I N H A L T
MARKTUMFELD & DISPOSITION
1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick
2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
3. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
IPO- & VC-NEWS
4. Sartorius-Tochter Vivascience verschiebt IPO-Termin
5. Schiphol-Boersengang findet voraussichtlich in 2002 statt
6. BMP: erfolgreicher Trade Sale der Exitec AG an Beate Uhse
7. U.C.A. AG muss weitere Teilwert-Abschreibungen vornehmen
8. Resumee eines Insiders: "New Economy - Boom & Depression"
HINWEISE & RUBRIKEN
9. GRAUMARKTKURSE / derzeit keine laufenden Boersengaenge
10. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
11. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
__________________________________________________
1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick
__________________________________________________
Liebe Aktienservice-Leserinnen und Leser,
Langsam beginnt sich der Markt zu stabilisieren. Auf dem gegen-
waertigen Bewertungsniveau sehen wir die Aktienmaerkte in Anbe-
tracht der Risiken auf geopolitischer und konjunktureller Ebene
fair bewertet, wobei bei einigen BlueChips weiterhin historische
Einstiegsgelegenheiten bestehen.
Sicherlich, die Konjunktur wird im 4. Quartal voraussichtlich
formal in eine Rezession eintreten, doch dies ist bereits einge-
preist. Bereits im 1. Quartal gehen wir davon aus, dass sich auf
Basis des stark ermaessigten Oelpreises und vor allem durch die
massiven Leitzinssenkungen merkliche Entspannungstendenzen ein-
stellen, auf deren Basis im 2. Halbjahr 2002 ein neuer Positiv-
Konjunkturzyklus fussen sollte.
Insofern erwarten wir nach dem kurzen Abtauchen in eine Rezession
eine U-foermige Konjunkturerholung, derzeit gibt es ausser Hoff-
nung keinerlei Anzeichen, die auf eine V-foermige Erholung hin-
deuten. Vor diesem Hintergrund kann der Anleger in den naechsten
Monaten in Ruhe selektive Investments taetigen, um in der naech-
sten Hausse entsprechend positioniert zu sein.
Bis jedoch die Aufnahmefaehigkeit der Aktienmaerkte fuer Neuemis-
sionen in nennenswertem Ausmass wiederhergestellt sein wird, dau-
ert unserer Ansicht nach noch mindestens bis Mitte 2002. Ange-
sichts den aktuellen Marktrisiken faellt es dem Anleger schon
schwer genug, verlaessliche Bewertungskriterien fuer bereits
boersennotierte Unternehmen zu finden.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice.de
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2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
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Index 01.11. % Vortag 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 9.263 +2,08 % 11.350 -21,2 % -14,1 %
NASDAQ 1.746 +3,32 % 3.526 -65,9 % -29,4 %
DAX 30 4.636 +1,69 % 7.185 -42,9 % -27,9 %
NEMAX ALL 1.045 +1,20 % 4.479 -87,8 % -61,7 %
EUROSTOXX 50 3.508 +0,87 % 5.125 -36,4 % -26,4 %
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3. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
__________________________________________________
Nachdem die Aktienmaerkte in der ersten Wochenhaelfte deutlich
abgaben, konnten sie sich am Donnerstag stabilisieren. Die Kon-
junkturdaten fallen weiterhin heterogen aus und wechseln will-
kuerlich von positiv auf negativ und umgekehrt, so zumindest de-
ren Interpretation durch die Marktteilnehmer.
Der von der Nationalen Vereinigung der Einkaufsmanager (NAPM) er-
hobene NAPM-Index fuer Oktober (US) verzeichnete am Donnerstag
einen deutlichen Rueckschlag von 47 auf 39,8, waehrend Wall
Street-Volkswirte mit einem wesentlich geringeren Rueckgang ge-
rechnet hatten.
Dementgegen lag das am Vortag veroeffentlichte US-BIP mit einem
Negativ-Wachstum von 0,4% ueber den Erwartungen. Beide Indikato-
ren sind unserer Ansicht nach jedoch nicht zur Quantifizierung
der Auswirkungen des Terroranschlages auf die Konjunktur geeig-
net. So fiel der Terroranschlag erst ins Ende des dritten Quar-
tals und der NAPM beziffert eher den Trend der aktuellen Ge-
schaeftstaetigkeit, kann aber weniger dessen Ausmass und Dauer
beziffern.
Am Donnerstag befluegelten positive Nachrichten zum Halbleiter-
sektor und zu Microsoft die US-Maerkte. Durch die festen US-Vor-
gaben getrieben, legten auch Neuer Markt und DAX massgeblich zu.
Anleger sollten jedoch nicht in Euphorie verfallen, denn am Frei-
tag um 14:30 MESZ stehen in den USA die Arbeitsmarktdaten zur
Veroeffentlichung an. Doch auch diese eignen sich nur bedingt zur
Prognostik, da sie eher die vergangene Entwicklung reflektieren.
Hierbei sollte ersichtlich werden, dass die Volatilitaet an den
Maerkten weiterhin recht hoch ist, langfristig ausgerichtete An-
leger sollten sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen
lassen.
Der strategisch ausgerichtete Langfrist-Investor findet derzeit
ein Marktumfeld vor, in dem er sich auf einem deutlich ermaessig-
ten Kursniveau ganz in Ruhe die Rosinen des Marktes heraussuchen
kann.
Bei langfristigem Anlagehorizont sollten schwache Tage bewusst zu
selektiven Zukaeufen genutzt werden. Wir verweisen in diesem Zu-
sammenhang auch auf die Vorteile des Cost-Average-Effektes.
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4. Sartorius-Tochter Vivascience verschiebt IPO-Termin
__________________________________________________
Vor dem Hintergrund der nach den Ereignissen vom 11. September
2001 weiter verunsicherten Kapitalmarktsituation haben Vorstand
und Aufsichtsrat der Sartorius AG und der Vivascience AG einver-
nehmlich beschlossen, den bisher fuer das vierte Quartal 2001 ge-
planten Boersengang der Biotechnologie-Tochter Vivascience in das
Kalenderjahr 2002 zu verschieben. Die Vorbereitung des Boersen-
ganges ist planmaessig verlaufen.
Geschaeftsplan und -aufbau der Vivascience AG werden unveraendert
umgesetzt und fortgefuehrt. Die Verschiebung des Boersenganges
der Vivascience AG bedeutet, dass den erheblichen im Geschaefts-
jahr 2001 im Sartorius-Konzern erbrachten Vorleistungen fuer die-
sen Boersengang kein Emissionsertrag innerhalb dieses Geschaefts-
jahres gegenueber steht.
Der ueberwiegende Teil der angefallenen Vorlaufkosten des geplan-
ten Boersenganges der Vivascience AG wird trotz der Verschiebung
jedoch nicht erneut anfallen. Demgemaess kann der fuer das kom-
mende Jahr angestrebte Emissionsertrag das Sartorius-Konzerner-
gebnis des Jahres 2002 entsprechend positiv beeinflussen.
Die Sartorius AG ist ueberzeugt, nach einer entsprechenden Konso-
lidierung bzw. Erholung des Kapitalmarktes eine hoehere Kapital-
marktbewertung der Vivascience AG erreichen zu koennen, als dies
im derzeitigen Umfeld moeglich gewesen waere. In diesem Sinne
sieht sich die Sartorius AG bei Ihrer Entscheidung auch dem Sha-
reholder Value verpflichtet.
UNTERNEHMENSHINTERGRUND SARTORIUS
Sartorius wurde 1870 in Goettingen gegruendet. Urspruenglich pro-
duzierte und verkaufte die Firma kurzarmige Analysenwaagen; heute
zaehlt sie mit den Geschaeftsbereichen Mechatronik, Biotechnolo-
gie und Umwelttechnik zu den innovativen Technologieunternehmen.
In der Mechatronik - der interdisziplinaeren Kombination von Me-
chanik, Elektronik und Informationstechnologie -, konzentriert
sich Sartorius heute mit einer umfangreichen Produktpalette der
Labor- und Industriewaagen bis hin zur Elektroanalytik verstaerkt
auf die Prozesskette beim Kunden.
Das Know-how von Sartorius auf dem Gebiet der Biotechnologie um-
fasst Anwendungen der biomolekularen und mikrobiellen Separati-
onstechnik, der Konzentration, Aufreinigung, Fermentation und
Zellkultur. Der neue Geschaeftsbereich Umwelttechnik, der sich
aus den Kernkompetenzen von Sartorius in der Waage- und Separati-
onstechnik ableitet, ergaenzt die traditionellen Geschaeftsberei-
che.
Die Kunden von Sartorius sind beheimatet in der Chemie-, Pharma-
und Lebensmittel-Industrie wie auch in vielen Forschungs- und
Wissenschaftsgebieten des oeffentlichen Sektors. Sartorius bietet
dabei ein umfangreiches Spektrum an Produkten und Loesungen fuer
die Forschung und Qualitaetssicherung in Laboratorien bis hin zur
Produktion im Prozessmassstab.
Sartorius hat in jedem Kontinent dieser Welt eine eigene Ver-
kaufs- und Service-Organisation und verfuegt ueber oertliche Re-
praesentanzen in mehr als 110 Laendern. Mit dem Wachstum der
Firma in den vergangenen drei Jahren, erhoehte sich die Zahl der
Mitarbeiter kontinuierlich. Sartorius beschaeftigt ca. 3.600
Menschen und erreichte 2000 mit einem Umsatz von 411,8 Mio. EURO
den bisher hoechsten Umsatz seit Bestehen.
UNTERNERHMENSHINTERGRUND VIVASCIENCE
Die Fortschritte in der Biotechnologie entscheiden ueber die Me-
dikamente von morgen. Eine der grossen Herausforderungen der Bio-
technoilogie ist Proteomics, die Proteomforschung: Von der Iden-
tifizierung der Proteine und ihrer Wirkungsweise verspricht sich
die Wissenschaft neue Heilungsansaetze.
Bei der Suche nach neuen Therapien stattet Vivascience Forscher
in universitaeren Labors und Biotech-Unternehmen mit Anwendungs-
loesungen und Laborsystemen aus, die Forschungs- und Entwick-
lungsarbeiten entscheidend beschleunigen.
Die groessten Zeitersparnis-Potentiale liegen in der Prae-Analy-
se, also den zeitaufwendigen Arbeitsschritten bis zur Vorlage des
isolierten und reinen Zielproteins. Und genau hier setzt Vivasci-
ence mit seiner Technologie-Plattform an.
Von der Zellkultur bis zur Protein-Aufreinigung will Vivascience
schon bald die komplette praeanalytische Prozesskette abdecken.
Vivascience verfuegt in Hannover, England, USA, Kanada, Frank-
reich, sowie voraussichtlich bald auch in Japan ueber Dependan-
cen.
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5. Schiphol-Boersengang findet voraussichtlich in 2002 statt
__________________________________________________
Der Boersengang des niederlaendischen Flughafen-Betreibers
Schiphol Group wird voraussichtlich im kommenden Jahr 2002 statt-
finden. Wir gehen dabei davon aus, dass die niederlaendische Re-
gierung noch vor Jahresende ihre Einwilligung zum Boersengang
gibt. Der Flughafen Schiphol liegt verkehrsguenstig bei Amster-
dam.
Schiphol erwirtschaftete in 2000 einen Umsatz von 1,4 MRD HFL,
dabei fiel ein Nettogewinn von HFL 317 Mio an. Die geschaeftlich-
en Aktivitaeten des Konzerns sind unterteilt in die vier Hauptbe-
reiche Aviation, Konsum/Retail, Real Estate und Beteiligungen.
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6. BMP AG: erfolgreicher Trade Sale der Exitec an Beate Uhse
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Das Berliner Venture Capital Unternehmen bmp AG hat im Zuge eines
Trade Sales ihre 20%-Beteiligung an der Exitec AG an die Beate
Uhse AG veraeussert. Das 1999 gegruendete eMarketing-Unternehmen
Exitec AG entwickelt Community Tools fuer Customer Relationship
Management, interaktive Kommunikation und Microbilling-Systeme
fuer die Abrechnung von Dienstleistungen im Internet. Namhafte
Kunden der Medien- und Einzelhandelsbranche nutzen Exitec-Produk-
te, um ihre Besucher- und Zahlungsstroeme zu steuern.
Die Veraeusserung der Exitec AG erfolgte im Rahmen eines Kom-
plettverkaufes, in dem auch die Ventegis Capital AG, Berlin und
das Management von Exitec ihre Anteile abgegeben haben. Mit die-
sem erfolgreichen Trade Sale in einem unguenstigen Marktumfeld
sieht sich die bmp AG in ihren Investitionen im eMarketing-Be-
reich bestaetigt. Im aktuell 47 Beteiligungen umfassenden Portfo-
lio befinden sich noch drei weitere eMarketing-Unternehmen.
Die Beate Uhse AG staerkt ihre Internetkompetenz durch Zukaeufe
der Firmen Exitec AG und NetCom GmbH und strukturiert das Inter-
net-Geschaeft neu. Mit dieser Umstrukturierung der Beate Uhse New
Media GmbH reagiert der Vorstand der Beate Uhse Gruppe auf die
nicht zufriedenstellende Entwicklung der Internet-Tochter.
Mit der NetCom GmbH erwirbt die Beate Uhse AG einen Mitbewerber
der Vermarktung von Erotik-Content an Endkunden (2001(e) Umsatz
1,9 Mio. EUR, Ergebnis 170 TEUR; 2002(e) Umsatz 3,6 Mio. EUR, Er-
gebnis 280 TEUR).
Die 1999 gegruendete Exitec AG entwickelt Community Tools, die
Nutzerstroeme auf Internetseiten verwalten und interaktive Kommu-
nikation ermoeglichen sowie Microbilling-Systeme fuer die Abrech-
nung von Dienstleistungen im Internet (2001(e) Umsatz 560 TEUR,
Ergebnis minus 600 TEUR; 2002(e) Umsatz 1,7 Mio. EUR, Ergebnis
200 TEUR).
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7. U.C.A. AG muss weitere Teilwert-Abschreibungen vornehmen
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Die U.C.A. Aktiengesellschaft wird auf das aktuelle Beteiligungs-
portfolio entgegen bisheriger Planungen weitere Teilwert-Ab-
schreibungen von 14,5 Mio. Euro gemaess IAS vornehmen muessen.
Gruende hierfuer sind das unvorhergesehene Ausmass der Kursrueck-
gaenge an den Aktienmaerkten, die voraussichtlich laenger als er-
wartet anhaltende weltweite Rezession, die derzeit nicht vorhan-
dene Moeglichkeit, Boersengaenge von Beteiligungsunternehmen zu
realisieren und gesamthaft die damit zusammenhaengende Nachhal-
tigkeit der gesunkenen Unternehmenswerte fuer Unternehmen, auch
im aktuellen Portfolio der U.C.A.
Diese nicht liquiditaetsbelastende Massnahme wirkt nach Ansicht
des Vorstandes risikoreduzierend und reservenbildend und schafft
zusaetzliche Transparenz, da nunmehr in den Geschaeftsjahren 2000
und 2001 zusammen insgesamt knapp 75% des investierten Kapitals
teilwertberichtigt wurden. Vor diesem Hintergrund betraegt per
30.09.2001 der Umsatz 8,16 Mio. Euro und das Ergebnis vor Er-
tragssteuern -11,59 Mio. Euro.
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8. Resumee eines Insiders: "New Economy - Boom & Depression"
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Auch nach dem Crash des Neuen Marktes sieht der Heaven21-Vor-
standschef Marek Wojcicki die Notwendigkeit eines radikalen Rich-
tungswechsels fuer die etablierte Wirtschaft. "Viele junge Unter-
nehmensgruender sind mit Geld vollgepumpt worden und gingen true-
gerische Allianzen mit Banken, Risikokapitalgebern und Ge-
schaeftspartnern ein.
Bei den Boersenbewertungen hat sich die Finanzwelt nicht an har-
ten Fakten orientiert, sondern an Perspektiven fuer imaginaere
Maerkte. Bis zum Einbruch des Neuen Marktes glaubten alle an den
Zahlenzauber und die Illusionsmaschinerie", sagte Wojcicki gegen-
ueber dem Onlinedienst Competence Site.
An einer langfristigen Entwicklung der Neuen Wirtschaft seien die
Geldgeber wenig interessiert gewesen. "Es ging um Machtfragen,
kurzfristige Gewinnaussichten, Schaffung von Abhaengigkeiten. Das
ist von vielen Jungunternehmern unterschaetzt worden. Fuer ein
kleines Startup-Unternehmen ist es nicht ratsam, sich auf das
sehr rutschige Boersenparkett zu begeben", fuehrte der fruehere
International Partner von Arthur Andersen weiter aus.
Die gefallenen Boersenstars des Neuen Marktes haetten durch ihre
Prahlerei und nicht durch Leistung geglaenzt. "Das ist sehr aer-
gerlich. Die Kritik richtet sich nicht gegen die vielen hoff-
nungsvollen Gruender, die mit viel Mut und Engagement fuer neues
Unternehmertum gesorgt haben", so Wojcicki.
Man duerfe nicht den Fehler machen, die Netzwerkoekonomie nur
einseitig auf das Internet auszurichten. Der Aufstieg des Inter-
net sei weniger wichtig als die Erfindung der Klimaanlage. Es
haette seinen Wert in seiner Funktion und Nutzbarkeit, nicht
aber als eigenstaendiger Firmenzweig. "Langfristig wird das In-
ternet allerdings dazu dienen, die Grenzen zwischen den einzel-
nen Firmen abzubauen. Das ist das Thema der Zukunft".
Die Internet-Revolution sei wichtig fuer eine Revolution in den
Koepfen. "Und da hat sich in den vergangenen drei Jahren sehr
viel bewegt. Davon sollten sich die Internet-Himmelsstuermer auch
in der derzeitigen Krise nicht abbringen lassen. Man darf jetzt
nicht die Fahne in den Wind haengen und sich von den Ideen der
Netzwerkoekonomie vorschnell verabschieden. Sonst fallen wir in
die innovationsfeindliche Unternehmenspolitik der achtziger Jahre
zurueck", so Wojcicki weiter.
Kritisch aeusserte sich der Managementexperte ueber die traditio-
nellen Beratungshaeuser: "Dort entstehen keine Impulse fuer neues
Unternehmertum. Man zuechtet Spezialisten mit stark begrenztem
Horizont. Gleiches gilt fuer Konzerne und Hochschulen.
Wir brauchen Universaltalente fuer neues Unternehmertum, keine
Fachidioten. Unternehmer muessen betriebswirtschaftliche, juris-
tische informationstechnische Kenntnisse und psychologisches
Grundwissen mitbringen. An der Schule oder Universitaet bekommt
man dafuer das Handwerkszeug nicht vermittelt. Eher sogar das
Gegenteil", beschwoert Wojcicki abschliessend.
__________________________________________________
9. VORBOERSLICHER HANDEL per Erscheinen/Preistaxen www.schnigge
__________________________________________________
Handel per Erscheinen "Graumarktkurse"(Stand 02.11.2001, 00 Uhr)
Neuemission WKN Z.-Frist Erstnotiz Bookbuilding Preistaxe
** derzeit keine laufenden Boersengaenge **
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Quelle: Schnigge AG
__________________________________________________
10. HAFTUNGSAUSSCHLUSS / Risikohinweise
__________________________________________________
1Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrleis-
tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen
oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht Informa-
tionen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erachtet. Eine
Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt dieser Infor-
mationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Dieser
Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder auch allgeme-
ine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels veroeffentlichter
Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Weit-
erhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass Redaktionsmitglie-
der sich im Besitz von Aktien befinden, ueber die wir im Rahmen
unserer Newsletter oder anderweitig Bericht erstatten. Leser,
die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten Informa-
tionen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln auf eigene Gefahr. Ausdruecklich weisen wir auf
die im Wertpapiergeschaeft vorhandenen erheblichen Risiken hin.
Aktieninvestitionen sowie Optionsscheingeschaefte und der Handel
mit derivativen Finanzprodukten beinhalten das Risiko enormer
Wertverluste. Insbesondere gilt dies im Zusammenhang mit dem
Handel von Neuemissionen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kap-
itals kann keineswegs ausgeschlossen werden. Eigenverantwortli-
che Anlageentscheidungen im Wertpapiergeschaeft sollte der Anle-
ger nur bei eingehender Kenntnis der Materie in Erwaegung zie-
hen, in jedem Falle aber ist die Inanspruchnahme einer persoen-
lichen Beratung der Haus- und/oder Depotbank zu empfehlen.
Copyright © 2001 finanzpark AG Alle Rechte vorbehalten.
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NEWSLETTER ENDE
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patzi
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1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick
2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
3. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
IPO- & VC-NEWS
4. Sartorius-Tochter Vivascience verschiebt IPO-Termin
5. Schiphol-Boersengang findet voraussichtlich in 2002 statt
6. BMP: erfolgreicher Trade Sale der Exitec AG an Beate Uhse
7. U.C.A. AG muss weitere Teilwert-Abschreibungen vornehmen
8. Resumee eines Insiders: "New Economy - Boom & Depression"
HINWEISE & RUBRIKEN
9. GRAUMARKTKURSE / derzeit keine laufenden Boersengaenge
10. DISCLAIMER / Haftungsausschluss und Risikohinweise
11. HINWEISE zu den Newslettern von Aktienservice.de
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1. EDITORIAL / Marktkommentar, Kurzausblick
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Liebe Aktienservice-Leserinnen und Leser,
Langsam beginnt sich der Markt zu stabilisieren. Auf dem gegen-
waertigen Bewertungsniveau sehen wir die Aktienmaerkte in Anbe-
tracht der Risiken auf geopolitischer und konjunktureller Ebene
fair bewertet, wobei bei einigen BlueChips weiterhin historische
Einstiegsgelegenheiten bestehen.
Sicherlich, die Konjunktur wird im 4. Quartal voraussichtlich
formal in eine Rezession eintreten, doch dies ist bereits einge-
preist. Bereits im 1. Quartal gehen wir davon aus, dass sich auf
Basis des stark ermaessigten Oelpreises und vor allem durch die
massiven Leitzinssenkungen merkliche Entspannungstendenzen ein-
stellen, auf deren Basis im 2. Halbjahr 2002 ein neuer Positiv-
Konjunkturzyklus fussen sollte.
Insofern erwarten wir nach dem kurzen Abtauchen in eine Rezession
eine U-foermige Konjunkturerholung, derzeit gibt es ausser Hoff-
nung keinerlei Anzeichen, die auf eine V-foermige Erholung hin-
deuten. Vor diesem Hintergrund kann der Anleger in den naechsten
Monaten in Ruhe selektive Investments taetigen, um in der naech-
sten Hausse entsprechend positioniert zu sein.
Bis jedoch die Aufnahmefaehigkeit der Aktienmaerkte fuer Neuemis-
sionen in nennenswertem Ausmass wiederhergestellt sein wird, dau-
ert unserer Ansicht nach noch mindestens bis Mitte 2002. Ange-
sichts den aktuellen Marktrisiken faellt es dem Anleger schon
schwer genug, verlaessliche Bewertungskriterien fuer bereits
boersennotierte Unternehmen zu finden.
Herzlichst, Ihre Redaktion von Aktienservice.de
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2. INDIZES / Entwicklung der wichtigsten Indizes
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Index 01.11. % Vortag 12-M.hoch % AT-Hoch % 2001
DJIA 9.263 +2,08 % 11.350 -21,2 % -14,1 %
NASDAQ 1.746 +3,32 % 3.526 -65,9 % -29,4 %
DAX 30 4.636 +1,69 % 7.185 -42,9 % -27,9 %
NEMAX ALL 1.045 +1,20 % 4.479 -87,8 % -61,7 %
EUROSTOXX 50 3.508 +0,87 % 5.125 -36,4 % -26,4 %
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3. BOERSENAUSBLICK * MARKTSENTIMENT * KONJUNKTURENTWICKLUNG
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Nachdem die Aktienmaerkte in der ersten Wochenhaelfte deutlich
abgaben, konnten sie sich am Donnerstag stabilisieren. Die Kon-
junkturdaten fallen weiterhin heterogen aus und wechseln will-
kuerlich von positiv auf negativ und umgekehrt, so zumindest de-
ren Interpretation durch die Marktteilnehmer.
Der von der Nationalen Vereinigung der Einkaufsmanager (NAPM) er-
hobene NAPM-Index fuer Oktober (US) verzeichnete am Donnerstag
einen deutlichen Rueckschlag von 47 auf 39,8, waehrend Wall
Street-Volkswirte mit einem wesentlich geringeren Rueckgang ge-
rechnet hatten.
Dementgegen lag das am Vortag veroeffentlichte US-BIP mit einem
Negativ-Wachstum von 0,4% ueber den Erwartungen. Beide Indikato-
ren sind unserer Ansicht nach jedoch nicht zur Quantifizierung
der Auswirkungen des Terroranschlages auf die Konjunktur geeig-
net. So fiel der Terroranschlag erst ins Ende des dritten Quar-
tals und der NAPM beziffert eher den Trend der aktuellen Ge-
schaeftstaetigkeit, kann aber weniger dessen Ausmass und Dauer
beziffern.
Am Donnerstag befluegelten positive Nachrichten zum Halbleiter-
sektor und zu Microsoft die US-Maerkte. Durch die festen US-Vor-
gaben getrieben, legten auch Neuer Markt und DAX massgeblich zu.
Anleger sollten jedoch nicht in Euphorie verfallen, denn am Frei-
tag um 14:30 MESZ stehen in den USA die Arbeitsmarktdaten zur
Veroeffentlichung an. Doch auch diese eignen sich nur bedingt zur
Prognostik, da sie eher die vergangene Entwicklung reflektieren.
Hierbei sollte ersichtlich werden, dass die Volatilitaet an den
Maerkten weiterhin recht hoch ist, langfristig ausgerichtete An-
leger sollten sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen
lassen.
Der strategisch ausgerichtete Langfrist-Investor findet derzeit
ein Marktumfeld vor, in dem er sich auf einem deutlich ermaessig-
ten Kursniveau ganz in Ruhe die Rosinen des Marktes heraussuchen
kann.
Bei langfristigem Anlagehorizont sollten schwache Tage bewusst zu
selektiven Zukaeufen genutzt werden. Wir verweisen in diesem Zu-
sammenhang auch auf die Vorteile des Cost-Average-Effektes.
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4. Sartorius-Tochter Vivascience verschiebt IPO-Termin
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Vor dem Hintergrund der nach den Ereignissen vom 11. September
2001 weiter verunsicherten Kapitalmarktsituation haben Vorstand
und Aufsichtsrat der Sartorius AG und der Vivascience AG einver-
nehmlich beschlossen, den bisher fuer das vierte Quartal 2001 ge-
planten Boersengang der Biotechnologie-Tochter Vivascience in das
Kalenderjahr 2002 zu verschieben. Die Vorbereitung des Boersen-
ganges ist planmaessig verlaufen.
Geschaeftsplan und -aufbau der Vivascience AG werden unveraendert
umgesetzt und fortgefuehrt. Die Verschiebung des Boersenganges
der Vivascience AG bedeutet, dass den erheblichen im Geschaefts-
jahr 2001 im Sartorius-Konzern erbrachten Vorleistungen fuer die-
sen Boersengang kein Emissionsertrag innerhalb dieses Geschaefts-
jahres gegenueber steht.
Der ueberwiegende Teil der angefallenen Vorlaufkosten des geplan-
ten Boersenganges der Vivascience AG wird trotz der Verschiebung
jedoch nicht erneut anfallen. Demgemaess kann der fuer das kom-
mende Jahr angestrebte Emissionsertrag das Sartorius-Konzerner-
gebnis des Jahres 2002 entsprechend positiv beeinflussen.
Die Sartorius AG ist ueberzeugt, nach einer entsprechenden Konso-
lidierung bzw. Erholung des Kapitalmarktes eine hoehere Kapital-
marktbewertung der Vivascience AG erreichen zu koennen, als dies
im derzeitigen Umfeld moeglich gewesen waere. In diesem Sinne
sieht sich die Sartorius AG bei Ihrer Entscheidung auch dem Sha-
reholder Value verpflichtet.
UNTERNEHMENSHINTERGRUND SARTORIUS
Sartorius wurde 1870 in Goettingen gegruendet. Urspruenglich pro-
duzierte und verkaufte die Firma kurzarmige Analysenwaagen; heute
zaehlt sie mit den Geschaeftsbereichen Mechatronik, Biotechnolo-
gie und Umwelttechnik zu den innovativen Technologieunternehmen.
In der Mechatronik - der interdisziplinaeren Kombination von Me-
chanik, Elektronik und Informationstechnologie -, konzentriert
sich Sartorius heute mit einer umfangreichen Produktpalette der
Labor- und Industriewaagen bis hin zur Elektroanalytik verstaerkt
auf die Prozesskette beim Kunden.
Das Know-how von Sartorius auf dem Gebiet der Biotechnologie um-
fasst Anwendungen der biomolekularen und mikrobiellen Separati-
onstechnik, der Konzentration, Aufreinigung, Fermentation und
Zellkultur. Der neue Geschaeftsbereich Umwelttechnik, der sich
aus den Kernkompetenzen von Sartorius in der Waage- und Separati-
onstechnik ableitet, ergaenzt die traditionellen Geschaeftsberei-
che.
Die Kunden von Sartorius sind beheimatet in der Chemie-, Pharma-
und Lebensmittel-Industrie wie auch in vielen Forschungs- und
Wissenschaftsgebieten des oeffentlichen Sektors. Sartorius bietet
dabei ein umfangreiches Spektrum an Produkten und Loesungen fuer
die Forschung und Qualitaetssicherung in Laboratorien bis hin zur
Produktion im Prozessmassstab.
Sartorius hat in jedem Kontinent dieser Welt eine eigene Ver-
kaufs- und Service-Organisation und verfuegt ueber oertliche Re-
praesentanzen in mehr als 110 Laendern. Mit dem Wachstum der
Firma in den vergangenen drei Jahren, erhoehte sich die Zahl der
Mitarbeiter kontinuierlich. Sartorius beschaeftigt ca. 3.600
Menschen und erreichte 2000 mit einem Umsatz von 411,8 Mio. EURO
den bisher hoechsten Umsatz seit Bestehen.
UNTERNERHMENSHINTERGRUND VIVASCIENCE
Die Fortschritte in der Biotechnologie entscheiden ueber die Me-
dikamente von morgen. Eine der grossen Herausforderungen der Bio-
technoilogie ist Proteomics, die Proteomforschung: Von der Iden-
tifizierung der Proteine und ihrer Wirkungsweise verspricht sich
die Wissenschaft neue Heilungsansaetze.
Bei der Suche nach neuen Therapien stattet Vivascience Forscher
in universitaeren Labors und Biotech-Unternehmen mit Anwendungs-
loesungen und Laborsystemen aus, die Forschungs- und Entwick-
lungsarbeiten entscheidend beschleunigen.
Die groessten Zeitersparnis-Potentiale liegen in der Prae-Analy-
se, also den zeitaufwendigen Arbeitsschritten bis zur Vorlage des
isolierten und reinen Zielproteins. Und genau hier setzt Vivasci-
ence mit seiner Technologie-Plattform an.
Von der Zellkultur bis zur Protein-Aufreinigung will Vivascience
schon bald die komplette praeanalytische Prozesskette abdecken.
Vivascience verfuegt in Hannover, England, USA, Kanada, Frank-
reich, sowie voraussichtlich bald auch in Japan ueber Dependan-
cen.
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5. Schiphol-Boersengang findet voraussichtlich in 2002 statt
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Der Boersengang des niederlaendischen Flughafen-Betreibers
Schiphol Group wird voraussichtlich im kommenden Jahr 2002 statt-
finden. Wir gehen dabei davon aus, dass die niederlaendische Re-
gierung noch vor Jahresende ihre Einwilligung zum Boersengang
gibt. Der Flughafen Schiphol liegt verkehrsguenstig bei Amster-
dam.
Schiphol erwirtschaftete in 2000 einen Umsatz von 1,4 MRD HFL,
dabei fiel ein Nettogewinn von HFL 317 Mio an. Die geschaeftlich-
en Aktivitaeten des Konzerns sind unterteilt in die vier Hauptbe-
reiche Aviation, Konsum/Retail, Real Estate und Beteiligungen.
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6. BMP AG: erfolgreicher Trade Sale der Exitec an Beate Uhse
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Das Berliner Venture Capital Unternehmen bmp AG hat im Zuge eines
Trade Sales ihre 20%-Beteiligung an der Exitec AG an die Beate
Uhse AG veraeussert. Das 1999 gegruendete eMarketing-Unternehmen
Exitec AG entwickelt Community Tools fuer Customer Relationship
Management, interaktive Kommunikation und Microbilling-Systeme
fuer die Abrechnung von Dienstleistungen im Internet. Namhafte
Kunden der Medien- und Einzelhandelsbranche nutzen Exitec-Produk-
te, um ihre Besucher- und Zahlungsstroeme zu steuern.
Die Veraeusserung der Exitec AG erfolgte im Rahmen eines Kom-
plettverkaufes, in dem auch die Ventegis Capital AG, Berlin und
das Management von Exitec ihre Anteile abgegeben haben. Mit die-
sem erfolgreichen Trade Sale in einem unguenstigen Marktumfeld
sieht sich die bmp AG in ihren Investitionen im eMarketing-Be-
reich bestaetigt. Im aktuell 47 Beteiligungen umfassenden Portfo-
lio befinden sich noch drei weitere eMarketing-Unternehmen.
Die Beate Uhse AG staerkt ihre Internetkompetenz durch Zukaeufe
der Firmen Exitec AG und NetCom GmbH und strukturiert das Inter-
net-Geschaeft neu. Mit dieser Umstrukturierung der Beate Uhse New
Media GmbH reagiert der Vorstand der Beate Uhse Gruppe auf die
nicht zufriedenstellende Entwicklung der Internet-Tochter.
Mit der NetCom GmbH erwirbt die Beate Uhse AG einen Mitbewerber
der Vermarktung von Erotik-Content an Endkunden (2001(e) Umsatz
1,9 Mio. EUR, Ergebnis 170 TEUR; 2002(e) Umsatz 3,6 Mio. EUR, Er-
gebnis 280 TEUR).
Die 1999 gegruendete Exitec AG entwickelt Community Tools, die
Nutzerstroeme auf Internetseiten verwalten und interaktive Kommu-
nikation ermoeglichen sowie Microbilling-Systeme fuer die Abrech-
nung von Dienstleistungen im Internet (2001(e) Umsatz 560 TEUR,
Ergebnis minus 600 TEUR; 2002(e) Umsatz 1,7 Mio. EUR, Ergebnis
200 TEUR).
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7. U.C.A. AG muss weitere Teilwert-Abschreibungen vornehmen
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Die U.C.A. Aktiengesellschaft wird auf das aktuelle Beteiligungs-
portfolio entgegen bisheriger Planungen weitere Teilwert-Ab-
schreibungen von 14,5 Mio. Euro gemaess IAS vornehmen muessen.
Gruende hierfuer sind das unvorhergesehene Ausmass der Kursrueck-
gaenge an den Aktienmaerkten, die voraussichtlich laenger als er-
wartet anhaltende weltweite Rezession, die derzeit nicht vorhan-
dene Moeglichkeit, Boersengaenge von Beteiligungsunternehmen zu
realisieren und gesamthaft die damit zusammenhaengende Nachhal-
tigkeit der gesunkenen Unternehmenswerte fuer Unternehmen, auch
im aktuellen Portfolio der U.C.A.
Diese nicht liquiditaetsbelastende Massnahme wirkt nach Ansicht
des Vorstandes risikoreduzierend und reservenbildend und schafft
zusaetzliche Transparenz, da nunmehr in den Geschaeftsjahren 2000
und 2001 zusammen insgesamt knapp 75% des investierten Kapitals
teilwertberichtigt wurden. Vor diesem Hintergrund betraegt per
30.09.2001 der Umsatz 8,16 Mio. Euro und das Ergebnis vor Er-
tragssteuern -11,59 Mio. Euro.
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8. Resumee eines Insiders: "New Economy - Boom & Depression"
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Auch nach dem Crash des Neuen Marktes sieht der Heaven21-Vor-
standschef Marek Wojcicki die Notwendigkeit eines radikalen Rich-
tungswechsels fuer die etablierte Wirtschaft. "Viele junge Unter-
nehmensgruender sind mit Geld vollgepumpt worden und gingen true-
gerische Allianzen mit Banken, Risikokapitalgebern und Ge-
schaeftspartnern ein.
Bei den Boersenbewertungen hat sich die Finanzwelt nicht an har-
ten Fakten orientiert, sondern an Perspektiven fuer imaginaere
Maerkte. Bis zum Einbruch des Neuen Marktes glaubten alle an den
Zahlenzauber und die Illusionsmaschinerie", sagte Wojcicki gegen-
ueber dem Onlinedienst Competence Site.
An einer langfristigen Entwicklung der Neuen Wirtschaft seien die
Geldgeber wenig interessiert gewesen. "Es ging um Machtfragen,
kurzfristige Gewinnaussichten, Schaffung von Abhaengigkeiten. Das
ist von vielen Jungunternehmern unterschaetzt worden. Fuer ein
kleines Startup-Unternehmen ist es nicht ratsam, sich auf das
sehr rutschige Boersenparkett zu begeben", fuehrte der fruehere
International Partner von Arthur Andersen weiter aus.
Die gefallenen Boersenstars des Neuen Marktes haetten durch ihre
Prahlerei und nicht durch Leistung geglaenzt. "Das ist sehr aer-
gerlich. Die Kritik richtet sich nicht gegen die vielen hoff-
nungsvollen Gruender, die mit viel Mut und Engagement fuer neues
Unternehmertum gesorgt haben", so Wojcicki.
Man duerfe nicht den Fehler machen, die Netzwerkoekonomie nur
einseitig auf das Internet auszurichten. Der Aufstieg des Inter-
net sei weniger wichtig als die Erfindung der Klimaanlage. Es
haette seinen Wert in seiner Funktion und Nutzbarkeit, nicht
aber als eigenstaendiger Firmenzweig. "Langfristig wird das In-
ternet allerdings dazu dienen, die Grenzen zwischen den einzel-
nen Firmen abzubauen. Das ist das Thema der Zukunft".
Die Internet-Revolution sei wichtig fuer eine Revolution in den
Koepfen. "Und da hat sich in den vergangenen drei Jahren sehr
viel bewegt. Davon sollten sich die Internet-Himmelsstuermer auch
in der derzeitigen Krise nicht abbringen lassen. Man darf jetzt
nicht die Fahne in den Wind haengen und sich von den Ideen der
Netzwerkoekonomie vorschnell verabschieden. Sonst fallen wir in
die innovationsfeindliche Unternehmenspolitik der achtziger Jahre
zurueck", so Wojcicki weiter.
Kritisch aeusserte sich der Managementexperte ueber die traditio-
nellen Beratungshaeuser: "Dort entstehen keine Impulse fuer neues
Unternehmertum. Man zuechtet Spezialisten mit stark begrenztem
Horizont. Gleiches gilt fuer Konzerne und Hochschulen.
Wir brauchen Universaltalente fuer neues Unternehmertum, keine
Fachidioten. Unternehmer muessen betriebswirtschaftliche, juris-
tische informationstechnische Kenntnisse und psychologisches
Grundwissen mitbringen. An der Schule oder Universitaet bekommt
man dafuer das Handwerkszeug nicht vermittelt. Eher sogar das
Gegenteil", beschwoert Wojcicki abschliessend.
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9. VORBOERSLICHER HANDEL per Erscheinen/Preistaxen www.schnigge
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Handel per Erscheinen "Graumarktkurse"(Stand 02.11.2001, 00 Uhr)
Neuemission WKN Z.-Frist Erstnotiz Bookbuilding Preistaxe
** derzeit keine laufenden Boersengaenge **
Alle Angaben ohne Gewaehr und ohne Anspruch auf Vollstaendigkeit.
Quelle: Schnigge AG
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10. HAFTUNGSAUSSCHLUSS / Risikohinweise
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1Indirekte sowie direkte Regressinanspruchnahme und Gewaehrleis-
tung muss trotz akkuratem Research und der Sorgfaltspflicht ver-
bundener Prognostik kategorisch ausgeschlossen werden. Insbeson-
dere gilt dies fuer Leser, die das Depot nachbilden. So stellt
das Musterdepot in keiner Weise einen Aufruf zur individuellen
oder allgemeinen Nachbildung dar. Die Redaktion bezieht Informa-
tionen aus Quellen, die sie als vertrauenswuerdig erachtet. Eine
Gewaehr hinsichtlich Qualitaet und Wahrheitsgehalt dieser Infor-
mationen muss dennoch kategorisch ausgeschlossen werden. Dieser
Newsletter darf keinesfalls als persoenliche oder auch allgeme-
ine Beratung aufgefasst werden, da wir mittels veroeffentlichter
Inhalte lediglich unsere subjektive Meinung reflektieren. Weit-
erhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass Redaktionsmitglie-
der sich im Besitz von Aktien befinden, ueber die wir im Rahmen
unserer Newsletter oder anderweitig Bericht erstatten. Leser,
die aufgrund der in diesem Newsletter veroeffentlichten Informa-
tionen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durch-
fuehren, handeln auf eigene Gefahr. Ausdruecklich weisen wir auf
die im Wertpapiergeschaeft vorhandenen erheblichen Risiken hin.
Aktieninvestitionen sowie Optionsscheingeschaefte und der Handel
mit derivativen Finanzprodukten beinhalten das Risiko enormer
Wertverluste. Insbesondere gilt dies im Zusammenhang mit dem
Handel von Neuemissionen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kap-
itals kann keineswegs ausgeschlossen werden. Eigenverantwortli-
che Anlageentscheidungen im Wertpapiergeschaeft sollte der Anle-
ger nur bei eingehender Kenntnis der Materie in Erwaegung zie-
hen, in jedem Falle aber ist die Inanspruchnahme einer persoen-
lichen Beratung der Haus- und/oder Depotbank zu empfehlen.
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