Internolix verkaufen


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Internolix kein aktueller Kurs verfügbar
 
manfred1:

Internolix verkaufen

 
10.01.01 18:58
Internolix ist ein gutes Beispiel einer Blase die irgendwann zerplatzten muß. Umsatz erbärmlich. Verlust riesig. Gewinne in weiter Ferne. Wenn überhaupt. Konkurenz riesig. Ein reiner Phantasiewert. Habe vor einigen Monaten selbst nach reiflicher Überlegung große Verluste realisiert. Aber besser als ein Totalverlust.  
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onnasis:

Internolix kaufen!!!

 
10.01.01 20:50
Muss einfach mal dagegenhalten zu diesem oberflächlichen Posting eines m1.
Internolix bleibt ein langfistige Anlage und keine für 2 wochen. Und bei welcher Aktie ist heutzutage kein Totalverlust möglich??
Trotzdem noch ein paar Fakten zu Internolix:

Ausgewählte Finanzkennzahlen
gemäß US-GAAP 1999 2000e 2001e 2002e
Umsatz (Mio. € ) 1,5 9,8 32,6 43,5
EBITDA (Mio. € ) -3,2 -13 -8,1 0,6
EBIT (Mio. € ) -3,5 -14 -9,6 -1,4
Ergebnis (Mio. € ) -3,5 -12,6 -7,6 0,3
Erg. je Aktie (€) -0,68 -1,9 -1,07 0,05
Cash Flow (Mio.€) -3,6 -15,4 -11,3 -2,8
C/F je Aktie (€) -0,7 -2,32 -1,59 -0,39
Div. je Aktie (€) 0 0 0 0
Adj.Anz.Akt.(Mio.) 5,2 -6,7 7,1 7,1


Out of the box lautet das Geheimnis

Kampfansage. In Deutschland schickt sich Internolix an, Platzhirsch Intershop Marktanteile abzunehmen. Doch in den vergangenen Monaten kämpfte der Anbieter von Web-Shops eher mit negativen Schlagzeilen. Wir sprachen mit Dr. Luigi de Micco über die Zukunft seiner Firma.

ITB: Ihr Börsengang geriet in eine Schwachphase. Auf so genannten Todeslisten waren zudem Namen der Start-ups verzeichnet, die in Kürze von der Bildfläche verschwinden. Wie hat Ihr Unternehmen diese turbulente Phase überstanden?

De Micco: Stichtag war der 27. März. Am ersten Tag konnten wir auch 40 Prozent Performance verzeichnen, danach ging es am Neuen Markt tendenziell nach unten. Monatelang haben wir uns rund um den Emissionspreis gehalten. Als dann aber das missverstandene Gutachten von Price Waterhouse veröffentlicht wurde, sind auch wir in den Strudel gezogen worden. Die Medien haben die so genannten Todeslisten breitgetreten, aber falsch interpretiert. Denn das Gutachten an sich ist in Ordnung. Der Effekt: Internet out, eCommerce out. Diese Spekulationen haben einige Unternehmen viel Geld gekostet.

ITB: Die Phase dürfte überwunden sein. Ihre soeben vorgelegten Zahlen sind ordentlich.

De Micco: Der Kurs hat sich konsolidiert. Die Zahlen sind gut, wir sind komplett über Plan. Im Moment ist es nicht nur wichtig, mehr Umsatz zu generieren, sondern den Begriff Verlust zu vermeiden. Und den konnten wir trotz höheren Wachstums niedriger halten als geplant.

ITB: Ihre Produkte sind mit dem Attribut "von der Stange" behaftet. Das widerspricht aber der Zielgruppe Systemhäuser, die am Box-Moving nicht interessiert sind.

De Micco: Wir sagen Out of the Box. Das heißt aber nicht: Selbst installieren. Allein das technologische Umfeld ist viel zu komplex. Sie müssen einen Server aufsetzen, dafür brauchen Sie den Dealer, der das kann. Dann die Integration des Shops auf einen Online-Server. Der Projektanteil insgesamt ist aber wesentlich geringer als beim Mitbewerb.

ITB: Also "von der Stange" als Abgrenzungsmerkmal?

De Micco: Absolut. Sehen Sie sich Unternehmen wie BroadVision, Open Market an, über allen thronend Intershop. Die Produkte sind projektbasierend, was sich im Gesamtpreis niederschlägt. Zum Beispiel bei Enfinity von Intershop kostet allein die Lizenz 50 000 Dollar. Geben Sie noch 200 000 oder 300 000 Dollar Projektanteil darauf. Das ist eine andere Welt. Wir machen wirklich Standard-Software. Individuelle Wünsche decken unsere Systemhäuser, Multimedia-Agenturen und Service Provider ab. Und die haben durch die Standardisierung viele Vorteile. Denn ein Endkunde will den Dealer immer auf einen Fixpreis binden. Aber auch wir profitieren. Wenn Sie ein Produkt branden, was wir gerade tun, müssen Sie Stückzahlen generieren. Sie brauchen viele Web-Adressen, unter denen ihre Software läuft. Der Weg ist über diese standardisierte Version wesentlich einfacher.

ITB: Wieso schlagen ihn dann die anderen nicht ein?

De Micco: Weil sie aus dem Projektgeschäft kommen. Der Mitbewerb hat versucht, aus einem "Urprojekt" Standard-Software zu entwickeln. Dieser Weg ist schwer, aus meiner Sicht unmöglich. Bei Internolix liegt es anders. Bevor die erste Zeile Source Code geschrieben wurde, war bereits genau definiert, was unsere Software leisten muss, wer sie nutzen wird und sogar, wie sie mal vertrieben werden soll - nämlich indirekt.

ITB: Wie bereits erwähnt, sind Stückzahlen entscheidend. Spielen da auch die Kooperationen mit Microsoft und IBM eine Rolle?

De Micco: Das ist die Strategie. Bei beiden Firmen nutzen wir die VAR-Kanäle. Wir selber haben bis jetzt über 300 Partner autorisiert. Wir erwarten ein Commitment, investieren dafür aber auch in unsere Partner. Bis Ende des Jahres wollen wir auf 500 kommen. Das Problem liegt aber in der Qualität. Durch Kooperationen können wir dedizierte VAR-Kanäle nutzen, Produktbundles dort platzieren. Und ziehen uns sozusagen die Top-Systemhäuser, die sich zu e-Business comitten, heraus. IBM ist besonders interessant. Denn genau für den Bereich, den wir fokussieren, kann das Unternehmen nicht exakt das Passende anbieten. Ein eCommerce-Shop-Projekt bis 20 000 DM können Sie bei IBM bis heute nicht kaufen. Und diese Lücke können wir füllen.

ITB: Sie sehen also beim Mittelstand ein großes Potenzial?

De Micco: Alles auf "den" Mittelstand einzugrenzen - dagegen verwahre ich mich etwas. Wenn eine Thyssen Krupp komplett auf Internolix umstellt, dann ist das nicht mehr Mittelstand, sondern ein Konzern. Wer das danach aber anwendet, da sind Sie bei mittelständischen Strukturen. Die Bereitschaft des Mittelstandes - ich spreche viel mit der IHK - ist da. Der Knackpunkt ist der Preis, und das ist unser Ansatz. Wir haben an die 1 000 Shops laufen, die im Schnitt 35 000 bis 40 000 Mark gekostet haben, und zwar über den Vertriebspartner. Man muss eine geringe Eintrittsbarriere schaffen. Und dann erreichen Sie auch "den" Mittelstand.

ITB: Mit welche Entwicklungen können wir in der nächsten Zeit rechnen?

De Micco: Wir konzentrieren uns auf die so genannte Sale-Site, alles was mit Online-Verkaufen zu tun hat. Im Moment wachsen aber Sales-Site und die so genannte Buy-Site zusammen. da sind wir bei Themen wie Logistik, Supply-Chain- und ERP-Integration oder Tracking. Die reine Internet-Shop-Funktionalität - Verkauf - reicht nicht mehr. Und da wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, alles zu standardisieren, was zu standardisieren ist, konzentrieren wir uns auf diese Entwicklung. Das Konzept der neuen Produkte wird auf der Systems vorgestellt. Die neue B2B-Software wird schätzungsweise im ersten Quartal 2001 erscheinen.

von jkluth 02.01.01 21:40:44   3812444168 INTERNOLIX AG

na endlich mal ne aussagekräftige info! da behalt ich meine aktien doch auf jeden fall! danke fürs posting...

von Danny_22 03.01.01 12:51:04   3812447201 INTERNOLIX AG

@ emsiwgsus: super von Dir. Genau so habe ich mir diesen Thread vorgestellt.

Zum Interview:
Komme selber aus der SW-Branche. Die Strategie, die SW als Standardlösung zu vermarkten, ist 1000-mal besser als reines Projektgeschäft zu machen.

Der Grund liegt ganz einfach darin, dass man die Man-Power in der Entwicklung der Produkte hat und nicht im Projektgeschäft.

Wenn man eine Standard-SW dem Kunden verkauft hat, stelle man sich das grob so vor, dass man mit einer Schachtel mit SW zum Kunden fährt und einen Plan hat, was alles zu tun ist (Server aufsetzen, Installation, Konfiguration,...). Der Kunde weiß vorher schon, was die SW für den Preis alles kann.

Bei einem Projekt, werden große Teile der SW speziell für den Kunden angepaßt. Dabei fallen dem Kunden oftmals beim Projekt noch ein paar Änderungen ein und es kommt oft zu entwicklungstechnischen Problemen. Dadurch ist das Risiko von Verzögerungen sehr groß und der Aufwand an Man-Power riesig.

Sicherlich kann es auch bei der Strategie von Internolix einmal zu einem schlechten Quartal kommen, aber das Risiko ist viel geringer, da viele Kunden gleichzeitig den Kauf der SW verschieben müßten.

Wenn jedoch bei einem Unternehmen, das von Projekten abhängig ist, sich einige Projekte verschieben, geht es dabei gleich um sehr große Beträge, die einem Bilanz verhageln können (Auswirkungen siehe Intershop).

Auch halte ich es für richtig, den "Mittelstand" anzugehen, da ich hier ein sehr großes Potential sehe. Wenn man einem kleineren Unternehmen eine SW verkaufen möchte, sie auch begeistert sind, dann aber den hohen Preis hören, werden sie nach einer anderen Lösung suchen, die vielleicht nicht so umfangreich ist, aber günstiger. Dann sind solche Lösungen wie die Internolix die richtige.

Ich hoffe, dass Internolix seinen Weg gehen wird. Das Problem ist meistens nicht die Qualität der Produkte, sondern die Geschwindigkeit, mit der man wachsen muß. Das ist für ein junges Unternehmen an der Börse immer sehr gefährlich (gerade in den letzten Wochen und Monaten). Trotzdem denke ich, dass Internolix auf dem richtigen Weg ist.





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Expropriateur:

Internolix halten!!!

 
10.01.01 21:49
;-)

Gruß
EXPRO
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