Was aber, wenn die Ausländer keine Lust mehr haben, ein erhebliches Währungsrisiko einzugehen, um mit 2,7 Prozent abgespeist zu werden? Dann würde der Dollar vermutlich rasch abwerten, zumal den offiziellen Dollar-Aufkäufern wie China oder einigen Ölländern langsam die Luft ausgehen dürfte, da ihnen ihrerseits die Exporterlöse wegbrechen. Da die Ausländer aber mehr als die Hälfte der ausstehenden US-Staatsanleihen halten, könnte eine Abwertung des Dollar bald große Nervosität auslösen. Das wäre insbesondere dann der Fall, wenn die Furcht umginge, dass die Fed mit frischem Zentralbankgeld einspringen würde, falls Ausländer ihre Treasury-Positionen abstoßen. Das würde zwar den US-Anleihenmarkt stabilisieren, wobei niedrige Marktzinsen inzwischen ja fast das ausdrücklich erklärte Ziel der Fed sind. Aber es liefe auch auf eine neuerliche erhebliche Ausweitung des Dollar-Angebots hinaus - und würde den Abwertungsdruck noch verstärken.
So muss es nicht sofort kommen, weil die USA aus irgendwelchen Gründen noch als sicherer Hafen gelten. Doch eine Flucht aus US-Staatsanleihen samt Dollar-Krise ist eines der größten Risiken über die kommenden Jahre (das andere ist der ungewisse Ausgang des keynesianischen Experiments). Dass in den USA die Schulden von Staat, Firmen, Verbrauchern und Finanzsektor im dritten Quartal auf 49.883 Mrd. $ gestiegen sind, ist ebenso beunruhigend wie der Umstand, dass Verbraucher und Firmen trotz sinkender Investitionen noch Finanzierungsdefizite aufweisen.
www.ftde.de/boersen_maerkte/aktien/...s-vermasseln/450588.html
So muss es nicht sofort kommen, weil die USA aus irgendwelchen Gründen noch als sicherer Hafen gelten. Doch eine Flucht aus US-Staatsanleihen samt Dollar-Krise ist eines der größten Risiken über die kommenden Jahre (das andere ist der ungewisse Ausgang des keynesianischen Experiments). Dass in den USA die Schulden von Staat, Firmen, Verbrauchern und Finanzsektor im dritten Quartal auf 49.883 Mrd. $ gestiegen sind, ist ebenso beunruhigend wie der Umstand, dass Verbraucher und Firmen trotz sinkender Investitionen noch Finanzierungsdefizite aufweisen.
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