muss man aushalten, dass es unterschiedliche Ansichten gibt.
Klar schreien die Investierten hier auf, wenn kritische Stimmen kommen,
aber nicht hinschauen geht halt nicht ewig gut.
Wenn sichs gut ausgeht, habe ich nichts dagegen.
Waru investiert man in eine Company, deren Geschäftsmodell über Nacht von 100 auf nahe Null gesunken ist, deren Vertreter in Regierungskreisen als überheblich charakterisiert werden, deren mittelfristige Finanzierung bis dato keineswegs sicher ist und die bis Ende dieser Woche auf 5 % (!) - und das auch nur weil Rückholaktionen gelaufen sind - der üblichen Auslastung läuft - und jetzt mindestens einen weiteren Monat (17. Mai) komplett - außer Cargo- stillsteht.
Die Kosten wurden von Captain Spohr durchgegeben, 1 Mio € pro Stunde und das tags wie nachts,
kein Wunder, dass der LH-CFO sich das nicht antun wollte. Das kan man ihm wirklich nicht verdenken. Denn ein Ende ist aktuell nicht absehbar! Wer kein blaues Wunder erleben will, sollte zumindest den Anteil im Depot auf deutlich unter 10 % belassen. Es gibt so viele andere tolle Unternehmen, deren Geschäftsmodell auch in Zeiten von Corona intakt ist und die jeden Tag gutes Geld verdienen und Menschen in Arbeit bringen und halten.
Die österreichische Verkehrsministerin bringt es auf den Punkt:
"Denken Sie, dass Airlines wie die AUA nach der Krise weitermachen können wie zuvor?
Die Flugindustrie ist sicher im ganz besonderen Maß getroffen. Wir werden jetzt weniger reisen, und diese Situation wird uns sicher noch lang begleiten. Darüber hinaus müssen wir schauen, was wir aus der Krise mitnehmen können. Da haben viele gemerkt, dass eine Videokonferenz eine gute Alternative für Kurzstreckenflüge sein kann. Die Flugindustrie hat sicher eine große Transformation vor sich, auch im Hinblick auf Klimaschutz, und wird damit noch länger beschäftigt sein.
Die AUA braucht 800 Millionen Euro Nothilfe, Sie wollen das Geld an Bedingungen knüpfen. Worum geht es da?
Wenn wir mehrere hundert Millionen in die Hand nehmen, muss dieses Geld an Bedingungen geknüpft werden. Es ist Steuergeld, und der Steuerzahler muss davon etwas haben, wenn es dem Unternehmen wieder besser geht. Und wenn es eine Branche ist, die von der Klimakrise stark gefordert ist, wird es darum gehen, Bedingungen zu setzen, wo Klimaschutz vorangetrieben werden kann. Es gibt viele Experten, die da Vorschläge machen, da geht es etwa um eine starke Einschränkung bei den Kurzstrecken, um alternative Treibstoffe, bis hin zu anderen steuerlichen Rahmen. Wir werden uns das ohne Denkverbote anschauen."
Quelle:
kurier.at/wirtschaft/...-nur-mit-gruenen-massnahmen/400814783