. Damit werde der Münchener Chip-Händler 100prozentiger Anteilseigner der VCE, mit über 5000 Kunden einer der weltweit führenden eCommerce-Plattformen im Chip-Brokerage.
Angesichts der weiter angespannten Lage des Halbleitermarktes erwartet CE nach früheren Angaben im laufenden Jahr statt eines operativen Gewinns einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.
FOKUS 3-US-Börsen wenig verändert - Unsicherheit prägt Handel
Reuters, 09.08.02 22:28
(Neu: Schlusskurse, weitere Entwicklung, Analysten)
New York, 09. Aug (Reuters) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag nach moderaten Kursschwankungen im Handelsverlauf wenig verändert geschlossen. Händler sagten, die Anleger seien verunsichert und wollten abwarten. Der Markt werde einerseits von Hoffnungen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) am kommenden Dienstag geprägt, andererseits drückten Sorgen um die Entwicklung der US-Konjunktur und der Firmengewinne auf die Stimmung der Investoren.
Der Dow-Jones-Index schloss bei ruhigem Handel 0,38 Prozent im Plus auf 8745,45 Punkten. Das Börsenbarometer war im frühen Geschäft noch um über ein Prozent gesunken. Der technologielastige Nasdaq-Index notierte 0,79 Prozent niedriger auf 1306,12 Zählern, nachdem er zunächst um rund 1,5 Prozent nachgegeben hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,35 Prozent auf 908,64 Punkte.
"Wir sehen einige Gewinnmitnahmen. Alles deutet darauf hin, dass sich die Konjunktur im Juli abgekühlt hat, und die Ausgaben der Verbraucher sind nicht mehr so kräftig wie zuvor", sagte Weston Boone, Händler bei Legg Mason Wood Walker. Andere Händler sagten, die Investoren sorgten sich, dass die schwache Wirtschaft die Unternehmensgewinne belasten werde. Emulex, ein Hersteller von Geräten zur Datensicherung, hatte mitgeteilt, der Umsatz dürfte sich schwächer entwickeln als von Analysten erwartet. Der Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um rund 35 Prozent auf 15,35 Dollar ein. Die Nachrichten belasteten nach Händlerangaben auch die Kurse anderer Unternehmen der gleichen Branche. Die Titel von QLogic verloren rund 8,7 Prozent auf 35,90 Dollar. Der Aktienkurs von Brocade Communications Systems büßte rund elf Prozent auf 15,36 Dollar ein.
NEUES WORLDCOM-EINGESTÄNDNIS BEUNRUHIGT INVESTOREN
Händlern zufolge beunruhigte auch das Eingeständnis weiterer Fehlbuchungen durch den insolventen Telekomkonzern WorldCom die Marktteilnehmer. Das Unternehmen hatte in der Nacht zum Freitag weitere Fehlbuchungen über 3,3 Milliarden US-Dollar zugegeben. Damit weitet sich der Umfang der Bilanzmanipulation bei WorldCom auf mehr als sieben Milliarden Dollar aus.
Der Markt sei in dieser Woche weitgehend von den Spekulationen auf eine Zinssenkung der Fed am kommenden Dienstag angetrieben worden, sagten Börsianer. Die meisten Volkswirte erwarteten zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Zinssenkung, hieß es. Dagegen rechnet die US-Investmentbank Morgan Stanley für Dienstag damit, dass der US-Leitzins von derzeit 1,75 Prozent um 50 Basispunkte gesenkt werde.
Die am Freitag vorgelegten US-Konjunkturdaten blieben nach Händlerangaben ohne große Wirkung auf die Kurse. Die Daten zeigten jedoch, dass sich die Erholung der größten Volkswirtschaft verlangsamen könnte. Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal zwar deutlich langsamer als im Vorquartal gewachsen, zugleich aber etwas stärker als von Analysten prognostiziert.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,26 Milliarden Aktien den Besitzer. 1773 Werte legten zu, 1429 gaben nach und 189 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,32 Milliarden Aktien 1409 im Plus, 1880 im Minus und fünf unverändert.
An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1-3/32 auf 100-29/32. Sie rentierten mit 4,259 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-21/32 auf 103-27/32 bei einer Rendite von 5,117 Prozent.
evs/mer
Quelle:Lycos Börse
Reuters, 09.08.02 20:43
Frankfurt, 09. Aug (Reuters) - In einem von der anhaltenden Nervosität der Anleger geprägten Handel hat der Deutsche Aktienindex (Dax) am Freitag parallel zu anziehenden Kursen an den US-Börsen fester geschlossen. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei die Aktien des Finanzdienstleisters MLP, die auf Grund von Übernahmespekulationen zeitweise 30 Prozent zulegten.
Die Kursbewegungen des Dax dürften nicht überbewertet werden, sagten Händler. Angesichts der anhaltend großen Unsicherheit der Anleger über die weitere Entwicklung der Konjunktur und damit der Unternehmensgewinne seien viele der Veränderungen willkürlich. Der Dax hatte im Handelsverlauf mehrfach gedreht.
Der Dax schloss am Freitag 2,2 Prozent fester bei 3760,86 Zählern. In der abgelaufenen Woche hat das Börsenbarometer damit rund fünf Prozent an Wert gewonnen. Im gleichen Zeitraum gab der VDax, der über die Schwankungsbreite des Börsenbarometers Auskunft gibt, zwar 1,2 Prozent nach, lag aber immer noch auf dem Niveau nach den Anschlägen vom 11. September.
Am Neuen Markt stieg der Auswahlindex Nemax50 um 1,5 Prozent auf 496,95 Punkte. Der Nebenwerte-Index MDax lag 0,5 Prozent im Plus bei 3420,02 Stellen. Der Dow Jones EuroStoxx50 der größten europäischen Aktien zog um 1,7 Prozent auf 2779,96 Zähler an.
An der Wall Street tendierte der Dow Jones bei Börsenschluss in Deutschland 0,2 Prozent fester bei 8729 Stellen, während der technologielastige Nasdaq-Index um 0,3 Prozent auf 1313 Punkte sank. Beide Indizes hatten zuvor jeweils rund zwei Prozent im Minus gelegen.
MLP ERNEUT MIT ENORMEN KURSSCHWANKUNGEN
Die Aktien von MLP schwankten in einer Spanne von plus einem bis plus 31 Prozent und schlossen 15,5 Prozent fester bei 16,52 Euro. Mit Blick auf das Abschmelzen der Kursgewinne am Mittag sagte der Händler Gregor Görtz vom Handelshaus Lang & Schwarz, es sei eine große Verkaufsorder platziert worden. Außerdem hätten offenbar viele Anleger die Chance zu Gewinnmitnahmen genutzt. Übernahmespekulationen angesichts des derzeit niedrigen Börsenwertes von MLP hatten die Aktie des Finanzdienstleisters am Vormittag nach oben getrieben.
Seit Wochenbeginn hat sich der Wert des MLP-Papiers in etwa verdoppelt, nachdem er sich am vergangenen Freitag als Reaktion auf eine Korrektur der Gewinnprognosen halbiert hatte. Dennoch liegt der Aktienpreis immer noch rund 80 Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn. Der Hintergrund hierzu sind wiederholte Medienberichte über Bilanzungereimtheiten, die MLP jedoch stets zurückgewiesen hat.
EPCOS SOWIE INFINEON UNTER DRUCK
Auf der Verliererseite standen derweil die Technologiewerte Epcos und Infineon. Bei Epcos spekulierten die Anleger auf einen bevorstehenden Ausschluss des Herstellers von Passiv-Bauelementen aus dem Dax. Das Papier verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 14,75 Euro. Die Titel des Chip-Herstellers Infineon fielen parallel zum schwächeren Philadelphia Halbleiter-Index um 0,7 Prozent auf 12,36 Euro.
PROSIEBEN TROTZ SCHWACHER ZAHLEN KRÄFTIG IM PLUS
Im MDax kletterten die Papiere von ProSiebenSat.1 um 8,1 Prozent auf 7,74 Euro, obwohl die TV-Senderkette zuvor einen drastischen Gewinneinbruch bekannt gegeben hatte. Händler sagten, der Markt sei erleichtert, dass es nicht noch schlimmer gekommen sei. Außerdem habe die Aktie bereits in den vergangenen Tagen stark unter Druck gestanden. Seit Wochenbeginn haben die Titel knapp 19 Prozent an Wert eingebüßt.
Am Neuen Markt schlossen die Aktien von MobilCom 8,3 Prozent schwächer bei 4,99 Euro, nachdem sie zuvor bei 4,50 Euro ein Allzeittief markiert hatten. Der Telekom-Anbieter hatte die Veröffentlichung seiner Halbjahreszahlen auf Grund möglicher weiterer Wertberichtigungen auf unbestimmte Zeit verschoben.
((Hakan Ersen ))
WDHLG - CE Consumer Electronic verkauft Mediagrif-Beteiligung
Reuters, 10.08.02 10:07
Frankfurt, 09. Aug (Reuters) - Der Chip-Händler CE Consumer Electronic hat nach eigenen Angaben sein Aktienpaket von 22,2 Prozent an der Mediagrif Interactive Technologies Inc. an das kanadische Software-Unternehmen zurückverkauft.
Der erzielte Preis von 10,4 Millionen Euro liege leicht über dem bilanzierten Buchwert der 1999 erworbenen Beteiligung, teilte die im Nemax50 gelistete CE am Freitag nach Börsenschluss mit. Die aus dem Verkauf eingenommenen Mittel sollen unter anderem in den Vertrieb investiert werden. Die an der Aktienbörse in Toronto notierte Mediagrif und CE würden auch in Zukunft weiter partnerschaftlich zusammenarbeiten.
Zugleich habe CE den Kauf der bisher von Mediagrif indirekt gehaltenen Anteile an der New Yorker VCE Virtual Chip Exchange Inc. verbindlich vereinbart. Damit werde der Münchener Chip-Händler 100prozentiger Anteilseigner der VCE, mit über 5000 Kunden einer der weltweit führenden eCommerce-Plattformen im Chip-Brokerage.
Angesichts der weiter angespannten Lage des Halbleitermarktes erwartet CE nach früheren Angaben im laufenden Jahr statt eines operativen Gewinns einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.
FOKUS 3-US-Börsen wenig verändert - Unsicherheit prägt Handel
Reuters, 09.08.02 22:28
(Neu: Schlusskurse, weitere Entwicklung, Analysten)
New York, 09. Aug (Reuters) - Die US-Aktienmärkte haben am Freitag nach moderaten Kursschwankungen im Handelsverlauf wenig verändert geschlossen. Händler sagten, die Anleger seien verunsichert und wollten abwarten. Der Markt werde einerseits von Hoffnungen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) am kommenden Dienstag geprägt, andererseits drückten Sorgen um die Entwicklung der US-Konjunktur und der Firmengewinne auf die Stimmung der Investoren.
Der Dow-Jones-Index schloss bei ruhigem Handel 0,38 Prozent im Plus auf 8745,45 Punkten. Das Börsenbarometer war im frühen Geschäft noch um über ein Prozent gesunken. Der technologielastige Nasdaq-Index notierte 0,79 Prozent niedriger auf 1306,12 Zählern, nachdem er zunächst um rund 1,5 Prozent nachgegeben hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,35 Prozent auf 908,64 Punkte.
"Wir sehen einige Gewinnmitnahmen. Alles deutet darauf hin, dass sich die Konjunktur im Juli abgekühlt hat, und die Ausgaben der Verbraucher sind nicht mehr so kräftig wie zuvor", sagte Weston Boone, Händler bei Legg Mason Wood Walker. Andere Händler sagten, die Investoren sorgten sich, dass die schwache Wirtschaft die Unternehmensgewinne belasten werde. Emulex, ein Hersteller von Geräten zur Datensicherung, hatte mitgeteilt, der Umsatz dürfte sich schwächer entwickeln als von Analysten erwartet. Der Aktienkurs des Unternehmens brach daraufhin um rund 35 Prozent auf 15,35 Dollar ein. Die Nachrichten belasteten nach Händlerangaben auch die Kurse anderer Unternehmen der gleichen Branche. Die Titel von QLogic verloren rund 8,7 Prozent auf 35,90 Dollar. Der Aktienkurs von Brocade Communications Systems büßte rund elf Prozent auf 15,36 Dollar ein.
NEUES WORLDCOM-EINGESTÄNDNIS BEUNRUHIGT INVESTOREN
Händlern zufolge beunruhigte auch das Eingeständnis weiterer Fehlbuchungen durch den insolventen Telekomkonzern WorldCom die Marktteilnehmer. Das Unternehmen hatte in der Nacht zum Freitag weitere Fehlbuchungen über 3,3 Milliarden US-Dollar zugegeben. Damit weitet sich der Umfang der Bilanzmanipulation bei WorldCom auf mehr als sieben Milliarden Dollar aus.
Der Markt sei in dieser Woche weitgehend von den Spekulationen auf eine Zinssenkung der Fed am kommenden Dienstag angetrieben worden, sagten Börsianer. Die meisten Volkswirte erwarteten zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Zinssenkung, hieß es. Dagegen rechnet die US-Investmentbank Morgan Stanley für Dienstag damit, dass der US-Leitzins von derzeit 1,75 Prozent um 50 Basispunkte gesenkt werde.
Die am Freitag vorgelegten US-Konjunkturdaten blieben nach Händlerangaben ohne große Wirkung auf die Kurse. Die Daten zeigten jedoch, dass sich die Erholung der größten Volkswirtschaft verlangsamen könnte. Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal zwar deutlich langsamer als im Vorquartal gewachsen, zugleich aber etwas stärker als von Analysten prognostiziert.
An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,26 Milliarden Aktien den Besitzer. 1773 Werte legten zu, 1429 gaben nach und 189 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,32 Milliarden Aktien 1409 im Plus, 1880 im Minus und fünf unverändert.
An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1-3/32 auf 100-29/32. Sie rentierten mit 4,259 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-21/32 auf 103-27/32 bei einer Rendite von 5,117 Prozent.
evs/mer
Quelle:Lycos Börse