Nachdem dieser Beitrag evtl. auch für andere User interessant sein könnte, stelle ich eine Antwort, die ich auf eine Anfrage per BM gegeben habe, auch hier als Posting ein:
Hallo xxx,
meine Anmerkungen dazu:
Es besteht in Kanada eine Meldepflicht, wenn ein Anleger mehr als 10% der Aktien eines Unternehmens in Besitz hat. Wer darauf aus ist, diese Meldepflicht zu umgehen, der kann zum Erwerb der Aktien natürlich Strohmänner einsetzen (wobei ich das für rechtlich bedenklich halte). Damit kann die Pflicht zur Veröffentlichung zumindest zeitlich hinausgeschoben werden.
Im Moment herrscht bei den Blue Pearl Anlegern eine gewisse Verunsicherung. Da (mangels Fähigkeiten) kaum einer in der Lage ist, sich ein eigenes und zutreffendes Bild von den Fundamentaldaten des Unternehmens zu machen, wird der vorhergehende steile Anstieg um über 150% als Bedrohung angesehen - der Kurs könnte jederzeit abstürzen (wie dies bei gepushten Unternehmen ohne gute Substanz immer wieder zu beobachten ist). Dass die Aktie immer noch extremst unterbewertet ist, ist kaum einem Kleinanleger (und möglicherweise auch einigen Instis nicht) klar.
Der Kleinanleger hört, dass die Aktie tolle Zukunftsaussichten hat. Und er sieht, dass das Unternehmen Verlust macht (Jahreszahlen 2006). Er ist naturgemäß hin und her gerissen. Wie werden die Quartalszahlen ausfallen (falls er überhaupt weis, dass die Veröffentlichung ansteht)?
Dass in dieser Situation die Aktie vor der Veröffentlichung der Zahlen nicht hochgekauft wird, ist gut nachzuvollziehen.
Umso größer könnte allerdings die Überraschung werden, wenn die Zahlen einen Gewinn ausweisen. (Man sollte für den Informationsstand der Kleinanleger keinesfalls von dem Wissen ausgehen, das wir hier im Thread haben. Wenn der Gewinn, wie von uns erwartet, sehr gut ausfällt, wäre sogar aufgrund dieser "völlig überraschenden" Nachricht, eine Kursexplosion nicht ausgeschlossen).
In der beschriebenen Situation fällt es also leicht, mit kleineren, teilweise unlimitierten, Verkäufen den Kurs zu drücken. Dass dies passiert, ist auch ganz klar an den Ticklisten erkennbar. Ich persönlich vermag allerdings keine gesteuerte, massive Einwirkung zu erkennen. Eher habe ich den Eindruck, dass eine größere Zahl von Einzelanlegern unkoordiniert auf fallende Kurse setzt. Und es finden auch Gewinnmitnahmen in größerem Umfang statt. Dass der Kurs unter diesen Gewinnmitnahmen nicht einbricht, sondern sich in etwa stabil hält, zeigt mir, dass hier vorsichtig und überlegt vorgegangen wird - und dass es doch eine Reihe von Anlegern gibt, die den Wert des Unternehmens richtig einschätzen können und bei etwas fallendem Kurs sofort nachkaufen.
Mein vorläufiges Fazit daraus: Ich kann zwar nicht ausschliessen, dass Aktien eingesammelt werden, aber es ist von der Menge her zumindest nicht auffällig. Und insoweit gibt es für mich auch keine klaren Anzeichen für den Versuch einer bevorstehenden Übernahme durch ein anderes Unternehmen.
Obwohl ich mir gut vorstellen könnte, dass ein potenzieller Übernehmer versuchen würde, die BPM-Aktien durch ein Übernahmeangebot für einen Aufschlag von nur 30% über dem derzeitigen Kurs zu bekommen, glaube ich doch nicht, dass er damit Erfolg haben würde. Hier setze ich sehr viel Vertrauen in Ian McDonald. Solange das Management von BPM nicht einknickt und den Aktionären empfiehlt, das Übernahmeangebot anzunehmen, bekommt ein Übernehmer nicht die nötige Anzahl Aktien zusammen für eine feindliche Übernahme. Und Ian steht nicht eben in dem Ruf, seine Unternehmen zu verschenken. In Sprott hat er einen starken Partner (mit vielen Aktien), der ebenfalls nicht an einer Übernahme interessiert sein kann.
Eine Übernahme zu 23 CAD wäre jedenfalls einfach nur ein Verschenken des Unternehmens. Und einen fairen Preis, den ich (in Anbetracht der zu erwartenden Kurssteigerung bis 2009) persönlich bei mindestens 100 CAD ansetzen würde (wenn wir uns an China Molybdenum orientieren wollen, müsste es noch viel mehr sein), den wird derzeit kaum einer bezahlen wollen.
Ganz speziell zu deinem Szenario:
Ein Drücken der Kurses mit Hilfe von Leerverkäufen unmittelbar vor einem Übernahmeangebot erscheint mir etwas zu kurz gedacht. Sobald das Übernahmeangebot veröffentlicht ist, wird der Kurs innerhalb sehr kurzer Zeit (Minuten, allenfalls Stunden) diese 30% bis zum Übernahmepreis gestiegen sein. All die zu niedrigerem Preis leerverkauften Aktien müssten dann sehr viel teuerer zurückgekauft werden. Die leerverkauften Aktien müssten also sinnvollerweise vor Veröffentlichung des Angebotes glattgestellt werden.
Noch viel sinnvoller wäre es gegebenenfalls, zunächst möglichst viele Aktien billig zu erwerben und dann mit dem Verkauf eines Teils dieser Aktien den Kurs zu drücken. Dieses Szenario könnte Sinn machen, in dem Bestreben, den Übernahmepreis unten zu halten und so die Mehrzahl der Aktien billiger erwerben zu können.
Viele Grüsse
chartex
BPM-Fakten-Thread (Bitte Nur zum Lesen!)
http://www.ariva.de/board/281353
- das Sperren dieses Users löst schwere Depressionen bei der Blue Pearl Mannschaft aus -
Hallo xxx,
meine Anmerkungen dazu:
Es besteht in Kanada eine Meldepflicht, wenn ein Anleger mehr als 10% der Aktien eines Unternehmens in Besitz hat. Wer darauf aus ist, diese Meldepflicht zu umgehen, der kann zum Erwerb der Aktien natürlich Strohmänner einsetzen (wobei ich das für rechtlich bedenklich halte). Damit kann die Pflicht zur Veröffentlichung zumindest zeitlich hinausgeschoben werden.
Im Moment herrscht bei den Blue Pearl Anlegern eine gewisse Verunsicherung. Da (mangels Fähigkeiten) kaum einer in der Lage ist, sich ein eigenes und zutreffendes Bild von den Fundamentaldaten des Unternehmens zu machen, wird der vorhergehende steile Anstieg um über 150% als Bedrohung angesehen - der Kurs könnte jederzeit abstürzen (wie dies bei gepushten Unternehmen ohne gute Substanz immer wieder zu beobachten ist). Dass die Aktie immer noch extremst unterbewertet ist, ist kaum einem Kleinanleger (und möglicherweise auch einigen Instis nicht) klar.
Der Kleinanleger hört, dass die Aktie tolle Zukunftsaussichten hat. Und er sieht, dass das Unternehmen Verlust macht (Jahreszahlen 2006). Er ist naturgemäß hin und her gerissen. Wie werden die Quartalszahlen ausfallen (falls er überhaupt weis, dass die Veröffentlichung ansteht)?
Dass in dieser Situation die Aktie vor der Veröffentlichung der Zahlen nicht hochgekauft wird, ist gut nachzuvollziehen.
Umso größer könnte allerdings die Überraschung werden, wenn die Zahlen einen Gewinn ausweisen. (Man sollte für den Informationsstand der Kleinanleger keinesfalls von dem Wissen ausgehen, das wir hier im Thread haben. Wenn der Gewinn, wie von uns erwartet, sehr gut ausfällt, wäre sogar aufgrund dieser "völlig überraschenden" Nachricht, eine Kursexplosion nicht ausgeschlossen).
In der beschriebenen Situation fällt es also leicht, mit kleineren, teilweise unlimitierten, Verkäufen den Kurs zu drücken. Dass dies passiert, ist auch ganz klar an den Ticklisten erkennbar. Ich persönlich vermag allerdings keine gesteuerte, massive Einwirkung zu erkennen. Eher habe ich den Eindruck, dass eine größere Zahl von Einzelanlegern unkoordiniert auf fallende Kurse setzt. Und es finden auch Gewinnmitnahmen in größerem Umfang statt. Dass der Kurs unter diesen Gewinnmitnahmen nicht einbricht, sondern sich in etwa stabil hält, zeigt mir, dass hier vorsichtig und überlegt vorgegangen wird - und dass es doch eine Reihe von Anlegern gibt, die den Wert des Unternehmens richtig einschätzen können und bei etwas fallendem Kurs sofort nachkaufen.
Mein vorläufiges Fazit daraus: Ich kann zwar nicht ausschliessen, dass Aktien eingesammelt werden, aber es ist von der Menge her zumindest nicht auffällig. Und insoweit gibt es für mich auch keine klaren Anzeichen für den Versuch einer bevorstehenden Übernahme durch ein anderes Unternehmen.
Obwohl ich mir gut vorstellen könnte, dass ein potenzieller Übernehmer versuchen würde, die BPM-Aktien durch ein Übernahmeangebot für einen Aufschlag von nur 30% über dem derzeitigen Kurs zu bekommen, glaube ich doch nicht, dass er damit Erfolg haben würde. Hier setze ich sehr viel Vertrauen in Ian McDonald. Solange das Management von BPM nicht einknickt und den Aktionären empfiehlt, das Übernahmeangebot anzunehmen, bekommt ein Übernehmer nicht die nötige Anzahl Aktien zusammen für eine feindliche Übernahme. Und Ian steht nicht eben in dem Ruf, seine Unternehmen zu verschenken. In Sprott hat er einen starken Partner (mit vielen Aktien), der ebenfalls nicht an einer Übernahme interessiert sein kann.
Eine Übernahme zu 23 CAD wäre jedenfalls einfach nur ein Verschenken des Unternehmens. Und einen fairen Preis, den ich (in Anbetracht der zu erwartenden Kurssteigerung bis 2009) persönlich bei mindestens 100 CAD ansetzen würde (wenn wir uns an China Molybdenum orientieren wollen, müsste es noch viel mehr sein), den wird derzeit kaum einer bezahlen wollen.
Ganz speziell zu deinem Szenario:
Ein Drücken der Kurses mit Hilfe von Leerverkäufen unmittelbar vor einem Übernahmeangebot erscheint mir etwas zu kurz gedacht. Sobald das Übernahmeangebot veröffentlicht ist, wird der Kurs innerhalb sehr kurzer Zeit (Minuten, allenfalls Stunden) diese 30% bis zum Übernahmepreis gestiegen sein. All die zu niedrigerem Preis leerverkauften Aktien müssten dann sehr viel teuerer zurückgekauft werden. Die leerverkauften Aktien müssten also sinnvollerweise vor Veröffentlichung des Angebotes glattgestellt werden.
Noch viel sinnvoller wäre es gegebenenfalls, zunächst möglichst viele Aktien billig zu erwerben und dann mit dem Verkauf eines Teils dieser Aktien den Kurs zu drücken. Dieses Szenario könnte Sinn machen, in dem Bestreben, den Übernahmepreis unten zu halten und so die Mehrzahl der Aktien billiger erwerben zu können.
Viele Grüsse
chartex
BPM-Fakten-Thread (Bitte Nur zum Lesen!)
http://www.ariva.de/board/281353
- das Sperren dieses Users löst schwere Depressionen bei der Blue Pearl Mannschaft aus -