Ach und Rex, höre auf hier rum zu lappen. Ich habe die Fakten genannt! Die AG ist aufgelöst. Ob es Dir passt oder nicht...
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender PayPal Holdings Inc-Kurs | 4,98 | 9,90 | 15,33 | |
| Fallender PayPal Holdings Inc-Kurs | 4,98 | 9,89 | 15,32 | |
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1. aus Küblers Äußerungen über den Verkaufspreis kann man nur eines sagen: Es gibt definitiv keinen Hinweis auch nur annähernd auf dessen Höhe zu schließen. - Wenn beide Vertragsparteien darüber stillschweigen vereinbart haben, so gilt das auch. Sollte eine der Parteien dies nicht einhalten wäre sie gegenüber der Anderen schadenserstzpflichtig. Und deshalb sind Küblers Aussagen diesbezüglich alles- u.zugleich nichtssagend. Sondern eine reine Höflichkeitsfloskel gegenüber der Presse bzw. Öffentlichkeit.
2. Zitat: "So, der 31.05.2013 ist vorbei, der Verkauf an die AVIC hat erst danach stattgefunden, was dann wohl lt. Aussage von kiam dazu geführt haben dürfte, daß die TAE-Gläubiger ihre bisherige Gläubigerquote (meistens zwischen 50% und 10%) noch einmal haben erheblich reduzieren müssen....das heißt doch im Umkehrschluß, daß die Schulden dadurch niedriger geworden sein dürften und mehr für uns übrig bleiben sollte, oder?" Zitatende.
Dieser Umkehrschluß ist falsch. Richtig ist genau das Gegenteil: Wenn der Termin für das endfällige Darlehen erreicht bzw. vor Verkauf der TAE überschritten wurde, bedeutet dies eine Erhöhung der TAE-Verbindlichkeiten um den Betrag des e.- Darlehens. D.h. der Kreis der Gläubiger erweitert sich. Oder anders: Bei gegebenen Verkaufserlös und nach Abzug der Verfahrenskosten sowie des Insolvenzverwalterhonorars, müssen jetzt mehr Gläubiger mit einem entsprechend niedrigeren Anteil (=Gläubigerquote) ausgezahlt werden.
Erst wenn der Verkaufserlös die Summe der Verbindlichkeiten + Verf.Ko. + Verw.-Honorar übersteigt (stark vereinfacht dargestellt !), kann der Rest an die juristisch existierende Mutter-Gesellschaft, hier: die "Thielert AG in Auflösung", vertreten durch den Inso.verwalter Dr. Achim Ahrendt, HH, mit den von Amts wegen bestellten Vorständen M. Kleiß u. Binas, Meike, Appen, (nur der Form wegen, weil eine AG bis zur Löschung im HRG immer von mind. 2 Personen verteten sein muß) überwiesen werden. Da das Insolvenzverfahren der AG mangels Feststellung aller Vermögenswerte(=Vorraussetzung für die Erstellung der Schlußbilanz) bisher ruhte, konnte demzufolge auch nicht entschieden werden ob das Verfahren mangels Masse eingestellt, abgewickelt oder durch Aufstellung eines I.-Planes mit einer Sanierung fortgeführt wird.
Diese Entscheidung kann aber nun bald getroffen werden, da die TAE verkauft und somit deren tatsächlicher Wert (= V.-Erlös abzüglich Verf.Ko+Verw.Honorar+Gläubigerauszahlung) ermittelt werden kann. Sollte dieser Wert positiv sein (=Nettoerlös größer Null € !) Muß auch hier das gleiche Schema wie bei der TAE angewandt werden. D.h. reicht der evt. Nettoerlös aus, alle Verf.-Ko + Verw.-Honorar der AG zu decken, muß in einer HV abgestimmt werden was mit dem restlichen Eigenkapital der AG geschehen soll.
Bliebe der AG kein oder ein zu geringer Nettoerlös, wird das Insolvenzverfahren der AG wohl mangels Masse abgelehnt bzw. eingestellt. Übrig bliebe dann eine leere "Mantel AG", die zum Verkauf angeboten werden könnte, oder als Karteileiche darauf wartet, dass jemand die Kosten für die Löschung des Eintrags im HRG übernimmt.
M.f.G.
Hallo necobox, ja, völlig richtig. Mein Satz im letzten Beitrag war diesbezüglich nicht ganz eindeutig.
Und nun zum seit langem diskutierten Thema: TAE-Verkauf - Asset Deal oder Share Deal ? (siehe auch investorxxx)
Z. B. mein Beitrag vom 03.05.2011 Zitat:
Jedes Gebot, das erheblich über dem Mindestpreis... 03.05.11 18:49
..liegt, und den Eindruck erweckt, das ein Nettoerlös für die AG entsteht, ist völlig unrealistisch. Denn wenn die Gläubigerforderungen über die Mindestquote hinaus, d.h. zu 100% durch den Verkaufserlös erfüllt werden, muß der Insolvenzverwalter seiner an zweiter Stelle folgende Verpflichtung, dem Wohl des Unternehmens und der Mitarbeiter genüge tun. Und das sind Investitionen in das Unternehmen und die Garantie auf den Erhalt der Arbeitsplätze. Das ist auch jedem Bieter bekannt, und führt folgerichtig zu einem Gebot in der Nähe des Mindestpreises, verbunden mit den Zusagen von Investitionen in bestimmter Höhe in das Unternehmen. Sowie einem Masterplan für die Gesamtentwicklung für die nächsten 5 - 10 Jahre.
Also wird kein seriöser Investor wesentlich mehr für die TAE-GmbH zahlen als er unbedingt muß, sondern den Mehrbetrag lieber in Form von zugesicherten Investitionen leisten.
Damit geht die Chance für die Aktionäre hier auf einen Nettoerlös zu hoffen, wie Kübler es im Fliegermagazininterview schon sinngemäß sagte, gegen Null.
Die einzige Alternative, und damit auch die Chance hier für die Aktionäre, ist die komplette Übernahme der TAE-GmbH mit allen Verbindlichkeiten, die in voller Höhe dann sofort fällig wären. Aber dieses Verkaufsszenario dürfte jetzt nach drei erfolglosen Jahren der Käufersuche, durch das Angebot eines Asset Deals, hinfällig geworden sein." Zitatende,
Beweis für Assetdeal:
Zitat:"22. Jul. 2013 #939598; text-align: left;">AVIC International Holding Corporation erwirbt die Vermögenswerte aus der Insolvenz der Thielert Aircraft Engines GmbH
St. Egidien, Deutschland und Beijing, China, 22. Juli 2013 – AVIC International Holding Corporation (AVIC International) gab heute bekannt, dass ihre Tochtergesellschaft Technify Motors GmbH alle Flugmotoren- und Fertigungsvermögenswerte der vormaligen Thielert Aircraft Engines GmbH erworben hat, um ihr bereits großes Leistungsvermögen im Bereich der Kolbenflugmotorentechnologie der Allgemeinen Luftfahrt weiter zu stärken.
.... und weiter unten steht ganz klar:
Obwohl die Akquisition als Asset-Deal strukturiert ist, setzt AVIC International weiter auf sein Geschäftsmodell, nämlich global zu denken und lokal zu produzieren, und wird weiterhin in Sachsen ansässig bleiben. Die erworbenen Vermögenswerte umfassen nicht nur die Technologie, sondern auch die hervorragenden Anlagen und Fertigungsmaschinen, die in Verbindung mit dem Wissen und der Erfahrung der vormaligen rund 200 Thielert-Mitarbeiter eine exzellente Ausgangsbasis für die weitere Geschäftsentwicklung bilden."Zitatende.
Quelle: www.thielert.com/ News
womit hier bewiesen ist, dass meine Annahme vom 3.5.2011 über den Verkauf der TAE als Asset Deal sich nun als richtig erwiesen hat.
Bleibt nun nur noch abzuwarten, wie IV Dr. Achim Ahrendt die Insolvenz der Thielert AG weiter behandelt.
Meiner Meinung nach, wird das Verfahren der AG mangels Masse eingestellt. Weil der geforderte Mindestpreis, auf Basis der von der TAE-Gläubigerversammlung beschlossenen Quote (10 ... 50% ??? ) durch den Asset Deal offenbar knapp erreicht, und/oder akzeptiert wurde.
Damit ist es höchst unwahrscheinlich dass es einen Nettoverkaufserlös für die AG gibt.
Ergo: gehen hier wohl alle Aktionäre leer aus. ( Totalverlust ! )
M.f.G.
Hallo Rex,
laut Artikel im Handelsblatt vom 23.07.2013 erklärt Kübler die TAE hätte einen Jahresgewinn von ca. 1 Mio € erwirtschaftet. Wenn du die finanzielle Möglichkeit hättest, ein Unternehmen mit einem derartigen Jahresgewinn zu kaufen, wie viel würdest du dafür max. bezahlen wollen ?
... 10 Mio, 20 Mio €, oder mehr ?
Bedenke bei deiner Überlegung, ob Kübler nicht auch noch temporär befristete Arbeitsplatzgarantien, Standortgarantien, Erneuerungs- u. Erweiterungsinvestitionen u.ä. Zusagen dem Käufer abgerungen hat. Letztere sind natürlich dem Kaufpreis (in bar?) hinzuzurechnen. Nur haben die Gläubiger davon keinen Vorteil, wie in Form eine höheren Gläubigerquote.
Alternativ könnte man z.Zt. ca. 2% Festgeldzinsen bei einer 10-jährigen Laufzeit erhalten. Bei 0-Risiko. Oder aber für max 50 Mio € die TAE als Asset Deal übernehmen ? ( :-( ....."schade. schon gelaufen").
Viel Spaß beim Rechnen mit >>Zahlen<<.
M.f.G.
Hallo,
es hat lange gedauert, worüber noch vor 2 - 3 Jahren in diesem Forum wild spekuliert wurde.
Wie geht es weiter - werden wir Aktionäre überhaupt noch was zurückbekommen? Das schaut nicht so gut aus.
Kann mir jemand sagen, wo und wie die Aktien jetzt noch handelbar sind?
immer kleiner 1 ist.
Wenn ein wegen Überschuldung insolventes Unternehmen verkauft werden soll und sich kein Käufer findet, der bereit ist das 10-20-fache eines Jahresgewinns zu zahlen und darüber hinaus noch alle Verbindlichkeiten tilgen muß, oder der auch nicht bereit ist, den Nettoinventarwert zuzüglich aller Verbindlichkeiten zu zahlen, dann hat der Insolvenzverwalter die Möglichkeit das Unternehmen in Einzelteile bzw. Vermögensgegenstände stückweise und losgelöst von allen Verbindlichkeiten als sogenannten Asset Deal anzubieten. Diese Form der Unternehmenstransaktion bietet den Gläubigern immer noch die Möglickeit eine höhere Quote zu erreichen als in einer Zwangsvollsteckung. Der Vorteil für den Käufer: Er bekommt genau die Vermögensgegenstände wie, Patente, Markenrechte, Mitarbeiter, Produktionsanlagen, Immobilien, etc. die er speziell benötigt. Ohne die Verpflichtung auch evt. vorhandene Forderungen zu übernehmen und auszugleichen.
Wenn wie hier beim Verkauf der TAE-GmbH vom Insolvenzverwalter Kübler die Form eines Asset Deal gewählt, angeboten und abgeschlossen wurde, nachdem vergeblich über 4 Jahre kein Käufer bereit war den geforderten Mindestpreis zu zahlen, dessen Basis die Einigung der Gläubiger auf eine Quote ihrer Forderungen ist, welche aus ihrer Sicht naturgemäß möglichst hoch sein soll, so ist davon auszugehen, dass die Gläubiger anfangs ihre Quote zu hoch angesetzt hatten, und dieselbige später nach unten korrigieren mußten. Damit einhergehend konnte somit die Höhe des Mindestverkaufspreises gesenkt und die Chance auf einen zeitnahen Verkauf erhöht werden.
Als Gegenleistung für diese Geduld der Gläubiger lassen diese sich im Insolvenz-/Sanierungsplan i.Allgemeinen regelmäßige Zinszahlungen und Berichte über die Erreichung von Zwischenzielen wie Kostensenkungen, Produktivitäts- und Umsatzsteigerungen sichern, bzw. vorlegen.
Zitat: "Die vergleichsweise lange Insolvenzphase schätzte Kübler rückblickend als erfolgreich ein. Das Unternehmen habe schon bald wieder einen Gewinn von jährlich rund einer Million Euro erwirtschaftet: „Das hat motiviert weiterzumachen.“Zitatende. - Vieleicht war es aber auch einer im Insolvenzplan vereinbarten Meilensteine ?
Aufgrund des Vertrauensverlustes vieler TAE-Kunden im Privatgeschäft konnte Kübler diese u.a. Zwischenziele nur mit Hilfe eines Großkunden aus dem Militärbereich überhaupt bewältigen. Zitat Kübler „Ich mache kein Hehl daraus, dass ich nur überlebt habe, weil ich einen starken Militärkunden hatte“, räumte Kübler ein. Die amerikanische Firma General Atomics - ein Hersteller unbemannter Drohnen - habe sich als Dauerquelle erwiesen und sei in den vergangenen fünf Jahren sehr hilfreich gewesen." Zitatende. Quelle: Handelsblatt vom 23.7.2013: www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...lug/8536552.html
Die Chance einiger Thielertaktionäre, dass für die Thielert AG als Muttergesellschaft ein Nettoerlös für die AG zur Verteilung, aus dem TAE-Verkauf übigbleiben würde, hätte nur bestanden, wenn Kübler die TAE-GmbH anfangs als ganze GmbH angeboten hätte.
Nachdem Kübler als IV für die TAE bestellt war und sich einen ersten Überblck über die wirtschaftliche Lage verschaffen konnte, mußte ihm schnell klar geworden sein, dass hier wegen der hohen Verschuldung, von Beginn an, nur dann ein Käufer gefunden werden kann, wenn ein Asset Deal als Verkaufsform angeboten wird. Auch wenn dies mit einem erheblichen zeitlichen Mehraufwand, besonders für den Verkäufer, verbunden ist.
Auch wenn die Flugdieselmotoren zukünftig einen Großteil der AVGas-betriebenen Propellerflugzeuge ersetzen werden, so wird auch diese Technologie in ca. 30 oder 40 Jahren allein wegen der begrenzten Resourcen an fossilen Rohstoffen wie z.B. Erdöl, durch andere Energieträger (vielleicht Methan oder Wasserstoff ?) ersetzt werden.
Und auch chinesische Manager zahlen heute nicht mehr jeden Preis für Hochtechnologie. Zumal wenn diese auf bezahlbare fossile (und damit zeitlich begrenzt verfügbare) Energieträger wie Diesel bzw. Kerosin beruht. Schlußendlich haben auch die Asiaten erkannt dass der Kapitalismus nur mit einer angemessenen Rendite funktioniert.
M.f.G.
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 2 | 191 | Was wird denn nun mit Thielert AG | Schnüffel | extrachili | 06.01.26 16:01 | |
| 18 | du | TH3R3B3LL | AlexBoersianer | 26.04.23 10:34 | ||
| 38 | 15.288 | Ach ja Michel, | Rudini | AlexBoersianer | 20.04.23 11:20 | |
| 3 | 4.978 | Meine Güte! | Rudini | Rudini | 13.04.23 11:51 | |
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