Konjunkturpessimismus wächst


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tom68:

Konjunkturpessimismus wächst

 
21.05.01 17:18
Nur knapp sechs Wochen nach ihrem Frühjahrsgutachten denken die sechs führenden Institute für Wirtschafts- forschung über eine erneute Absenkung ihrer Wachstumsprognosen nach.


Die Vorhersagen könnten aus heutiger Sicht nochmals geringer ausfallen als im April. Dies geht aus einer Umfrage der „Berliner Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) hervor. Zur Stützung der Konjunktur empfehlen die Wirtschaftsforscher der Bundesregierung weitere Entlastungen bei den Steuern und den Sozialabgaben. In ihrem damals veröffentlichten Gutachten hatten die Institute ihre Herbstprognose für 2001 von 2,7 Prozent Wachstum auf 2,1 Prozent heruntergeschraubt. Für 2002 wird mit einem realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,2 Prozent gerechnet.

Konjunkturelle Entwicklung etwas ungünstiger
„Die Zahlen würden heute etwas geringer ausfallen als in dem Frühjahrsgutachten“, zitiert die Zeitung einen Ökonomen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). „Die konjunkturelle Entwicklung wird sich in unserer nächsten Prognose zur Jahresmitte möglicherweise etwas ungünstiger darstellen“, ergänzte eine Expertin vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung.

„Die Gesamtbelastung ist immer noch viel zu hoch“, zitiert die „Berliner Zeitung“ einen Ökonomen des ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung. Nach Meinung der Experten könnten niedrigere Steuersätze auf mittlere Sicht zu einem höheren Steueraufkommen führen. Außerdem gäben Steuersenkungen Investitionsanreize und führten damit zu zusätzlicher Beschäftigung sowie steigendem Wirtschaftswachstum.
(dpa)

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