Unterbewertete Ölperle vor Neubewertung
Leser des Artikels: 568
Im Frühling 2006 ist Avalon Oil & Gas (A3MA; WKN: A0MR9L) in Deutschland an der Börse gestartet. Zunächst hat sich der Wert nicht so entwickelt, wie Anleger und Management das gehofft haben. Dann erfolgte im Frühjahr 2007 ein Reverse Split, für 20 alte Aktien gab es ein neues Papier. Danach war der Markt erst einmal verunsichert, was die klaren Kursausschläge nach oben und unten zeigen. Der Boden des Kurses scheint nun gefunden zu sein, der Markt weiß die „neue“ Avalon besser einzuschätzen. Die neuesten Entwicklungen machen zudem deutlich, dass es nun wieder aufwärts gehen wird.
Die Strategie von Avalon Oil & Gas ist klar. Man investiert aggressiv in Öl- und Gasliegenschaften. Dabei ist es Ziel des Vorstands, solche Areale zu finden, die vom Preis her günstig sind und die zugleich ein geringes Risiko aufweisen. So will man den Wert der Firma möglichst rasch erhöhen, zum Nutzen der Aktionäre. Erklärtes Ziel ist zunächst ein möglichst großes Portfolio an Liegenschaften. Auch bei modernen Technologien sowie neuen Anwendungen will man vorne mitmischen. Eine ambitionierte Vorgabe gibt es noch: Wenn alles klappt, ist auch ein Merger mit einem anderen Öl- und Gasunternehmen möglich. Das steigert nicht nur den Marktwert, es ergeben sich dadurch für die Company auch ganz neue Möglichkeiten. Zahlreiche Synergien würden freigesetzt werden. Für den Aktienkurs wäre das sicherlich kein schlechter Deal!
Doch noch ist es nicht so weit. Zunächst konzentriert man sich auf das immer weiter wachsende Portfolio. Regional richtet sich das Unternehmen um Vorstandschef Kent Rodriguez auf den Südwesten von Arkansas, den Nordwesten von Louisiana, den Osten von Texas sowie auf Oklahoma aus. Auch die Art der Grundstücke ist eindeutig. Man bevorzugt Liegenschaften, auf denen schon einmal gebohrt oder zumindest erfolgreich gesucht wurde, die dann aber aufgegeben wurden. Noch nicht fertige, verlassene Löcher gehören zur Zielgruppen von Avalon. Dabei interessieren nur solche Areale, auf denen es nachgewiesene Öl- oder Gasvorkommen gibt. Das Risiko wird so deutlich minimiert. Auf produzierenden Feldern möchte man mit neuesten Methoden den Ausstoß erhöhen. Hohe Ansprüche stellt man daher an die eigene Technik, die immer auf dem neuesten Stand sein soll. Entsprechend entwickelt und forscht man an verschiedenen Technologien.
An dem Grant Parish Projekt in Louisiana hält Avalon Oil & Gas 25 Prozent. Hier arbeitet man daran, zwei Löcher wiederzueröffnen. Entsprechende Tests und Analysen werden derzeit durchgeführt. Im texanischen Landkreis Upshur nahe der Stadt Longview ist man mit 10 Prozent an 13 Bohrlöchern im New Diana Feld beteiligt. Auf diesen Löchern läuft die Förderung bereits seit den 60er Jahren. Täglich werden auf dem Feld bereits 25 Barrel gefördert. Hier sind jedoch noch Verbesserungen möglich, die Produktion kann weiter vorangebracht werden.
Im Landkreis Camp (Texas) gehören Avalon 50 Prozent eines kleinen Areals von 40 Acres. Trotz der geringen Größe liegen darauf zwei Bohrlöcher, aus denen täglich 8 Barrel Öl gefordert werden. Etwas größer ist das Areal in Wood. An den 122 Acres der Liegenschaft hält man ebenfalls 50 Prozent. Hier soll bald eine horizontale Bohrung zum Erfolg führen. Derzeit arbeitet man an den Feinheiten. Ebenfalls 50 Prozent hält man an einem Projekt in Miller County (Arkansas). Die übrigens 50 Prozent gehören Krog Partners. Beide Unternehmen sind auf einer Vielzahl von Liegenschaften gemeinsam aktiv und unterhalten entsprechende Joint Ventures. Auf diesem Feld in Arkansas können ebenfalls täglich 8 Barrel gefördert werden. Die dortigen Löcher sind seit rund 25 Jahren in Betrieb. Nicht verwunderlich daher: Auch hier sind verschiedene Verbesserungen möglich und nötig.
Die jüngste Übernahme von Avalon fand in Oklahoma statt. Dort erwarb man 15 Prozent der Anteile am Janssen Prospect im Landkreis Karnes. Hier wird die Liegenschaft derzeit sehr erfolgreich wiederbelebt. Wie auf den meisten anderen Förderfeldern hat man auch in Oklahoma einen Partner mit ins Boot geholt. Geplant sind Bohrungen bis in eine Tiefe von etwa 10.500 Fuß. Die Reserven unter Tage werden auf 75.000 bis 100.000 Barrel Kondensat geschätzt. Hinzu kommen 3 bis 4 Milliarden Kubikfuß Gas. Seit Mitte Juni laufen vor Ort die konkreten Arbeiten. Innerhalb einiger Wochen ist es gelungen, die Förderung wieder aufzunehmen. Seit wenigen Tagen sprudelt aus den Löchern wieder das schwarze Gold. Derzeit werden täglich 10 bis 20 Barrel Kondensat sowie durchschnittlich 330.000 Kubikfuß Gas gefördert. Da die Förderung noch sehr jung ist, kann sich die Menge leicht weiter erhöhen.
Mit diesen Arealen gibt sich Avalon aber noch nicht zufrieden. Man schaut sich weiter um, neue Akquisitionen sind möglich. Wichtige Voraussetzungen: Unter der Erde müssen bewiesene Reserven vorhanden sein, man will sich nicht zum Juniorexplorer zurückentwickeln. Zu den Techniken, die Avalon einsetzt, gehört unter anderem eine Methode zur Verringerung von Wachsablagerungen in den Rohren und den Pumpen. Dabei kommen Ultraschallwellen zum Einsatz. Mit deren Hilfe können solche Ablagerungen gelöst und für die Zukunft sogar vermieden werden. Die Lizenz für diese Technik stammt vom Forschungslabor der University of Wyoming. Eine andere Technik, die von Avalon eingesetzt wird, beschäftigt sich mit den Schalungen von Bohrlöchern. Dabei werden Sensoren eingesetzt, die die Materialien überwachen sollen. Kritische Parameter werden schnell entdeckt. So findet eine Überwachung statt, ohne dass man in den normalen Bohrbetrieb eingreifen muss. Diese Technik stammt vom Lawrence Livermore National Laboratory.
Auch an der Entdeckung von undichten Stellen in Gaspipelines arbeiten die Experten von Avalon. Mit herkömmlicher Technik kann man nur größere Löcher entdecken, die kleineren Problemfälle gehen oft unter. Durch akustische Sensoren, die Veränderungen in der Pipelineakustik bemerken, geht Avalon diesem Übel auf den Grund. Davon hat sich auch schon eine große Gasfirma überzeugt. Die Ursprünge dieser Technik wurden vom Rensselaer Polytechnic Institute entwickelt. Für ein Unternehmen, das man als Förderer "reifer" Liegenschaften bezeichnen kann, hat Avalon eine geradezu lächerliche Marktkapitalisierung. Rund 16,46 Millionen Papiere hat das Unternehmen nach dem reverse split auf dem Markt. Damit kommt man auf eine Market Cap von nur etwa 7,4 Millionen Dollar. Betrachtet man dann, dass das Unternehmen täglich mehrere Dutzend Barrel Öl und zudem noch Gas fördert, relativiert sich diese Zahl vollkommen. Man kann das Unternehmen ganz einfach als unterbewertet bezeichnen. Hier hat der Markt bisher eine große Chance verpasst.
Avalon Oil & Gas
Frankfurt: WKN A0MR9L; Symbol: A3MA
New York: AOGN
Lesen Sie den kompletten Bericht über Avalon Oil & Gas in der aktuellen Ausgabe von INVEST INSIDE. Die Ausgabe ist unter www.invest-inside.net kostenlos abrufbar.
Autor: INVEST INSIDE