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Koeln. Rückversicherung Warren Buffett räumt auf


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gvz1:

Koeln. Rückversicherung Warren Buffett räumt auf

 
21.07.04 08:01
Kölnische Rück  842202 senkt Aktienquote auf null
Von Herbert Fromme, Köln

Die zur Gen Re gehörende Kölnische Rückversicherung wird 2004 verlustbringendes Geschäftsparten aufgeben. Auch an der Kostenschraube hat Gen-Re-Chef kräftig gedreht.


Der Rückgang der Prämieneinnahmen soll im Schaden- und Unfallgeschäft rund 20 Prozent betragen, sagte Vorstandschef Peter Lütke-Bornefeld vor Journalisten. 2003 waren die Beiträge bereits um 20 Prozent reduziert worden. Trotz der selektiveren Annahmepolitik musste das Unternehmen für 2003 einen versicherungstechnischen Verlust in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung melden. Altlasten aus den Jahren 1997 bis 2001 wirkten sich deutlich negativ aus. Unter dem Strich blieb aber ein Gewinn von 211 Mio. Euro, 2002 erlitt die Gruppe einen Verlust von 239 Mio. Euro.

Die Kölnische Rück gehört seit 1994 zum US-Rückversicherer Gen Re und damit zu Berkshire Hathaway, der Gruppe des legendären Investors Warren Buffett. Buffett und Gen-Re-Chef Joseph Brandon haben den drittgrößten Rückversicherer der Welt in den letzten Jahren brachial auf Gewinnkurs getrimmt. Hauptmittel ist die rasche Trennung von Geschäft, das die Gen Re langfristig für nicht profitabel hält. Dank der unangefochtenen Kapitalkraft von Berkshire Hathaway ist die Gen Re der einzige große Rückversicherer, der noch die erstklassige Beurteilung von "AAA" durch die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat.



IT-Abteilungen gestützt


Auch an der Kostenschraube hat Brandon kräftig gedreht. Die IT-Abteilungen wurden zusammengestutzt und Dienstleistungen außer Haus gegeben, allein in Köln mussten 50 Mitarbeiter gehen. "Das gab den ersten Sozialplan überhaupt in der Geschichte der Kölnischen Rück", sagte Lütke-Bornefeld. Die 2003 eingeführte alleinige Nutzung des Markennamens Gen Re statt vorher General Cologne Re passt in das Umfeld. "Es macht keinen Sinn, Ressourcen doppelt vorzuhalten", sagte Lütke-Bornefeld. "Es gibt sicher einen Evolutionsprozess zu einer eher amerikanischen Gesellschaft." Bisher hält die Gen Re 89 Prozent an der Kölnischen Rück. Firmenstruktur und Name, der im Marktauftritt allerdings keine Rolle mehr spielt, würden beibehalten, "selbst wenn die Gen Re einmal 100 Prozent der Aktien halten sollte".


Die Kölnische Rück macht rund die Hälfte des Umsatzes des Gen-Re-Konzerns aus. Im Jahr 2003 nahm sie insgesamt 3,69 Mrd. Euro an Prämien von den Erstversicherern ein, ein Minus von 16,3 Prozent. Davon entfielen 2,20 Mrd. Euro auf die Lebens- und Kranken-Rückversicherung, ein Rückgang um 13,6 Prozent - 9,8 Punkte als Resultat von Währungskursschwankungen.



Stillegung der Tochter


Im Schaden- und Unfallgeschäft beliefen sich die Prämieneinnahmen auf 1,49 Mrd. Euro. Das sind 20 Prozent weniger als 2002, davon 5,7 Punkte währungsbedingt. Zum Teil geht das auf die Stilllegung der Tochter Europa Re zurück, zum Teil auf höhere Ansprüche an das Geschäft, das die Kölnische Rück übernahm.


Schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen operativ nur in Leben und Kranken. In Schaden und Unfall beliefen sich Schadenaufwand und Kosten zusammen auf 107,5 Prozent der Beitragseinnahmen. Die so genannte Combined Ratio ist die zentrale Messgröße für die Branche.


Das ist zwar deutlich besser als die 120,8 Prozent des Vorjahres, aber immer noch sehr viel schlechter als Marktführer Münchener Rück mit 96,7 Prozent. "Es gab Nachreservierungsbedarf wegen Spätschadenmeldungen", sagte Lütke-Bornefeld. "Haftpflicht- und Transportdeckungen waren die Sorgenkinder." Der Konzern wurde von einer Gesetzesänderung im Schadensersatzrecht in Frankreich genauso getroffen wie von Forderungen aus der Berufshaftpflicht. Sie alle beruhen auf Verträgen aus den Jahren 1997 bis 2001, als offensichtlich Risiken unter Preis hereingenommen wurden. Auf 2003 begrenzt sei die Combined Ratio mit 98,8 Prozent gut ausgefallen, sagte er.


Die Aktienquote von null Prozent der Kapitalanlagen werde "erst einmal so beibehalten". Zurzeit lege das Unternehmen viel Geld kurzfristig an, um von einer Zinswende nicht überrascht zu werden. Die Kapitalerträge fielen 2003 mit 413 Mio. Euro statt 188 Mio. Euro positiver aus. Vor wenigen Jahren legte die Kölnische Rück noch 15 Prozent in Aktien an, Ende 2003 waren es nur noch drei Prozent.

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gvz1:

Halbjahreszahlen

 
25.08.04 10:57
Kölnische Rück senkt im 1. Hj Schaden/Kosten-Quote auf 99,4%


KÖLN (Dow Jones-VWD)--Die Kölnische Rückversicherungsgesellschaft AG (GenRe), Köln, hat ihr versicherungstechnisches Ergebnis im 1. Halbjahr verbessert. Die Schaden/Kosten-Quote sank auf 99,4% (Vorjahr: 101,7%).
Hierzu hätten eine erfolgreiche Erneuerung und ein bisher erwartungsgemäßer Schadenverlauf in der Schaden- und Unfallversicherung sowie gute Ergebnisse in der Lebens- und Krankenversicherung beigetragen, teilte der Rückversicherer am Dienstag ad hoc mit. Die Schaden/Kosten-Quote in der Schaden- und Unfallversicherung betrug 100,5% (104,2%) und in der Lebens-und Krankenversicherung 98,6% (99,7%).

Die Bruttoprämien in der Gruppe beliefen sich auf 1,691 Mrd EUR, die Nettoprämien auf 1,301 (1,503) Mrd EUR. Infolge eines niedrigeren Ergebnisbeitrags aus Kapitalanlagen betrug das Gesamtergebnis rund 150 (200) Mio EUR. Das Ergebnis nach Steuern lag bei rund 100 Mio EUR, wie die Kölnische Rück weiter mitteilte.

Das laufende Anlageergebnis der ersten sechs Monate sank den Angaben zufolge auf 137,1 Mio EUR. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert von 162 Mio EUR resultiere aus gesunkenen Marktzinsen, niedrigeren Zinserträgen infolge der Verkürzung der durchschnittlichen Laufzeit der festverzinslichen Wertpapiere und der Stärkung des Euro gegenüber dem Dollar, hieß es.


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klecks1:

News

 
25.08.04 11:14
Lufthansa erholt

Die Aktien der Lufthansa profitieren von den rückläufigen Ölpreisen. Dagegen droht dem Unternehmen von anderer Seite Ungemach. Die Lufthansa und andere europäische Fluggesellschaften hoffen auf staatliche Unterstützung bei der Übernahme von Terrorrisiken. "Ohne Staatshaftung besteht die Möglichkeit, dass der Flugverkehr eingestellt werden muss, wenn die Versicherer wie angekündigt ihre Terrordeckung kündigen", sagte der Versicherungschef der Fluggesellschaft, Ralf Oelßner, der "Financial Times Deutschland". Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück hatte laut der Finanzzeitung angekündigt, bestimmte Terrorrisiken nicht mehr abdecken zu wollen.

MLP überrascht positiv

Der Finanzdienstleister MLP hat im zweiten Quartal das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 16,2 Millionen Euro gesteigert. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten nur mit 14,3 Millionen Euro gerechnet. Die Gesamterträge stiegen etwas weniger stark als erwartet um zwölf Prozent auf 138,5 Millionen Euro. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr gab MLP zunächst nicht. Immerhin rechnet das Unternehmen im zweiten Halbjahr aber mit einem nachhaltigen Wachstumstrend.

Probleme für die HVB

Die Aktionäre der Vereins- und Westbank (VuW) haben eine Klage gegen die geplante Zwangsabfindung durch die VuW-Mutter HypoVereinsbank (HVB) eingereicht. Inzwischen seien der Vereins- und Westbank mehrere Anfechtungsklagen zugestellt worden, berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Damit könnte sich die Verschmelzung der Hamburger Tochter laut der Zeitung um Jahre verzögern.

MorphoSys erringt Erfolg

Centocor, eine Tochter des amerikanischen Johnson & Johnson-Konzerns, wird auch weiterhin eine Lizenz für bestimmte therapeutische Antikörper des Biotechnologieunternehmens MorphoSys nutzen. Dafür erhält das Unternehmen eine Lizenzzahlung von Centocor.

Fusion im SDax?
Die beiden Chip-Händler ACG und ce consumer planen nach einem Bericht des Börsenbriefs "Prior Börse" eine Fusion. Die beiden SDax-Mitglieder wollten sich noch im laufenden Jahr durch einen Aktientausch zusammen schließen. Beide Unternehmen befänden sich in einer finanziell angespannten Situation. Sprecher beider Unternehmen wollten sich nicht zu dem Bericht äußern.

Notenbankchefs bleiben zuversichtlich
Nach dem Börsenschluss in den USA wurden die schriftlichen Antworten des Präsidenten der US-Notenbank, Alan Greenspan, auf Fragen von Mitgliedern des Bankenausschusses des Senats veröffentlicht. Danach wächst die Weltwirtschaft derzeit, aber einige Länder wie beispielsweise Japan könnten angesichts der hohen Ölpreise Probleme bekommen. "In jeder größeren Region hat das Wachstum verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2003 zugenommen, und jüngste Daten deuten darauf hin, dass ausländische Volkswirtschaften sich weiterhin günstig entwickeln", hieß es in Greenspans Antworten.

Ähnlich optimistisch ist auch Greenspans Kollege von der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet. Der Notenbanker hält es nicht für nötig, wegen der hohen Ölpreise die Wachstumsprognosen für die Euro-Zone zurück zu nehmen. Die Situation sei aber nicht vergleichbar mit den Energiekrisen der 70er und 80er Jahre. Der Anstieg der Preise sei viel geringer und die Volkswirtschaften seien weitaus besser gegen stark schwankende Ölpreise gewappnet, sagte Trichet am Mittwoch in einem RTL-Hörfunkinterview.


klecks
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