Der Staat tritt als riesige Einlagensicherung auf in der Erwartung, nicht in die Pflicht genommen zu werden. Er gibt einen Überbrückungskredit, der formal durch die Geldhoheit, inhaltlich durch die Wirtschaftsleistung gedeckt ist. Driftet die Wirtschaftsleistung aber weiter weg, kann also kein Boom ausgelöst werden, wird auch der Überbrückungskredit fällig: Es muss Geld gedruckt werden.
Ein isolierterer US-Boom wäre nur kurzfristig durch eine neue Runde der Kreditausdehnung zu machen, selbst das dürfte inzwischen schwer fallen. Sollte Obama in dieser Manier weiter machen, dürfte Faber Recht behalten.
Für einen weltweiten Boom sehe ich derzeit keine Grundlage. Das systemische Geld wird gegenwärtig in großem Ausmaß freigesetzt, weil die Bank-Cluster vorübergehend durch den staatlichen Schutz wieder effektiver kooperieren. Es wird spekulativ in den Boom investiert, der dann nicht kommt, also in den jetzigen Aktienboom, der angeblich vorwegläuft.
Oder Obama riskiert eine verwegene Politik eines echten New-Deals in riesigem Umfang, der allen arbeitenden US-Bürgern sofort und direkt zu sehr viel mehr Geld verhilft, das Banken- und Kreditsystem dadurch von untern her stabilisiert und oben entsprechend wieder die FED-Liquidität abzieht. Ob das machbar ist? Es wäre m.E. die einzige Chance, man wird bald erkennen, ob sie angesteuert wird.
Inflation und Dollar-Abwertung wären dabei Mittel der inneren und äußeren Entschuldung und Vermögensumverteilung etc., manche Folgen könnten durch Kapitalzuflüsse und Exportleistungen ausgeglichen werden. Dieser New Deal ginge schwer zu Lasten der in- und ausländischen Gläubiger und müsste daher politisch sehr sorgfältig durchgeführt werden.
Ob dieses Modell aussteuerbar wäre und auch durch große Aktiencrashs (Bondscrash sowieso) hindurch muss, ist mir unklar. Sollte es konsistent wirken, könnte es zumindest zunächst einen weiteren Aktienboom auslösen.
#34065 von Maiko07
ist zum Thema Liquidität etc. unbedingt lesenswert. Zum Thema Gold und Hyperinflation nur so viel: Die Städterinnen trugen damals inflatorische Mengen Gold zu den Bauern für Hühner, Kartoffeln - die sind dann eher das wahre Geld...
Ein isolierterer US-Boom wäre nur kurzfristig durch eine neue Runde der Kreditausdehnung zu machen, selbst das dürfte inzwischen schwer fallen. Sollte Obama in dieser Manier weiter machen, dürfte Faber Recht behalten.
Für einen weltweiten Boom sehe ich derzeit keine Grundlage. Das systemische Geld wird gegenwärtig in großem Ausmaß freigesetzt, weil die Bank-Cluster vorübergehend durch den staatlichen Schutz wieder effektiver kooperieren. Es wird spekulativ in den Boom investiert, der dann nicht kommt, also in den jetzigen Aktienboom, der angeblich vorwegläuft.
Oder Obama riskiert eine verwegene Politik eines echten New-Deals in riesigem Umfang, der allen arbeitenden US-Bürgern sofort und direkt zu sehr viel mehr Geld verhilft, das Banken- und Kreditsystem dadurch von untern her stabilisiert und oben entsprechend wieder die FED-Liquidität abzieht. Ob das machbar ist? Es wäre m.E. die einzige Chance, man wird bald erkennen, ob sie angesteuert wird.
Inflation und Dollar-Abwertung wären dabei Mittel der inneren und äußeren Entschuldung und Vermögensumverteilung etc., manche Folgen könnten durch Kapitalzuflüsse und Exportleistungen ausgeglichen werden. Dieser New Deal ginge schwer zu Lasten der in- und ausländischen Gläubiger und müsste daher politisch sehr sorgfältig durchgeführt werden.
Ob dieses Modell aussteuerbar wäre und auch durch große Aktiencrashs (Bondscrash sowieso) hindurch muss, ist mir unklar. Sollte es konsistent wirken, könnte es zumindest zunächst einen weiteren Aktienboom auslösen.
#34065 von Maiko07
ist zum Thema Liquidität etc. unbedingt lesenswert. Zum Thema Gold und Hyperinflation nur so viel: Die Städterinnen trugen damals inflatorische Mengen Gold zu den Bauern für Hühner, Kartoffeln - die sind dann eher das wahre Geld...