Ich glaube nicht, dass alle administrativen Kosten der Instandhaltung in den Kosten der Verwaltung enthalten sind. Ein Bauleiter, oder im Büro mit der Disposition seiner Mitarbeiter beschäftigte Handwerksmeister wird mit ziemlicher Sicherheit über die Position Instandhaltung abgerechnet werden. Ggf. auch anteilige Personalverwaltungskosten...
Und wie bereits erwähnt, werden oft die Einsparpotientail durch den möglichen Masseneinkauf, wie bei Deinem Beispiel mit den Tiefladern Farbe, durch das "Drumherum" aufgefressen.
Um bei Deinem (wenn auch sicherlich nicht als tatsächlich in der Realität so anzunehmendem) Beispiel mit der Farbe zu bleiben: Hierfür wird zunächst eine Auschreibung/mehrere Anfragen erstellt, verglichen, der günstigste Anbieter bekommt den Auftrag. Nun müssen Liefermodalitäten, eventuell Lagerkapazität, sowie eine Buchhaltung (Wieviel Farbe ist auf dem Lager/noch im Kontingent beim Lieferanten) etc. pp. aufgebaut, vorgehalten und bezahlt werden.
Gut möglich, dass bei einer detailiierten Nachhaltung dieser Kosten der Eimer Farbe die Gagfah teurer kommt, als jeden Privatmann, der die Farbe beim Farbenhandel seines Vertrauens (und somit nicht unbedingt preisgünstigst) kauft.
Externe Bauleistugnen können natürlich tatsächlich teilweise billiger bezogen werden, ich vermute hier wird es soetwas wie Rahmenverträge mit einzelnen Betrieben geben, in denen Standartleistungen einen Standartpreis haben. ZB einmal WC-Topf wechseln xy €. Sowas ist zumindest bei einigen Versicherungen Standart. Welchen Einfluss solch ein Standartkatalog auf die Qualität hat ist zumindest nachdenkenswert, im Mietpreisbereich der Gagfah aber vermutlich nicht Wohnqualitätsverschlechternd.
Aber auch hierfür braucht man Bauleitung, Controlling, Rechnungsprüfung usw.
Ist ja auch nix Schlimmes, geht auch -ich denke, das ist für jeden nachvollziehbar- ab einer bestimmten Größe nicht anders zu realisieren.
Ob diese Kosten dann in den Kennzahlen für Verwaltung oder Instandhaltung auftauchen ist letztendlich egal - Sie belasten auf jeden Fall die Immobilien.
Zu dem kostengünstigem eigenen Personal: Ich gehe davon aus, dass dieses Personal die selbe Qualifikation wie extern für gleiche Aufgaben beauftragtes Personal hat. Und somit auch die gleichen Gehälter, Lohnnebenkosten, Urlaubszeit, Krankheitstage usw.
Wenn man nun berücksichtigt, dass der normale Handwerksbetrieb mit ca 3% Gewinnaufschlag bei der Handwerkerstunde rechnet, bei den Bauleistungen im Schnitt mit 50% Materialanteil gerechnet werden kann, ist das Einsparpotential verschwindend gering. Was tatsächlich gespart werden kann, ist die Mwst. auf den Lohn. Leider kannn man die Handwerker nicht einfach einstellen und diese erledigen dann einfach die Sachen für die man vorher exteren Handwerksbetriebe beauftragt hatte...
Man braucht wieder einen "Wasserkopf"...
Auf keinen Fall kann man -egal wo die Wasserkopf-Kosten gebucht werden- langfristig eine Instandhaltung von 8€/qm realisieren. Zumindest nicht so, wie ich Instandhaltung verstehe, nämlich, dass die Substanz der Immobilie erhalten bleibt. Wärmedämmmaßnahmen oder ähnliches sind damit schon mal gar nicht zu realisieren...
mfg