Die Gigaset AG ist aktiven Aktionären womöglich besser bekannt unter dem Namen ARQUES Industries. Die Beteiligungsgesellschaft hat sich in den letzten Monaten von zahlreichen Beteiligungen getrennt und fokussiert ihre Ausrichtung nun hauptsächlich auf das Telefongerätegeschäft. Dieser Kernbereich wird um die einst von Siemens übernommene Sparte des Markenproduktes Gigaset ausgebaut und um diese Neuorientierung der Geschäftsausrichtung auch nach außen zu dokumentieren, erfolgte jüngst die Umbenennung des gesamten Unternehmens.
Langfristaktionäre haben mit den Aktien von Arques Industries eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich. Im Jahr 2007 wurden Kursnotierungen bei rund 35 Euro festgestellt. Dann erfolgte ein brutaler Absturz bis auf 1 Euro im Jahr 2009. Seit März 2010 hat die Aktie dann wieder eine beeindruckende Rallye starten können und "mit einem Zuwachs von rund 265 Prozent (…) die meisten anderen Nebenwerte in den Schatten gestellt" (BÖRSE-ONLINE 11-2011). Getrieben wurde dieser Kursanstieg von den erfolgsversprechenden Umstrukturierungsmaßnahmen.
BÖRSE-ONLINE hält das Unternehmen auch weiterhin für einen der aussichtsreichsten Nebenwerte am deutschen Aktienmarkt und erwartet, dass das Unternehmen nach einer langen Durststrecke 2011 erstmals wieder einen Gewinn von 0,50 Euro erzielen könnte. Dann wäre das Unternehmen mit einem KGV von rund 9 durchaus attraktiv bewertet. Hinzu kommt für den Wert aber neben dem möglichen Erfolg der Umstrukturierungsmaßnahmen und Konzentration auf die Telekommunikationsgerätesparte eine weitere kurstreibende Fantasie: ab dem 21. März 2011 wird das Unternehmen im TecDax gelistet sein und damit auch auf den Kauflisten von Fonds erscheinen. Als Kursziel nennt das Magazin vorerst 5,50 Euro. Ausgehend von den heutigen Kursnotierungen um 4,30 Euro immerhin ein Potential von rund 28 Prozent. Unter charttechnischen Gesichtspunkten bringt BÖRSE-ONLINE aber auch noch ein weiteres Ziel ins Spiel für die Aktien von Gigaset: Kurse von über 7,00 Euro ließen sich rein charttechnisch ableiten. Sollte dieses spekulative Kursziel aufgehen, dann wäre mit rund 62 Prozent noch viel Luft nach oben vorhanden.
Charttechnische Einschätzung: Das von BÖRSE-ONLINE genannte Kursziel von 5,50 Euro lässt sich durchaus aus dem Chart ableiten. Für den Fall, dass das Unternehmen seinen Umbau konsequent und erfolgreich umsetzen kann, könnten auch deutlich höhere Kurse erzielt werden, die jenseits der 7,00 Euromarke liegen können. Anleger sollten jedoch nicht vergessen, dass die Aktie nicht ohne Risiko ist und Investments als sehr spekulativ angesehen werden sollten. Allerdings kann ein aktiver Anleger das Risiko derzeit auch klar und knapp mit Stoppkursen unter 3,90 Euro begrenzen, da dieses Niveau auf Tageschlusskursbasis für das positive Kurszielszenario verteidigt werden sollten.
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