Was spricht für weiter fallenden Kurs:
* Der Trend spricht gegen Lanxess und läuft seit 2 Jahren klar nach unten
* Auch wenn ein Kurs in solch einem Umfeld rein fundamental unterbewertet ist, läuft ein Kurs meist weiter nach unten, da bestimmte Faktoren zu Übertreibungen führt: Trendfolger, Leerverkäufer suchen diese angeschlagenen Aktien wie Wölfe ein angeschossenes Reh. Fallendes Messer!
* Bis Ende 2016 werden 1000 Stellen weltweit wegen Überkapazitäten und fallender Preise im synthetischen Kautschukmarkt abgebaut und diese verursachen alleine in diesem Jahr zu Kosten von 100 Millionen . Für 2015 und 2016 müssen nochmal insg. 50 Millionen für den Sozialplan der entlassenen Mitarbeiter aufgebracht werden. Deshalb wird man Q4 2014 lt. CEO knapp in den roten Zahlen landen.
Was spricht für Trendumkehr bei Lanxess nach über 2 Jahren Kursrutsch:
* Das Ergebnis vor Steuern (Ebitda) wurde um zwölf Prozent auf 210 Millionen Euro ausgebaut. Der Gewinn nach Steuern verdreifachte sich im dritten Quartal von 11 auf 35 Millionen. Lanxess ist dabei seine Hausaufgaben zu machen und die Einsparungen haben bereits in Q3 erste Früchte getragen.
* Bei Veröffentlichung der Q3-Zahlen wurden knallharte Einschnitte fürs Unternehmen bekannt gegeben, dessen Kosten für viele Anleger mit Verkauf der Aktie quittiert wurde. Gleichzeitig wurde der Sparkurs von neuen Anlegern genutzt um ins Papier einzusteigen. Ab 2017 werden jährlich 150 Millionen eingespart und trägt damit zu einer viel besseren Wettbewerbsfähigkeit bei.
* Eine charttechnische Trendumkehr ist i.d.R. lange vor der Ergebnisverbesserung zu erkennen. Meist läuft der Kurs dem Ergebnis 6-9 Monate voraus. Die Neuausrichtung ist die Zäsur für die Aktie. Jede Aktie läuft in einem Zyklus.In den letzten 2 Jahren haben sich die Pessimisten von der Aktie verabschiedet und Anleger mit Phantasie sind ins Papier eingestiegen. Nach meiner Spekulation war die Zäsur der Wendepunkt in der Aktie. Selbstverständlich kann niemand den genauen Zeitpunkt vorhersagen. Das es im vorliegenden Fall so sein könnte sind meine Gedanken. PROBLEM ERKANNT / LÖSUNGEN / UMSETZUNG. Lanxess befindet sich in der 3 Phase des Problems. Sollte der Markt mir unrecht geben, sind starke Widerstände um 33-36 vorhanden. Die werden nach meiner Überzeugung nicht annähernd getestet werden, da trotz Ukraine-, Südeuropa-, Bankenkrise, Ebola u.ä. der Gesamtmarkt durch die Zentralbanken der gesamten Welt mit Rekordniedrigzinsen und inflationärer Geldschwemme ein Anlagenotstand vorliegt, der zwangsläufig in Aktien fließen wird. Im kommenden Jahr spekuliere ich deshalb auf einen Daxstand von 11.000-12000 Punkte, die relativ schnell erreicht werden können. Sollten die von den Zentralbanken gewünschten Effekte erreicht werden, muß man in der Phase langsam seine Aktienquote abbauen. Der Hype wird in der Euphorie platzen. Wie aufgescheuchte Hühner werden da viele aktienunerfahrene ihre Sparguthaben in die vermeintlich nicht enden wollende Aufwärtsphase ebenfalls partizipieren. Momentan bin ich mit 70 % in Aktien und OS investiert. Bei Dax über 11000 Punkte - je nach Stimmungslage - vielleicht nur noch bei 30 %.
Psychologisch, charttechnisch in Kombination mit den Aussagen/Ankündigung des Vorstandsvorsitzenden Zachert, sowie fundamental(Q3-Zahlen) sehe ich hier mehr Chancen als Risiken in der Aktie
(Verkleinert auf 64%)

