vor 34 Minuten
Studie: Billigfliegen ist out - Sicherheit geht für Reisende vor
Die Corona-Pandemie hat unser Reiseverhalten geändert: Laut einer neuen Studie suchen deutsche Urlauber nicht mehr nach dem billigsten, sondern nach dem vermeintlich sichersten und bequemsten Flug und nehmen dafür deutlich höhere Preise in Kauf.
vonStephan LinaBettina Meier
Noch ist die Corona-Pandemie nicht überstanden. Das Rennen um die besten Urlaubsflüge im Sommer hat aber schon wieder begonnen. Dabei nehmen Kunden offenbar höhere Preise in Kauf, berichtet die Online-Plattform Skyscanner. Eine Datenauswertung der Urlaubssuchmaschine ergab, dass nun Themen wie Sicherheit und Bequemlichkeit im Vordergrund stehen. Dafür sei die Kundschaft bereit, mehr Geld auszugeben.
Alles Wissenswerte zur Corona-Pandemie finden Sie hier!
Kunden zahlen mehr für Sicherheit und Bequemlichkeit
So sei die Zahl der Internetsuchen nach Direktflügen sprunghaft angestiegen. Umgekehrt sei die Zahl der Kunden gesunken, die ein paar Euro beim Ticketpreis sparen wollen und dafür beispielsweise eine langwierige Anreise zu einem abgelegenen Flughafen in Kauf nehmen.
Auch das Sicherheits-Image einer Airline spielt laut der Erhebung von Skyscanner eine größere Rolle als in der Vergangenheit. Darauf setzt nicht zuletzt die Lufthansa. Sie will in diesem Sommer verstärkt in das Tourismusgeschäft einsteigen, weil die Geschäftskunden ausbleiben.
Zum Artikel: "Lufthansa - Abbau von weiteren 10.000 Stellen droht"
Reisen momentan noch günstig – aber Preise steigen schon wieder
Auch wenn es momentan noch so aussieht als wären die Preise vergleichsweise günstig - der Trend dürfte nicht lange anhalten. Für Reisen im Juni lägen die Ticketpreise zwar noch zwischen 17 und 25 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019, berichtet das Portal "Skyscanner". "Die Fluggesellschaften scheinen die Preise niedrig zu halten und flexible Buchungsrichtlinien zu verfolgen, um Reisende wieder in die Lüfte zu locken", sagte Skyscanner-Expertin Friederike Burge.
Einzel-Flugtickets und Pauschalreisen werden teurer
Das scheint zu funktionieren: Die Nachfrage zieht an. Buchungsportale berichten von steigenden Preisen für Einzel-Flugtickets und Pauschalreisen. Innerhalb der vergangenen Woche seien die Flugpreise nach Mallorca im Schnitt um 20 Prozent und nach Griechenland um 40 Prozent teurer geworden, berichtet das Buchungsportal "Check24". "Noch sehr günstig ist die Türkei, sodass Mutige jetzt zuschlagen sollten", so Sebastian Sager, Check24-Flug-Geschäftsführer.
Airlines reaktivieren zurückgehaltene Flieger
Die steigende Nachfrage führt dazu, dass die Fluggesellschaften ihre eingemotteten Maschinen reaktivieren. Die Lufthansa-Tochter Eurowings will voraussichtlich Ende August oder Anfang September die geplanten 80 Flugzeuge in der Luft haben, sagte der Chef der Lufthansa-Tochter, Jens Bischof.
Allein Palma de Mallorca will Eurowings im Hochsommer 300 Mal in der Woche anfliegen, von 24 Flughäfen in ganz Europa. Zum Ende des Sommers rechnet Bischof mit einem fast schon wieder normalen Reisegeschäft. Entscheidend sei dabei neben den Impf-Fortschritten der Wegfall von zwingender Quarantäne
www.br.de/nachrichten/wirtschaft/...fuer-reisende-vor,SZLgaEg
Studie: Billigfliegen ist out - Sicherheit geht für Reisende vor
Die Corona-Pandemie hat unser Reiseverhalten geändert: Laut einer neuen Studie suchen deutsche Urlauber nicht mehr nach dem billigsten, sondern nach dem vermeintlich sichersten und bequemsten Flug und nehmen dafür deutlich höhere Preise in Kauf.
vonStephan LinaBettina Meier
Noch ist die Corona-Pandemie nicht überstanden. Das Rennen um die besten Urlaubsflüge im Sommer hat aber schon wieder begonnen. Dabei nehmen Kunden offenbar höhere Preise in Kauf, berichtet die Online-Plattform Skyscanner. Eine Datenauswertung der Urlaubssuchmaschine ergab, dass nun Themen wie Sicherheit und Bequemlichkeit im Vordergrund stehen. Dafür sei die Kundschaft bereit, mehr Geld auszugeben.
Alles Wissenswerte zur Corona-Pandemie finden Sie hier!
Kunden zahlen mehr für Sicherheit und Bequemlichkeit
So sei die Zahl der Internetsuchen nach Direktflügen sprunghaft angestiegen. Umgekehrt sei die Zahl der Kunden gesunken, die ein paar Euro beim Ticketpreis sparen wollen und dafür beispielsweise eine langwierige Anreise zu einem abgelegenen Flughafen in Kauf nehmen.
Auch das Sicherheits-Image einer Airline spielt laut der Erhebung von Skyscanner eine größere Rolle als in der Vergangenheit. Darauf setzt nicht zuletzt die Lufthansa. Sie will in diesem Sommer verstärkt in das Tourismusgeschäft einsteigen, weil die Geschäftskunden ausbleiben.
Zum Artikel: "Lufthansa - Abbau von weiteren 10.000 Stellen droht"
Reisen momentan noch günstig – aber Preise steigen schon wieder
Auch wenn es momentan noch so aussieht als wären die Preise vergleichsweise günstig - der Trend dürfte nicht lange anhalten. Für Reisen im Juni lägen die Ticketpreise zwar noch zwischen 17 und 25 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019, berichtet das Portal "Skyscanner". "Die Fluggesellschaften scheinen die Preise niedrig zu halten und flexible Buchungsrichtlinien zu verfolgen, um Reisende wieder in die Lüfte zu locken", sagte Skyscanner-Expertin Friederike Burge.
Einzel-Flugtickets und Pauschalreisen werden teurer
Das scheint zu funktionieren: Die Nachfrage zieht an. Buchungsportale berichten von steigenden Preisen für Einzel-Flugtickets und Pauschalreisen. Innerhalb der vergangenen Woche seien die Flugpreise nach Mallorca im Schnitt um 20 Prozent und nach Griechenland um 40 Prozent teurer geworden, berichtet das Buchungsportal "Check24". "Noch sehr günstig ist die Türkei, sodass Mutige jetzt zuschlagen sollten", so Sebastian Sager, Check24-Flug-Geschäftsführer.
Airlines reaktivieren zurückgehaltene Flieger
Die steigende Nachfrage führt dazu, dass die Fluggesellschaften ihre eingemotteten Maschinen reaktivieren. Die Lufthansa-Tochter Eurowings will voraussichtlich Ende August oder Anfang September die geplanten 80 Flugzeuge in der Luft haben, sagte der Chef der Lufthansa-Tochter, Jens Bischof.
Allein Palma de Mallorca will Eurowings im Hochsommer 300 Mal in der Woche anfliegen, von 24 Flughäfen in ganz Europa. Zum Ende des Sommers rechnet Bischof mit einem fast schon wieder normalen Reisegeschäft. Entscheidend sei dabei neben den Impf-Fortschritten der Wegfall von zwingender Quarantäne
www.br.de/nachrichten/wirtschaft/...fuer-reisende-vor,SZLgaEg
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