mal folgende Dinge:
§ 17
Zahlungsunfähigkeit
Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.
§ 19
Überschuldung.
(1) Bei einer juristischen Person ist auch die Überschuldung Eröffnungsgrund.
(2) Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Forderungen auf Rückgewähr von Gesellschafterdarlehen oder aus Rechtshandlungen, die einem solchen Darlehen wirtschaftlich entsprechen, für die gemäß § 39 Abs. 2 zwischen Gläubiger und Schuldner der Nachrang im Insolvenzverfahren hinter den in § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 bezeichneten Forderungen vereinbart worden ist, sind nicht bei den Verbindlichkeiten nach Satz 1 zu berücksichtigen.
Ergo: Thielert hatte zu wenig Einnahmen für zu viele Zahlungen. Laufende Zahlungen für Personal, Material, Mieten und Verbindlichkeiten.
Das ist zuerst einmal alles.
Keine Aussage über die Höhe ausser die von Kübler, dass die Verbindlichkeite sooooo hoch sind, das wahrscheinlich für die Aktionäre nichts übrig bleib.
Kann so sein muss aber nicht!
www.investor-verlag.de/...derhandel/insider-im-fokus-thielert/
Eine Directors Dealings Meldung erregte heute Morgen meine Aufmerksamkeit: Die Hitliste der deutschen Insiderverkäufe führte nämlich ein Unternehmen an, dass derzeit mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hat: Der Hamburger Flugmotorenhersteller Thielert.
Dessen Vorstandschef Frank Thielert veräußerte vor einigen Tagen über seine Gesellschaft Thielert Vermögensverwaltung GmbH ein Aktienpaket mit 2,6 Mio. Thielert-Papieren zum Kurs von 1 Euro je Aktie. Das ist insofern beachtlich, da die Papiere derzeit noch mit einem Kurs von um die 3,50 Euro je Anteilsschein an der Börse gehandelt werden.
Ich ging also auf Recherchetour und erfuhr in einem Artikel des Hamburger Abendblattes, dass es sich bei dieser Insidertransaktion um eine Art Notverkauf aufgrund akuter Liquiditätsengpässe handelt. Durch die Veräußerung des Aktienpaketes hat der Unternehmensgründer seine komplette Beteiligung von knapp 14 Prozent an mehrere Miteigentümer, allesamt Finanzinvestoren, verkauft.
Den Erlös stellte er dem Unternehmen in Form einer Nachranganleihe zur Verfügung. Eine großmütige Handlung, doch im Anbetracht der Tatsache, dass seine Firma nach eigenen Angaben bis zum 30. Juni 13,6 Mio. Euro und bis zum ersten Quartal 2009 sogar 20 bis 24 Mio. Euro benötigt (erst dann werde sich das Geschäft voraussichtlich wieder selbst tragen können), relativiert sich die erzielte Verkaufssumme schnell wieder.
Mit Kübler kam die Firma nach einem halben Jahr wieder in die Gewinnzone!
1 Mio im Jahr= 5 Mio + 10 Mio durch den Verkauf von SAP = 15 Mio.
Gehen wir dann mal von weiteren Verbindlichkeiten von 40 Mio aus und legen noch einmal 20 Mio drauf dann sind wir bei 60 Mio.
Alles rein Spekulativ!
Weiter geht es mit einem dem Potential entsprechenden Verkaufspreis von 100 Mio aus, dann würde doch etwas für die Aktionäre übrig bleiben, oder?!
Vielleich war es auch mehr......
Alles rein spekulativ.....;-)
Die Abrechnung kommt so oder so!