Kurzfristig eingetrübt, langfristig noch viel besser
Schätzung des Gewinnes für das 4. Quartal sowie bis 2009.
Im 3. Quartal wurde etwa 1/3 weniger produziert, als das Unternehmen vorhergesagt hatte. Alle Schätzungen über die Höhe des Quartalsgewinnes wurden damit ihrer Grundlage beraubt. Wie kam es zu diesem unerwarteten Produktionsrückgang?
(Hinweis: Die nachfolgendne Informationen stammen aus dem Conference Call vom 9.November 2007, abzuhören über die Website des Unternehmens www.thompsoncreekmetals.com/s/Home.asp. Da die Informationen in knappen Worten gegeben wurden, die dem Laien evtl. nicht leicht verständlich sind, habe ich diese um einige Erklärungen erweitert)(Weitere Quellen: www.sedar.com - MD&A vom 9.11.2007 - Interim Financial Statements vom 9.11.2007 sowie die gleichen Dokumente für die Vorquartale)
Der Erzabbau in der Thompson Creek Mine ist im Übergang von der Phase 5 des Minenplanes in die Phase 6. Das bedeutet, die Abbaugrube wird zur Seite hin, und gegebenenfalls in die Tiefe erweitert. Nun kann man die Seitenwände der Grube nicht unbegrenzt steil machen, da das Gestein sonst abrutschen würde und die Mine irgendwann mit einem großen Erdrutsch zugeschüttet werden würde. Vielmehr trägt man die Seitenwände (oder besser Hänge) treppenförmig ab (siehe Bild). Das abzubauende Erz wird nach oben hin durch taubes Gestein abgedeckt. Beim Abtrag der Seitenwände von oben nach unten ist man also relativ lange Zeit damit beschäftigt, oben riesige Mengen taubes Gestein zu entfernen, bis man in eine Tiefe vorgedrungen ist, die verwertbares Erz enthält (im Bild rot dargestellt).
Der übliche Vorgang ist, dass das Unternehmen diesen Übergang der Phasen fliesend gestaltet. In Zeiten, in welchen es mit der Produktion vereinbar ist, wird bereits Jahre zuvor damit begonnen, immer wieder oben gewisse Mengen taubes Gestein abzutragen, auch wenn man aktuell den Zugang zu dem Erz der nächsten Phase noch nicht benötigt, da unten in der Grube noch reichlich Erz aus der vorhergehenden Phase abgebaut werden kann.
Hier wird nun ein angedeuteter Vorwurf an das alte Management von Thompson Creek wach (also an das Management der Zeit vor der Übernahme im Oktober vor einem Jahr). Das alte Management hat es versäumt, mit der Vorbereitung der nächsten Phase frühzeitig zu beginnen, als dies noch ohne Einfluss auf die laufende Produktion möglich war. Der Grund dürfte gewesen sein, dass man sich lieber darauf konzentriert hat, zu Zeiten hoher Molypreise möglichst viel zu produzieren als das Wegräumen des tauben Gesteins in Angriff zu nehmen, was zu diesem Zeitpunkt erst einmal nur Kosten verursacht hätte.
Dass es hier ein Problem gab, war bei der Übernahme bekannt und dem wurde in Form der Prognose einer verminderten Produktionsmenge für 2007 Rechnung getragen. Offensichtlich hat man die Grösse des Problemes jedoch unterschätzt.
So kamen mehrere Faktoren zusammen. Das Wegräumen des tauben Gesteins zog sich länger hin als erwartet. Man ist etwa zwei bis zweieinhalb Monate im Rückstand auf den Zeitplan und es gibt kaum Möglichkeiten, diesen Rückstand aufzuholen, da seit April sowieso bereits nahe an einer 100%-Auslastung gearbeitet wird. Obwohl man im 3. Quartal prinzipiell noch gewisse Mengen des Erzes aus der Phase 5 hätte abbauen können (da dieser Teil noch zugänglich war), wollte man dies aus Sicherheitsgründen nicht tun. Es wäre einfach zu gefährlich gewesen, unten in der Grube Personal zu beschäftigen, während oben Gestein abgeräumt wurde. Jederzeit hätten Gesteinsbrocken über die steilen Wände in die Tiefe stürzen können und das unten arbeitende Personal gefährden.
So hat man, um überhaupt weiter produzieren zu können, Erz von den alten Halden in der Gesteinsmühle verarbeitet. Dieses Erz mit geringer Konzentration wurde im Laufe der vergangen 25 Jahre auf Halde gelegt, da es nicht lohnte, dieses Erz in der Mühle zu verarbeiten. Dieses Erz wurde ehemals abgelagert, ohne wirklich verwertbare Aufzeichnungen zu führen. Die Qualität dieses Erzes schwankt sehr stark. Unglücklicherweise ergab sich im Laufe des 3. Quartales, dass die durchschnittliche Qualität bei sehr starken Schwankungen zunehmend schlechter wurde. Bei einer Durchlaufzeit von mehreren Monaten vom Ausgangsstoff bis zum fertigen Produkt durch die gesamte Produktionskette, so gibt das Unternehmen an, hat man den Grad der Minderproduktion in seinem ganzen Ausmaß erst sehr spät zweifelsfrei erkennen können.
Die Konsistenz dieses Erzes entsprache wohl auch nicht dem Gestein, auf welches hin die Gesteinsmühle ausgelegt war. So verlängerte sich die Verweildauer des Erzes in der Mühle und manche Partien mussten den Prozess sogar 2 Mal durchlaufen. Neben der Konzentration im Erz sank somit auch die Durchlaufgeschwindigkeit. In Q1 verarbeitet man noch Erz mit einer Konzentration von durchschnittlich 0,12%, in Q3 waren es durchschnittlich nur 0,04%. Als weiterer negativer Faktor kam hinzu, dass durch die lange Lagerung unter Witterungseinflüssen Oxidationsprozesse stattgefunden hatten, die die Ausbeute weiter beeinträchtigt haben. Statt der üblichen Ausbeute von über 90% in Q1 sank die Ausbeute des im Erz enthaltenen Molybdän auf knapp 66% in Q3. Da half es dann auch nur begrenzt, dass inzwischen die Anlage sogar oberhalb der bei der Konstruktion vorgesehenen Durchlaufmenge betrieben wird (Erz-Input Q1: 1,649 Mio t gegenüber Q3: 2,279 Mio t).
Der positive Teil der Nachricht: Das alte Erz auf Halde ist so gut wie komplett verarbeitet worden. Es sind nur noch unbedeutende Rest vorhanden. Seit Beginn des 4. Quartales wird wieder Erz aus dem Boden verarbeitet, welches eine wesentlich höhere Ausbeute liefert . Noch ist man allerdings in den Randbereichen des Erzkörpers mit etwas niedrigerer Konzentration. Im ersten Quartal 2008 wird der Abbau soweit fortgeschritten sein, dass hochwertiges Erz abgebaut und verarbeitet werden kann.
Auch der Ausblick, der gegeben wurde, ist sehr positiv: Ein Produktionseinbruch wie der eben überstandene, ist eine einmalige Sache gewesen. Man wird in Zukunft darauf achten, den Übergang in die Phase 7 sanft zu gestalten und rechzeitig dazu notwendige Arbeiten durchführen. Die derzeitige Phase 6 wird aber zunächst einmal noch einige Jahre dauern.
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Vorgaben:
Die Zahlen der ersten 3 Quartale liegen vor, die Produktion läuft wieder in berechenbaren Bahnen, und der Faktor mit dem größten Einfluß auf die TCM-Gewinne, der durchschnittliche Moly-Markt-Preis ist für das 4. Liefer-Quartal ebenfalls weitgehend bekannt (ca. 32 $ je Pfund).
Zur Erinnerung: TCM liefert an die Vertragskunden die jeweils vereinbarte Menge und berechnet als Preis die Angaben aus 2 verschiedenen Fachzeitschriften, die für den Vormonat ermittelt wurde ( Ryans Notes und Platts Metals Week). Das heißt, im November wird der Preis vom Oktober berechnet, im Dezember der Preis vom November. Der Preis, den TCM für die Lieferungen bis Ende Dezember in Rechnung stellen wird, ist also weitgehend bekannt, da sich auf den Preis nur noch evtl. Änderungen bis Ende November auswirken können.
Die neueste Prognose sieht eine Gesamt-Prodkutionsmenge für 2007 in Höhe von 17,5 bis 18 Mio Pfund vor, davon 10 bis 10,3 Mio in Thompson Creek und 7,5 bis 7,7 Mio in Endako (nur TCM-Anteil). Ich setze in meiner Rechnung den jeweils niedrigeren Wert an.
1.Quartal
In der Thompson Creek Mine wurden produziert: 3,842 Mio Pfund
In der Endako-Mine wurden produziert: 1,591 Mio Pfund (nur TCM-Anteil)
Zusammen also 5,433 Mio Pfund.
2.Quartal
In der Thompson Creek Mine wurden produziert: 2,343 Mio Pfund
In der Endako-Mine wurden produziert: 2,123 Mio Pfund (nur TCM-Anteil)
Zusammen also 4,466 Mio Pfund.
3.Quartal
In der Thompson Creek Mine wurden produziert: 1,131 Mio Pfund
In der Endako-Mine wurden produziert: 1,893 Mio Pfund (nur TCM-Anteil)
Zusammen also 3,024 Mio Pfund.
4. Quartal (Prognose)
In der Thompson Creek Mine werden voraussichtlich produziert: 2,684 (bis 2,984) Mio Pfund
In der Endako Mine werden voraussichtlich produziert 1,893 (bis 2,093) Mio Pfund (Nur TCM-Anteil)
Zusammen also 4,577 Mio Pfund.
TCM hat eine vertragliche Lieferverpflichtung über 5% der Molyförderung aus der Phase-6-Produktion der Thompson-Creek-Mine zu Preisen deutlich unterhalb des Marktpreises und weitere 5% etwas unter dem Marktpreis. Die Erlösschmälerung dürfte nach meiner Rechnung etwa 3% der Gesamtproduktion ausmachen. Grundsätzlich könnte ein Teil der Produktion aufgrund guter Qualität des Moybdäns auf dem Spotmarkt zu Preisen von einigen Prozent über dem durchschnittlichen Marktpreis abgesetzt werden. Aufgrund der vertraglichen Lieferverpflichtungen steht für den Verkauf auf dem Spotmarkt jedoch kein oder nur wenig Molybdän zur Verfügung. Zudem sind an die Sprott Molybdenum Participation Corporation 600.000 Pfund zum Preis von 28,40 $ zu liefern.
Im Zeitraum Oktober bis November 2007 lag der Markt-Molypreis (je nach Quelle etwas unterschiedlich) im Bereich von 31,25$ bis 35 $ je Pfund. Unter Einbeziehung all dieser Faktoren gehe ich für meine Rechnung von einem durchschnittlichen Erlös pro Pfund Molybdän in Höhe von 30,75 $ aus und glaube, damit der Realität zu entsprechen. Ab 2008, nachdem die den Spotverkauf einschränkenden Sonderfaktoren weggefallen sind, rechne ich mit 31,50 $ pro Pfund (soweit der derzeitige Molypreis von 32,75 US-$ pro Pfund unverändert bleibt).
Bei den unten genannten Kosten beziehe ich mich weitgehend auf die im 2. und 3. Quartal bzw. in den ersten 9 Monaten angefallenen Kosten und nehme bei Bedarf Zu- oder Ab-Rechnungen vor. Aufgrund des einmaligen Produktionsrückganges im 3.Quartal sind die bei dieser geringen Produktionsmenge angefallenen Kosten für die Thompson Creek Mine nicht aussagekräftig, da die Fixkosten sich auf eine für das 4. Quartal nicht zutreffende geringe Anzahl von Pfund Moly verteilt. Hier beziehe ich mich deshalb nur auf die Kosten des 2. Quartales.
Berechung des Gewinnes für das 4. Quartal
Die Thompson-Creek-Mine sollte in diesem Quartal etwa 2,684 Mio Pfund produzieren. Bei 30,75 $ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 82,533 Mio US-$.
Die Produktionskosten betrugen 6,74 US-$ je Pfund im 2. Quartal (Seite 2 MD&A) für alle Produktionsschritte incl. der Röstung, somit zusammen 18,09 Mio US-$. Somit verbleibt ein Überschuß von 64,443 Mio US-$.
Die Endako-Mine (nur der BPM-Anteil wurde in der Rechnung berücksichtigt) sollte in diesem Quartal etwa 1,893 Mio Pfund produzieren. Bei 30,75 $ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 58,209 Mio US-$.
Die Produktionskosten betragen 9,27 US-$ je Pfund für alle Produktionsschritte incl. der Röstung, somit zusammen 17,548 Mio US-$.
Somit verbleibt ein Überschuß von 40,661 Mio US-$.
In Langeloth wurde Moly für Fremdfirmen geröstet und Moly recycled. Im 2.Quartal ergaben sich daraus Erlöse in Höhe von 6,529 Mio US-$ (aufgrund der jährlichen Überholungsarbeiten der Röster im September mit eingeschränkter Produktion ist das 3. Quartal nicht aussagekräftig).
Die kompletten Überschüsse zusammen ergeben die Summe von 105,104 Mio US-$.
Ausgehend von dem Zahlen für das 2.und 3. Quartal ergeben sich für das 4. Quartal etwa folgende Kosten:
Selling and Marketing 2,5 Mio US-$
Depreciation and Depletion 11,783 Mio US-$
General and Administrative 3,0 Mio US-$
Exploration and Development 1,5 Mio US-$
Interest and finance fees (gekürzt wegen Schuldentilgung) 7,5 Mio US-$
Stock Based Compensation 4,0 Mio US-$
Interest Income (erhöht wegen mehr Guthaben) - 2 Mio US-$
Andere 2,0 Mio US-$
Die voraussichtichen Kosten betragen demnach etwa 30,283 Mio US-$.
Somit verbleibt ein Überschuß von 74,821 Mio US-$
TCM gibt eine Ertragsteuerbelastungvon 34% an.
Somit verbleibt ein Gewinn nach Steuern von 49,38 Mio US-$.
TCM gibt eine Anzahl von 113,297 Mio Aktien an.
Somit ergibt sich ein Gewinn nach Steuern in Höhe von 0,44 US-$ je Aktie für das 4. Quartal.
Der Gewinn in den ersten 9 Monaten betrug 1,18 US-$ je Aktie.
Hochgerechnet auf das komplette Jahr könnte sich damit ein Gewinn von etwa 1,62 US-$ je Aktie ergeben.
Umgerechnet in CAD (Kurs vom 11.11.2007 rund 0,95) wären das etwa 1,54 CAD.
Der voraussichtliche Gesamtgewinn für das Jahr 2007 würde nach meiner Rechnung etwa 177,862 Mio US-$ betragen (128,482 + 49,38 Mio $).
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Zum Thema faires KGV
Als grobe Richtschnur geht man davon aus, dass ein Unternehmen nach einem ähnlichen KGV wie vergleichbare Unternehmen der selben Branche bewertet sein sollte (Peer-Group).
Vor einiger Zeit habe ich mal wieder die KGVs von (mehr oder weniger) vergleichbaren Minenunternehmen zusammengestellt und bin auf einen Durchschnittswert von 12 gekommen.
Dies würde ich längerfristig auch bei Thompson Creek Metals als unterste Grenze ansehen. Die Marktführer (TCM produziert in 2008 etwa 5% der weltweiten Molymenge, "kontrolliert" ca. 10% des weltweiten Molyhandels und besitzt 12% der weltweiten Rösterkapazität) werden dabei üblicherweise sogar mit einem gewissen Aufschlag bedacht. Zudem wäre ein weiterer Aufschlag gerechtfertigt, da TCM mit seinen Betriebstätten in USA und Kanada praktisch kein politisches Risiko beinhaltet.
Bei Wachstumsaktien ist der Anleger auch durchaus bereit, KGVs im Bereich um 30 zu akzeptieren. Dies sieht man unter anderem an dem absolut vergleichbaren Unternehmen (Peer-Group) China Molybdenum. Als Wachstumsunternehmen werden diese Aktien derzeit (11.11.2007 - www.comdirect.de) mit einem KGV von 34,77 gehandelt. Dieses KGV ist für TCM derzeit jedoch sicher nicht realistisch.
Wenn wir uns TCM etwas genauer ansehen, so können wir ausgehend von der vom Unternehmen erwarteten Molyproduktion mit Basis 2007 ein Wachstum von 38% für 2008 und von 2008 ausgehend noch einmal ein Wachstum von 36% für 2009 erwarten (soweit man Davidson mit einrechnet könnten sogar 50% Wachstum erreichbar sein). Für 2010 besteht weitere Aussicht auf 25% Wachstum gegenüber 2009, unter der Voraussetzung dass Davidson voll in Produktion ist und die Erweiterung der Endako-Mine vollzogen wurde (diese Berechnung geht dabei von einem unveränderten Molypreis aus).
Aus dieser Sicht ist TCM also eine absolute Wachstumsaktie und es erscheint auch nicht abwegig, dass die Anleger künftig (etwa in der Übertreibungsphase gegen Ende der derzeitigen Rohstoffhausse, vielleicht 2012-2015) ein KGV zugrunde legen, das einem derartigen Wachstum angemessen ist. Auf kürzere Sicht halte ich ein KGV über 15 jedoch keinesfalls für erreichbar.
Nachdem das Jahr in Kürze zuende geht, sollte sich der Markt inzwischen nicht mehr so sehr am Gewinn in 2007 sondern bereits deutlich am erwarteten Gewinn für 2008 orientieren.
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Berechung des Gewinnes 2008
Die Molyproduktion 2008 soll 24 bis 25,5 Mio Pfund betragen (16,5 bis 17 Mio Pfund für die Thompson Creek Mine und 7,5 bis 8,5 Mio Pfund für Endako).
Die Thompson-Creek-Mine soll 2008 16,5 Mio Pfund produzieren. Bei 31,50 US-$ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 519,75 Mio US-$.
Das Unternehmen gibt zu erwartende Produktionskosten für 2008 in Höhe von 6,00 bis 6,50 $ pro Pfund an (alle Produktionsschritte incl. Rösten). Für meine Berechnung wähle ich den höheren Wert und erhalte 107,25 Mio Dollar.
Somit verbleibt ein Überschuß von 412,5 Mio US-$.
Die Endako-Mine (nur der BPM-Anteil wurde in der Rechnung berücksichtigt) soll 2008 etwa 8 Mio Pfund produzieren. Bei 31,50 $ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 252 Mio US-$.
Das Unternehmen gibt zu erwartende Produktionskosten für 2008 in Höhe von 8,50 bis 9,25 $ pro Pfund an (alle Produktionsschritte incl. Rösten). Für meine Berechnung wähle ich den höheren Wert und erhalte 74 Mio Dollar.
Somit verbleibt ein Überschuß von 178 Mio US-$.
In Langeloth wurde Moly für Fremdfirmen geröstet und auch recycled. Im 2.Quartal 2007 ergaben sich daraus Erlöse von 6,529 Mio US-$. Hochgerechnet auf ein Jahr und unter berücksichtigung, dass durch vermehrte Eigenproduktion weniger Fremdmoly geröstet werden kann, führt das zu Erlösen von 20 Mio US-$.
Die kompletten Überschüsse zusammen ergeben die Summe von 610,5 Mio US-Dollar.
Ausgehend von den Zahlen für das 2.Quartal 2007 bzw. die ersten 9 Monate 2007 ergeben sich auf ein komplettes Jahr hochgerechnet folgende Kosten:
Selling and Marketing (erhöht wegen mehr Umsatz) 12 Mio US-$
Depreciation and Depletion 53 Mio US-$
General and Administrative 14 Mio US-$
Exploration and Developement 6 Mio US-$
Interest and Finance Fees (gekürzt wegen Schuldentilgung) 20 Mio US-$
Stock Based Compensation 16 Mio US-$
Interest Income - 6 Mio US-$
Sonstige Kosten 3,8 Mio US-$
Damit ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 118,8 Mio US-$.
Somit verbleibt ein Überschuß von 491,7 Mio US-$
TCM gibt für 2007 eine Ertragsteuerbelastung von ca. 34% an. Nach der in Kanada zu erwartenden Senkung der Steuerlast setzt ich eine Belastung von 32% an.
Somit verbleibt ein Gewinn nach Steuern von 334,356 Mio US-$ für 2008.
TCM gibt eine Anzahl von 113,297 Mio Aktien an.
Somit ergibt sich ein Gewinn von 2,95 US-$ je Aktie für 2008.
Umgerechnet in CAD (Kurs vom 11.11.2007 rund 0,95) wären das etwa 2,80 CAD.
Bei einem KGV von 12 würde dies einem Aktienkurs von 33,60 CAD entsprechen.
Alternativrechnung:
Sollte der Marktpreis für Molybdänpreis auf 35 $ steigen, so ergäbe sich ein Zusatzgewinn in Höhe von 61,25 Mio $ vor Steuern (bei einem angenommenen tatsächlichen Verkaufpreis von 34 $) bzw. 41,65 Mio $ nach Steuern. Der Gesamtgewinn würde auf 376 Mio $ nach Steuern steigen, der Gewinn pro Aktie auf 3,32 $ bzw. 3,15 CAD. Dies würde bei einem KGV von 12 einem Aktienkurs von 37,80 CAD entsprechen.
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Berechung des Gewinnes 2009
Die Molyproduktion 2009 soll etwa 34 Mio Pfund betragen (26 Mio Pfund für die Thompson Creek Mine und 8 Mio Pfund für Endako). In einer früheren Berechnung wurde vom Unternehmen für Davidson eine Jahresproduktion von 4,7 Mio Pfund vorhergesagt. Durch die Verzögerung der Feasibility-Studie für Davidson hat sich der mögliche Produktionsbeginn von 2008 zumindest auf Anfang 2009 verschoben. Im ersten Jahr wird wohl nicht die volle Produktionsmenge zu erreichen sein. Obwohl natürlich noch kein Produktionsbeschluss gefasst wurde, gehen die Aussagen der Unternehmens im Conference Call nach meiner Interpretation dahin, dass eine Produktion in 2009 erwartet wird. Ich gehe in meiner Berechnung daher vorläufig von einer Produktionsmenge in diesem Jahr von 3 Mio Pfund aus. Sobald eine genauere Planung möglich ist, wäre ggf. eine Anpassung erforderlich.
Die Thompson-Creek-Mine soll 2009 etwa 26 Mio Pfund produzieren. Bei 31,50 US-$ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 819 Mio US-$.
Das Unternehmen gibt zu erwartende Produktionskosten für 2009 in Höhe von etwa 5,00 $ pro Pfund an (alle Produktionsschritte incl. Rösten). Damit ergeben sich Kosten in Höhe von 130 Mio Dollar.
Somit verbleibt ein Überschuß von 689 Mio US-$.
Die Endako-Mine (nur der BPM-Anteil wurde in der Rechnung berücksichtigt) soll 2009 etwa 8 Mio Pfund produzieren. Bei 31,50 $ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 252 Mio US-$.
Das Unternehmen gibt zu erwartende Produktionskosten für 2008 in Höhe von 8,50 $ pro Pfund an (alle Produktionsschritte incl. Rösten). Damit ergeben sich Kosten in Höhe von 68 Mio Dollar.
Somit verbleibt ein Überschuß von 184 Mio US-$.
In Langeloth wurde Moly für Fremdfirmen geröstet und auch recycled. Im 2.Quartal 2007 ergaben sich daraus Erlöse von 6,529 Mio US-$. Hochgerechnet auf ein Jahr und unter berücksichtigung, dass durch vermehrte Eigenproduktion weniger Fremdmoly geröstet werden kann, führt das zu Erlösen von 10 Mio US-$.
Die kompletten Überschüsse bis hierher ergeben die Summe von 883 Mio US-Dollar.
Die Davidson-Mine sollte voraussichtlich 3 Mio Pfund prodzuzieren.Bei 31,50 $ je Pfund ergibt sich somit ein Erlös von 94,5 Mio Dollar.
Die zu erwartenden Produktionskosten für dieses Projekt werden vom Unternehmen als verhältnismäßig niedrig eingeschätzt (aufgrund der hohen Molykonzentration im Erz). Jedoch dürfen im ersten Jahr der Produktion noch gewisse kostentreibende Faktoren auftreten, welche später so nicht mehr zu Buche schlagen. Ich gehe daher für 2009 von Kosten in Höhe von 8,50 $ pro Pfund aus und erhalte eine Summe von 25,5 Mio Dollar.
Somit verbleibt ein Überschuß von 69 Mio US-$.
Die kompletten Überschüsse bis hierher ergeben die Summe von 952 Mio Dollar.
Ausgehend von den Zahlen für das 2.Quartal 2007 bzw. die ersten 9 Monate 2007 ergeben sich auf ein komplettes Jahr hochgerechnet folgende Kosten:
Selling and Marketing (erhöht wegen mehr Umsatz) 18 Mio US-$
Depreciation and Depletion 53 Mio US-$
Depreciation and Depletion 10 Mio US-$ (geschätzter Zusatzbetrag für Davidson)
General and Administrative 15 Mio US-$
Exploration and Developement 6 Mio US-$
Interest and Finance Fees (gekürzt wegen Schuldentilgung) 5 Mio US-$
Stock Based Compensation 16 Mio US-$
Interest Income - 2 Mio US-$
Sonstige Kosten 3,8 Mio US-$
Damit ergeben sich Gesamtkosten in Höhe von 124,8 Mio US-$ (114,8 ohne Davidson).
Somit verbleibt ein Überschuß von 827,2 Mio US-$ (768,2 ohne Davidson)
TCM gibt derzeit eine Ertragsteuerbelastung von ca. 34% an. Durch die veringerte Steuerbelastung in Kanada und den im Verhältnis geringer gewordenen Anteil der Erträge in Kanada könnte sich eine Gesamtbelastung von 30% ergeben.
Somit verbleibt ein Gewinn nach Steuern von 579,04 Mio US-$ für 2009 (537,74 ohne Davidson).
TCM gibt eine Anzahl von 113,297 Mio Aktien an.
Somit ergibt sich ein Gewinn von 5,11 US-$ je Aktie für 2009. (4,75 ohne Davidson)
Umgerechnet in CAD (Kurs vom 11.11.2007 rund 0,95) wären das etwa 4,85 CAD (4,51 ohne Davidson).
Bei einem KGV von 12 würde dies einem Aktienkurs von 58,20 CAD entsprechen (54,12 ohne Davidson).
Alternativrechnung:
Sollte der Marktpreis für Molybdänpreis auf 35 $ steigen, so ergäbe sich ein Zusatzgewinn in Höhe von 92,5 Mio $ vor Steuern (bei einem angenommenen tatsächlichen Verkaufpreis von 34 $) bzw. 64,75 Mio $ nach Steuern. Der Gesamtgewinn würde auf 643,79 Mio $ nach Steuern steigen, der Gewinn pro Aktie auf 5,68 $ bzw. 5,40 CAD. Dies würde bei einem KGV von 12 einem Aktienkurs von 64,80 CAD entsprechen.
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Das oben angesetzte KGV von 12 entspricht meiner Auffassung einer fairen Bewertung.
Aus dem voraussichtlichen Gewinn je Aktie kann jedoch jeder selbst, abhängig von dem individuell für fair empfundenen KGV, den zu erwartenden Aktienkurs leicht berechnen. Der Markt wird später zeigen, was er für richtig erachtet.
Da der Ausblick auf 2010 im Moment noch mit zu vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet ist (Molypreis - Davidson - Produktionsausweitung Endako) will ich derzeit dazu noch keine Berechnung durchführen. Es bleibt jedoch viel Phantasie auf weitere Steigerungen.
chartex