IPO Newsletter 4


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IPO Newsletter 4

 
05.11.01 14:59
I N H A L T

MARKTUMFELD & DISPOSITION

 1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick
 2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes  
 3. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG

IPO- & VC-NEWS

 4. Sartorius-Tochter Vivascience verschiebt IPO-Termin
 5. Schiphol-Boersengang findet voraussichtlich in 2002 statt
 6. BMP: erfolgreicher Trade Sale der Exitec AG an Beate Uhse
 7. U.C.A. AG muss weitere Teilwert-Abschreibungen vornehmen
 8. Resumee eines Insiders: "New Economy - Boom & Depression"

HINWEISE & RUBRIKEN

 9. GRAUMARKTKURSE / derzeit keine laufenden Boersengaenge
10. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
11. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de

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 1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick
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 Liebe Aktienservice-Leserinnen und Leser,  

 Langsam beginnt sich der Markt zu stabilisieren. Auf dem gegen-
 waertigen Bewertungsniveau sehen wir die Aktienmaerkte in Anbe-
 tracht der Risiken auf geopolitischer und konjunktureller Ebene
 fair bewertet, wobei bei einigen BlueChips weiterhin historische
 Einstiegsgelegenheiten bestehen.

 Sicherlich, die Konjunktur wird im 4. Quartal voraussichtlich
 formal in eine Rezession eintreten, doch dies ist bereits einge-
 preist. Bereits im 1. Quartal gehen wir davon aus, dass sich auf
 Basis des stark ermaessigten Oelpreises und vor allem durch die
 massiven Leitzinssenkungen merkliche Entspannungstendenzen ein-

 stellen, auf deren Basis im 2. Halbjahr 2002 ein neuer Positiv-
 Konjunkturzyklus fussen sollte.

 Insofern erwarten wir nach dem kurzen Abtauchen in eine Rezession
 eine U-foermige Konjunkturerholung, derzeit gibt es ausser Hoff-
 nung keinerlei Anzeichen, die auf eine V-foermige Erholung hin-
 deuten. Vor diesem Hintergrund kann der Anleger in den naechsten
 Monaten in Ruhe selektive Investments taetigen, um in der naech-
 sten Hausse entsprechend positioniert zu sein.

 Bis jedoch die Aufnahmefaehigkeit der Aktienmaerkte fuer Neuemis-
 sionen in nennenswertem Ausmass wiederhergestellt sein wird, dau-
 ert unserer Ansicht nach noch mindestens bis Mitte 2002. Ange-
 sichts den aktuellen Marktrisiken faellt es dem Anleger schon
 schwer genug, verlaessliche Bewertungskriterien fuer bereits
 boersennotierte Unternehmen zu finden.


 Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice.de

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 2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes  
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 Index          01.11.  % Vortag   12-M.hoch   % AT-Hoch   % 2001

 DJIA           9.263    +2,08 %    11.350     -21,2 %    -14,1 %
 NASDAQ         1.746    +3,32 %     3.526     -65,9 %    -29,4 %
 DAX 30         4.636    +1,69 %     7.185     -42,9 %    -27,9 %    

 NEMAX ALL      1.045    +1,20 %     4.479     -87,8 %    -61,7 %  
 EUROSTOXX 50   3.508    +0,87 %     5.125     -36,4 %    -26,4 %
 
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 3. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
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 Nachdem die Aktienmaerkte in der ersten Wochenhaelfte deutlich
 abgaben, konnten sie sich am Donnerstag stabilisieren. Die Kon-
 junkturdaten fallen weiterhin heterogen aus und wechseln will-
 kuerlich von positiv auf negativ und umgekehrt, so zumindest de-
 ren Interpretation durch die Marktteilnehmer.

 Der von der Nationalen Vereinigung der Einkaufsmanager (NAPM) er-
 hobene NAPM-Index fuer Oktober (US) verzeichnete am Donnerstag
 einen deutlichen Rueckschlag von 47 auf 39,8, waehrend Wall
 Street-Volkswirte mit einem wesentlich geringeren Rueckgang ge-
 rechnet hatten.

 Dementgegen lag das am Vortag veroeffentlichte US-BIP mit einem
 Negativ-Wachstum von 0,4% ueber den Erwartungen. Beide Indikato-
 ren sind unserer Ansicht nach jedoch nicht zur Quantifizierung
 der Auswirkungen des Terroranschlages auf die Konjunktur geeig-
 net. So fiel der Terroranschlag erst ins Ende des dritten Quar-
 tals und der NAPM beziffert eher den Trend der aktuellen Ge-
 schaeftstaetigkeit, kann aber weniger dessen Ausmass und Dauer
 beziffern.

 Am Donnerstag befluegelten positive Nachrichten zum Halbleiter-
 sektor und zu Microsoft die US-Maerkte. Durch die festen US-Vor-
 gaben getrieben, legten auch Neuer Markt und DAX massgeblich zu.
 Anleger sollten jedoch nicht in Euphorie verfallen, denn am Frei-
 tag um 14:30 MESZ stehen in den USA die Arbeitsmarktdaten zur
 Veroeffentlichung an. Doch auch diese eignen sich nur bedingt zur
 Prognostik, da sie eher die vergangene Entwicklung reflektieren.

 Hierbei sollte ersichtlich werden, dass die Volatilitaet an den
 Maerkten weiterhin recht hoch ist, langfristig ausgerichtete An-
 leger sollten sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen
 lassen.

 Der strategisch ausgerichtete Langfrist-Investor findet derzeit
 ein Marktumfeld vor, in dem er sich auf einem deutlich ermaessig-
 ten Kursniveau ganz in Ruhe die Rosinen des Marktes heraussuchen
 kann.

 Bei langfristigem Anlagehorizont sollten schwache Tage bewusst zu
 selektiven Zukaeufen genutzt werden. Wir verweisen in diesem Zu-
 sammenhang auch auf die Vorteile des Cost-Average-Effektes.

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 4. Sartorius-Tochter Vivascience verschiebt IPO-Termin
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 Vor dem Hintergrund der nach den Ereignissen vom 11. September
 2001 weiter verunsicherten Kapitalmarktsituation haben Vorstand
 und Aufsichtsrat der Sartorius AG und der Vivascience AG einver-
 nehmlich beschlossen, den bisher fuer das vierte Quartal 2001 ge-
 planten Boersengang der Biotechnologie-Tochter Vivascience in das
 Kalenderjahr 2002 zu verschieben. Die Vorbereitung des Boersen-
 ganges ist planmaessig verlaufen.

 Geschaeftsplan und -aufbau der Vivascience AG werden unveraendert
 umgesetzt und fortgefuehrt. Die Verschiebung des Boersenganges
 der Vivascience AG bedeutet, dass den erheblichen im Geschaefts-
 jahr 2001 im Sartorius-Konzern erbrachten Vorleistungen fuer die-
 sen Boersengang kein Emissionsertrag innerhalb dieses Geschaefts-
 jahres gegenueber steht.

 Der ueberwiegende Teil der angefallenen Vorlaufkosten des geplan-
 ten Boersenganges der Vivascience AG wird trotz der Verschiebung
 jedoch nicht erneut anfallen. Demgemaess kann der fuer das kom-
 mende Jahr angestrebte Emissionsertrag das Sartorius-Konzerner-
 gebnis des Jahres 2002 entsprechend positiv beeinflussen.

 Die Sartorius AG ist ueberzeugt, nach einer entsprechenden Konso-
 lidierung bzw. Erholung des Kapitalmarktes eine hoehere Kapital-
 marktbewertung der Vivascience AG erreichen zu koennen, als dies
 im derzeitigen Umfeld moeglich gewesen waere. In diesem Sinne
 sieht sich die Sartorius AG bei Ihrer Entscheidung auch dem Sha-
 reholder Value verpflichtet.

 UNTERNEHMENSHINTERGRUND SARTORIUS

 Sartorius wurde 1870 in Goettingen gegruendet. Urspruenglich pro-
 duzierte und verkaufte die Firma kurzarmige Analysenwaagen; heute
 zaehlt sie mit den Geschaeftsbereichen Mechatronik, Biotechnolo-
 gie und Umwelttechnik zu den innovativen Technologieunternehmen.

 In der Mechatronik - der interdisziplinaeren Kombination von Me-
 chanik, Elektronik und Informationstechnologie -, konzentriert
 sich Sartorius heute mit einer umfangreichen Produktpalette der
 Labor- und Industriewaagen bis hin zur Elektroanalytik verstaerkt
 auf die Prozesskette beim Kunden.

 Das Know-how von Sartorius auf dem Gebiet der Biotechnologie um-
 fasst Anwendungen der biomolekularen und mikrobiellen Separati-
 onstechnik, der Konzentration, Aufreinigung, Fermentation und
 Zellkultur. Der neue Geschaeftsbereich Umwelttechnik, der sich
 aus den Kernkompetenzen von Sartorius in der Waage- und Separati-
 onstechnik ableitet, ergaenzt die traditionellen Geschaeftsberei-
 che.

 Die Kunden von Sartorius sind beheimatet in der Chemie-, Pharma-
 und Lebensmittel-Industrie wie auch in vielen Forschungs- und
 Wissenschaftsgebieten des oeffentlichen Sektors. Sartorius bietet
 dabei ein umfangreiches Spektrum an Produkten und Loesungen fuer
 die Forschung und Qualitaetssicherung in Laboratorien bis hin zur
 Produktion im Prozessmassstab.

 Sartorius hat in jedem Kontinent dieser Welt eine eigene Ver-
 kaufs- und Service-Organisation und verfuegt ueber oertliche Re-
 praesentanzen in mehr als 110 Laendern. Mit dem Wachstum der
 Firma in den vergangenen drei Jahren, erhoehte sich die Zahl der
 Mitarbeiter kontinuierlich. Sartorius beschaeftigt ca. 3.600
 Menschen und erreichte 2000 mit einem Umsatz von 411,8 Mio. EURO
 den bisher hoechsten Umsatz seit Bestehen.


 UNTERNERHMENSHINTERGRUND VIVASCIENCE

 Die Fortschritte in der Biotechnologie entscheiden ueber die Me-
 dikamente von morgen. Eine der grossen Herausforderungen der Bio-
 technoilogie ist Proteomics, die Proteomforschung: Von der Iden-
 tifizierung der Proteine und ihrer Wirkungsweise verspricht sich
 die Wissenschaft neue Heilungsansaetze.

 Bei der Suche nach neuen Therapien stattet Vivascience Forscher
 in universitaeren Labors und Biotech-Unternehmen mit Anwendungs-
 loesungen und Laborsystemen aus, die Forschungs- und Entwick-
 lungsarbeiten entscheidend beschleunigen.

 Die groessten Zeitersparnis-Potentiale liegen in der Prae-Analy-
 se, also den zeitaufwendigen Arbeitsschritten bis zur Vorlage des
 isolierten und reinen Zielproteins. Und genau hier setzt Vivasci-
 ence mit seiner Technologie-Plattform an.

 Von der Zellkultur bis zur Protein-Aufreinigung will Vivascience
 schon bald die komplette praeanalytische Prozesskette abdecken.
 Vivascience verfuegt in Hannover, England, USA, Kanada, Frank-
 reich, sowie voraussichtlich bald auch in Japan ueber Dependan-
 cen.

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 5. Schiphol-Boersengang findet voraussichtlich in 2002 statt
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 Der Boersengang des niederlaendischen Flughafen-Betreibers
 Schiphol Group wird voraussichtlich im kommenden Jahr 2002 statt-
 finden. Wir gehen dabei davon aus, dass die niederlaendische Re-
 gierung noch vor Jahresende ihre Einwilligung zum Boersengang
 gibt. Der Flughafen Schiphol liegt verkehrsguenstig bei Amster-
 dam.

 Schiphol erwirtschaftete in 2000 einen Umsatz von 1,4 MRD HFL,
 dabei fiel ein Nettogewinn von HFL 317 Mio an. Die geschaeftlich-
 en Aktivitaeten des Konzerns sind unterteilt in die vier Hauptbe-
 reiche Aviation, Konsum/Retail, Real Estate und Beteiligungen.

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 6. BMP AG:  erfolgreicher Trade Sale der Exitec an Beate Uhse
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 Das Berliner Venture Capital Unternehmen bmp AG hat im Zuge eines
 Trade Sales ihre 20%-Beteiligung an der Exitec AG an die Beate
 Uhse AG veraeussert. Das 1999 gegruendete eMarketing-Unternehmen
 Exitec AG entwickelt Community Tools fuer Customer Relationship
 Management, interaktive Kommunikation und Microbilling-Systeme
 fuer die Abrechnung von Dienstleistungen im Internet. Namhafte
 Kunden der Medien- und Einzelhandelsbranche nutzen Exitec-Produk-
 te, um ihre Besucher- und Zahlungsstroeme zu steuern.

 Die Veraeusserung der Exitec AG erfolgte im Rahmen eines Kom-
 plettverkaufes, in dem auch die Ventegis Capital AG, Berlin und
 das Management von Exitec ihre Anteile abgegeben haben. Mit die-
 sem erfolgreichen Trade Sale in einem unguenstigen Marktumfeld
 sieht sich die bmp AG in ihren Investitionen im eMarketing-Be-
 reich bestaetigt. Im aktuell 47 Beteiligungen umfassenden Portfo-
 lio befinden sich noch drei weitere eMarketing-Unternehmen.

 Die Beate Uhse AG staerkt ihre Internetkompetenz durch Zukaeufe
 der Firmen Exitec AG und NetCom GmbH und strukturiert das Inter-
 net-Geschaeft neu. Mit dieser Umstrukturierung der Beate Uhse New
 Media GmbH reagiert der Vorstand der Beate Uhse Gruppe auf die
 nicht zufriedenstellende Entwicklung der Internet-Tochter.

 Mit der NetCom GmbH erwirbt die Beate Uhse AG einen Mitbewerber
 der Vermarktung von Erotik-Content an Endkunden (2001(e) Umsatz
 1,9 Mio. EUR, Ergebnis 170 TEUR; 2002(e) Umsatz 3,6 Mio. EUR, Er-
 gebnis 280 TEUR).

 Die 1999 gegruendete Exitec AG entwickelt Community Tools, die
 Nutzerstroeme auf Internetseiten verwalten und interaktive Kommu-
 nikation ermoeglichen sowie Microbilling-Systeme fuer die Abrech-
 nung von Dienstleistungen im Internet (2001(e) Umsatz 560 TEUR,
 Ergebnis minus 600 TEUR; 2002(e) Umsatz 1,7 Mio. EUR, Ergebnis
 200 TEUR).

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 7. U.C.A. AG muss weitere Teilwert-Abschreibungen vornehmen
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 Die U.C.A. Aktiengesellschaft wird auf das aktuelle Beteiligungs-
 portfolio entgegen bisheriger Planungen weitere Teilwert-Ab-
 schreibungen von 14,5 Mio. Euro gemaess IAS vornehmen muessen.
 Gruende hierfuer sind das unvorhergesehene Ausmass der Kursrueck-
 gaenge an den Aktienmaerkten, die voraussichtlich laenger als er-
 wartet anhaltende weltweite Rezession, die derzeit nicht vorhan-
 dene Moeglichkeit, Boersengaenge von Beteiligungsunternehmen zu
 realisieren und gesamthaft die damit zusammenhaengende Nachhal-
 tigkeit der gesunkenen Unternehmenswerte fuer Unternehmen, auch
 im aktuellen Portfolio der U.C.A.

 Diese nicht liquiditaetsbelastende Massnahme wirkt nach Ansicht
 des Vorstandes risikoreduzierend und reservenbildend und schafft
 zusaetzliche Transparenz, da nunmehr in den Geschaeftsjahren 2000
 und 2001 zusammen insgesamt knapp 75% des investierten Kapitals
 teilwertberichtigt wurden. Vor diesem Hintergrund betraegt per
 30.09.2001 der Umsatz 8,16 Mio. Euro und das Ergebnis vor Er-
 tragssteuern -11,59 Mio. Euro.

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 8. Resumee eines Insiders: "New Economy - Boom & Depression"
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 Auch nach dem Crash des Neuen Marktes sieht der Heaven21-Vor-
 standschef Marek Wojcicki die Notwendigkeit eines radikalen Rich-
 tungswechsels fuer die etablierte Wirtschaft. "Viele junge Unter-
 nehmensgruender sind mit Geld vollgepumpt worden und gingen true-
 gerische Allianzen mit Banken, Risikokapitalgebern und Ge-
 schaeftspartnern ein.

 Bei den Boersenbewertungen hat sich die Finanzwelt nicht an har-
 ten Fakten orientiert, sondern an Perspektiven fuer imaginaere
 Maerkte. Bis zum Einbruch des Neuen Marktes glaubten alle an den
 Zahlenzauber und die Illusionsmaschinerie", sagte Wojcicki gegen-
 ueber dem Onlinedienst Competence Site.

 An einer langfristigen Entwicklung der Neuen Wirtschaft seien die
 Geldgeber wenig interessiert gewesen. "Es ging um Machtfragen,
 kurzfristige Gewinnaussichten, Schaffung von Abhaengigkeiten. Das
 ist von vielen Jungunternehmern unterschaetzt worden. Fuer ein
 kleines Startup-Unternehmen ist es nicht ratsam, sich auf das
 sehr rutschige Boersenparkett zu begeben", fuehrte der fruehere
 International Partner von Arthur Andersen weiter aus.
 
 Die gefallenen Boersenstars des Neuen Marktes haetten durch ihre
 Prahlerei und nicht durch Leistung geglaenzt. "Das ist sehr aer-
 gerlich. Die Kritik richtet sich nicht gegen die vielen hoff-
 nungsvollen Gruender, die mit viel Mut und Engagement fuer neues
 Unternehmertum gesorgt haben", so Wojcicki.

 Man duerfe nicht den Fehler machen, die Netzwerkoekonomie nur
 einseitig auf das Internet auszurichten. Der Aufstieg des Inter-
 net sei weniger wichtig als die Erfindung der Klimaanlage. Es
 haette seinen Wert in seiner Funktion und Nutzbarkeit, nicht
 aber als eigenstaendiger Firmenzweig. "Langfristig wird das In-
 ternet allerdings dazu dienen, die Grenzen zwischen den einzel-
 nen Firmen abzubauen. Das ist das Thema der Zukunft".
 
 Die Internet-Revolution sei wichtig fuer eine Revolution in den
 Koepfen. "Und da hat sich in den vergangenen drei Jahren sehr
 viel bewegt. Davon sollten sich die Internet-Himmelsstuermer auch
 in der derzeitigen Krise nicht abbringen lassen. Man darf jetzt
 nicht die Fahne in den Wind haengen und sich von den Ideen der
 Netzwerkoekonomie vorschnell verabschieden. Sonst fallen wir in
 die innovationsfeindliche Unternehmenspolitik der achtziger Jahre
 zurueck", so Wojcicki weiter.
 
 Kritisch aeusserte sich der Managementexperte ueber die traditio-
 nellen Beratungshaeuser: "Dort entstehen keine Impulse fuer neues
 Unternehmertum. Man zuechtet Spezialisten mit stark begrenztem
 Horizont. Gleiches gilt fuer Konzerne und Hochschulen.

 Wir brauchen Universaltalente fuer neues Unternehmertum, keine
 Fachidioten. Unternehmer muessen betriebswirtschaftliche, juris-
 tische informationstechnische Kenntnisse und psychologisches
 Grundwissen mitbringen. An der Schule oder Universitaet bekommt
 man dafuer das Handwerkszeug nicht vermittelt. Eher sogar das
 Gegenteil", beschwoert Wojcicki abschliessend.

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 9. VORBOERSLICHER HANDEL per Erscheinen/Preistaxen www.schnigge
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 Handel per Erscheinen "Graumarktkurse"(Stand 02.11.2001, 00 Uhr)

 Neuemission   WKN   Z.-Frist  Erstnotiz  Bookbuilding   Preistaxe

 ** derzeit keine laufenden Boersengaenge **

 Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.

 Quelle: Schnigge AG

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10. HAFTUNGSAUSSCHLUSS / Risikohinweise
__________________________________________________

 
 1Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrleis-
 tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
 bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
 dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
 das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen
 oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht Informa-
 tionen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erachtet. Eine
 Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt dieser Infor-
 mationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Dieser
 Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder auch allgeme-
 ine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels veroeffentlichter
 Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Weit-
 erhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass Redaktionsmitglie-
 der sich im Besitz von Aktien befinden, ueber die wir im Rahmen
 unserer Newsletter oder anderweitig Bericht erstatten. Leser,
 die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten Informa-
 tionen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
 fuehren, handeln auf eigene Gefahr. Ausdruecklich weisen wir auf
 die im Wertpapiergeschaeft vorhandenen erheblichen Risiken hin.
 Aktieninvestitionen sowie Optionsscheingeschaefte und der Handel
 mit derivativen Finanzprodukten beinhalten das Risiko enormer
 Wertverluste. Insbesondere gilt dies im Zusammenhang mit dem
 Handel von Neuemissionen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kap-
 itals kann keineswegs ausgeschlossen werden. Eigenverantwortli-
 che Anlageentscheidungen im Wertpapiergeschaeft sollte der Anle-
 ger nur bei eingehender Kenntnis der Materie in Erwaegung zie-
 hen, in jedem Falle aber ist die Inanspruchnahme einer persoen-
 lichen Beratung der Haus- und/oder Depotbank zu empfehlen.


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patzi

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