Scheiße gelaufen ! - Peinlich, peinlich:
Satire-Aktion bringt FDP in Verlegenheit
Der FDP-Kreisvorsitzende im thüringischen Eisenach, Klaus Schneider, sieht sich durch eine Aktion des Satiremagazins "Titanic" in ein falsches Licht gerückt. "Titanic"- Chefredakteur Martin Sonneborn und mehrere Mitarbeiter hatten sich in Eisenach als Junge Liberale ausgegeben und mit antisemitischen Plakaten für die FDP geworben. Schneider traf auf die Gruppe und schüttelte Sonneborn vor einem Fotografen die Hand.
Schneider sagte der dpa, er sei den "Burschen auf den Leim gegangen und überrumpelt worden". Die Jungen Liberalen Thüringens wollen Anzeige gegen die "Titanic" erstatten, wie ihr Sprecher Andreas Ludwig ankündigte.
"Friedman in die Heimat zurückschicken?"
Die "Titanic"-Mitarbeiter hatten am Donnerstag als angebliche Jungliberale vor einem "Guidomobil" getarnten VW-Golf einen FDP-Stand aufgebaut und den Passanten unter anderem Eierlikör ("18 plus x Prozent") angeboten. Sie fragten Passanten, ob der Vizepräsident des Zentralrates der Juden, Michel Friedman, in die "Heimat zurückgeschickt" werden solle.
"Deutsche Wehrt Euch! Wählt FDP!"
Sie postierten sich mit drei vorgeblichen FDP-Plakaten, die es in sich hatten. "Deutsche Wehrt Euch! Wählt FDP!", war auf einem zu lesen. Auf einem anderen war Friedman mit einem roten Kreuz (Aufschrift: "Gib endlich Friedman!") über dem Mund abgebildet. Die antisemitische Parole lautete: "FDP - Judenfrei und Spaß dabei!". Ein drittes Plakat zeigt den ehemaligen Porno-Darsteller und derzeitigen Bundestagskandidaten Peter Bond in eindeutiger Stellung mit einer nackten Cornelia Pieper und warb mit dem Slogan: "FDP - Die (liberale) SpaSSpartei!".
"Das ist Verpackung, das gehört dazu"
In Eisenach besuchte Klaus Schneider den Stand und erklärte den vermeintlichen Liberalen, dass Möllemanns Einsatz der FDP in Thüringen Stimmen bringe, und ließ sich vor der Kulisse beim Händeschütteln fotografieren. Schneider kommentierte das "Friedman-Plakat" nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" mit den Worten: "Das ist Verpackung, das gehört dazu."
"Plakate nicht richtig wahrgenommen"
Der dpa sagte er jetzt, er habe die Plakate, vor allem das mit Friedman, in der Hektik nicht richtig wahrgenommen. Erst später sei ihm durch Anrufe und Zeitungsberichte klar geworden, dass er Bauernfängern aufgesessen sei. Er wolle, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Unterstützung erhielt er von FDP-Landeschef. Andreas Kniepert sagte, Schneider sei bewusst "geleimt" worden. (sa/dpa)
Satire-Aktion bringt FDP in Verlegenheit
Der FDP-Kreisvorsitzende im thüringischen Eisenach, Klaus Schneider, sieht sich durch eine Aktion des Satiremagazins "Titanic" in ein falsches Licht gerückt. "Titanic"- Chefredakteur Martin Sonneborn und mehrere Mitarbeiter hatten sich in Eisenach als Junge Liberale ausgegeben und mit antisemitischen Plakaten für die FDP geworben. Schneider traf auf die Gruppe und schüttelte Sonneborn vor einem Fotografen die Hand.
Schneider sagte der dpa, er sei den "Burschen auf den Leim gegangen und überrumpelt worden". Die Jungen Liberalen Thüringens wollen Anzeige gegen die "Titanic" erstatten, wie ihr Sprecher Andreas Ludwig ankündigte.
"Friedman in die Heimat zurückschicken?"
Die "Titanic"-Mitarbeiter hatten am Donnerstag als angebliche Jungliberale vor einem "Guidomobil" getarnten VW-Golf einen FDP-Stand aufgebaut und den Passanten unter anderem Eierlikör ("18 plus x Prozent") angeboten. Sie fragten Passanten, ob der Vizepräsident des Zentralrates der Juden, Michel Friedman, in die "Heimat zurückgeschickt" werden solle.
"Deutsche Wehrt Euch! Wählt FDP!"
Sie postierten sich mit drei vorgeblichen FDP-Plakaten, die es in sich hatten. "Deutsche Wehrt Euch! Wählt FDP!", war auf einem zu lesen. Auf einem anderen war Friedman mit einem roten Kreuz (Aufschrift: "Gib endlich Friedman!") über dem Mund abgebildet. Die antisemitische Parole lautete: "FDP - Judenfrei und Spaß dabei!". Ein drittes Plakat zeigt den ehemaligen Porno-Darsteller und derzeitigen Bundestagskandidaten Peter Bond in eindeutiger Stellung mit einer nackten Cornelia Pieper und warb mit dem Slogan: "FDP - Die (liberale) SpaSSpartei!".
"Das ist Verpackung, das gehört dazu"
In Eisenach besuchte Klaus Schneider den Stand und erklärte den vermeintlichen Liberalen, dass Möllemanns Einsatz der FDP in Thüringen Stimmen bringe, und ließ sich vor der Kulisse beim Händeschütteln fotografieren. Schneider kommentierte das "Friedman-Plakat" nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" mit den Worten: "Das ist Verpackung, das gehört dazu."
"Plakate nicht richtig wahrgenommen"
Der dpa sagte er jetzt, er habe die Plakate, vor allem das mit Friedman, in der Hektik nicht richtig wahrgenommen. Erst später sei ihm durch Anrufe und Zeitungsberichte klar geworden, dass er Bauernfängern aufgesessen sei. Er wolle, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Unterstützung erhielt er von FDP-Landeschef. Andreas Kniepert sagte, Schneider sei bewusst "geleimt" worden. (sa/dpa)