Kirch: "Murdoch ist ein Haifisch"


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sir charles:

Kirch: "Murdoch ist ein Haifisch"

 
25.02.02 11:37
Kirch: "Murdoch ist ein Haifisch"

Hamburg - Der Münchner Medienhändler Leo Kirch will auch angesichts der schweren Krise seines Unternehmens nicht als "Zocker" gelten. "Ich war nie ein Spieler, sondern allenfalls ein Unternehmer mit Sportsgeist", sagte der 75-jährige Firmengründer in einem am Samstag vorab veröffentlichtem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Ihn habe kein "Größenwahn" geleitet, "sondern die Idee, maximales Eigentum zu erwerben, um Maximales zu bewegen." Die Krise seines Konzerns nehme er ernst. Kirchs Geschäftsführer Dieter Hahn bezifferte im "Spiegel" die Schulden des Unternehmens auf "exakt 6,5 Milliarden" Euro (89,4 Mrd. S).

„Die Knochen wird Murdoch mir schon lassen“

Der als äußerst öffentlichkeitsscheu geltende Kirch verteidigte auch seine Entscheidung, den US-australischen Medienunternehmer Rupert Murdoch zum Mit-Gesellschafter seines Bezahlfernsehens Premiere zu machen. "Das brachte uns seinerzeit viel Geld und viel Wissen ein", sagte der Medienhändler. Er räumte aber ein, dass es ein Risiko gewesen sei, Murdoch weitgehende Rückkaufsrechte einzuräumen. "Murdoch ist ein Haifisch", sagte Kirch. Murdoch besitzt eine Ausstiegsoption für seinen Anteil an Premiere. Er kann sich ab dem 1. Oktober aus dem Engagement zurückziehen und dann von Kirch eine Milliardensumme verlangen. Auf die Frage, ob Murdoch ihn um sein Lebenswerk bringen wolle, sagte Kirch: "Dann frisst er mich eben. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. Die Knochen wird auch Murdoch mir schon lassen."

Hauptsorgenkind Premiere

Geschäftsführer Hahn kündigte vor dem Hintergrund der immensen Schuldenlast an, dass bis Ende Juni "eine stabile Kapitalstruktur" stehen müsse. Hauptsorgenkind sei Premiere: "Unser enormer Kapitalbedarf dort hat eine Größenordnung erreicht, die nicht mit mehr von einem einzelnen Unternehmer ohne stabile Partner realisiert werden kann", sagte Hahn. Zu der am Freitag verschobenen Fusion zwischen den Konzerntöchtern KirchMedia und ProSiebenSat.1 sagte er, ein solcher Zusammenschluss sei "nur unter klaren Prämissen machbar."


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borgling:

Das ist genau so, wie am Neuen Markt!

 
25.02.02 11:57
Alles "Unternehmer mit Sportsgeist": Sie bringen ihr Unternehmen an die Börse um ihren "Sportsgeist" erst einmal mit einem 100.000€ Sprtwagen zu unterschtreichen. Legen dann ein sportliche Cashburn-Rate hin zum dann schlußendlich einen rasenden Abgang zu machen.

Gruß

p.s.
"Dann frisst er mich eben. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen. Die Knochen wird auch Murdoch mir schon lassen."  
Leo Wird's wohl überleben können, mit seinem beiseite geschafften Vermögen, doch seine Belegschaft scheint ihm ja recht gleichgültig zu sein.



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sir charles:

Finanziel hat er sicher ausgesorgt, und warum

 
25.02.02 12:00
sollte er sich denn um sein Personal sorgen machen, die Haffa - Gang habens
ja auch so gemacht.

Übrigens Borgling, du könntes dir ja den Ferrari borgen "ggggg"
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BizzBabe:

Geld ist ja nicht alles!

 
25.02.02 12:18
Macht ist auch ganz schön - und das wird Leo hart ankommen, den Status als DIE graue Eminenz der deutschern medienlandschaft zu verlieren . . . Stellt euch vor: keine bibelfilme mehr auf Sat 1, kein Pater Anselm in der Bildzeitung etc. - wer wird sich künftig um unser Seelenheil sorgen, wenns der heilige Leo nicht mehr tut?
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borgling:

Im Porträt: Leo Kirch

 
25.02.02 12:23
Kirch: Murdoch ist ein Haifisch 589380

Der große Zampano der
Film- und Medienbranche


Der Mann ist gefürchtet und wird bewundert. Als deutscher Unternehmer in der Medienbranche gilt Leo Kirch als Angreifer und Visionär. Einen einfachen Betrieb für Fernsehrechte baute der gebürtige Würzburger zu einem Medienimperium auf, das mit denen der Global Player Berlusconi, Malone, Murdoch und Callahan konkurriert.

von Sabine Teller, 07.02.2002

Machtvoll, verschwiegen und umtriebig verhielt sich Kirch jahrzehntelang. Schon nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre hatte der konservative Franke erkannt, dass sich mit dem Fernsehen Geld verdienen lässt. Über 50 Firmen gründete der Medienzar also und versammelte sie unter dem Dach der Taurus-Holding.  
 
    Der Anfang: La Strada
     Angefangen hat die Firmengeschichte der Kirch-Gruppe 1956. Damals erwarb Kirch die Rechte an Federico Fellinis legendärem Film »La Strada«, der ein Welterfolg wurde und die finanzielle Grundlage für das Kirch-Imperium schuf.  
 
    Und dann wurde expandiert: Im Filmhandel schaffte sich Kirch über Rechteverträge mit großen Hollywood-Studios und anderen Filmproduzenten eine zeitweise fast unangreifbare Position als Inhaltelieferant für die deutschen TV-Sender. Er stieg beim Axel-Springer-Verlag ein, übernahm eine Nachrichtenagentur und investierte ins Privatfernsehen. Für seine Sendefamilie, die heute aus SAT 1, Pro Sieben, Kabel 1 und dem Nachrichtenkanal N 24 besteht, ließ er neue Sende-Technologien entwickeln und begab sich in das risikoreiche Geschäft mit dem Bezahlfernsehen.
 
    Druck vom Neuen Markt
     Doch dann kam die Konkurrenz. Firmen am neuen Markt machten Druck. Das Internetgeschäft weitete sich aus. Neue Wettbewerber wetteiferten mit dem Patron am Dienstsitz Ismaning um lukrative Filmrechte-Pakete und trieben die Preise hoch. Das nötigte Kirch immer größere Investitionssummen und den Börsengang ab, neue Geldquellen waren nötig.
 
    So ging Leo Kirch in den vergangenen Jahren daran, gegen riesige Summen fremde Investoren an seinen Firmen zu beteiligen, wenn auch meist nur mit kleinen Anteilen - etwa seinen italienischen Freund Silvio Berlusconi, den arabischen Prinzen Al Wahlid oder den austro-amerikanischen Medien-Tycoon Rupert Murdoch. Die Praktiken wurden härter und das Mediengewerbe zum kommerzialisierten Geschäft. Gerade der Handel mit Sportrechten löste eine heftige Debatte um den Zugang zum »Volksgut Fußball« aus und stempelte ihn zum »Spielverderber«.
 
 Kirch ist seit 46 Jahren verheiratet und hat einen Sohn. 1996 wurde er in Cannes als die herausragendste Persönlichkeit der audiovisuellen Medien der letzten vierzig Jahre geehrt.

Bin mal gespannt ob er auch als solcher in die Geschichte engeht oder wie Schneider endet!

Gruß
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borgling:

800 Mio Schadensersatzklage gegen Breuer geplant!

 
25.02.02 15:06
...
Wegen der Äußerungen von Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer zur Kreditwürdigkeit von Kirch plant die Gruppe nach Informationen von "Focus" neben einer Schadenersatzklage über 800 Mio. Euro auch eine Beschwerde bei der Bankenaufsicht.
...

Adresse:
www.n-tv.de/2945722.html

So kommt man auch zu Geld!

Gruß
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