Infineon stoppt Kurzarbeit in Zentrale und deutscher Produktion
München (Reuters) - Der bayerische Halbleiterkonzern Infineon beendet nun vorerst auch die Kurzarbeit an allen seinen Fertigungsstandorten in Deutschland und Österreich sowie in der Unternehmenszentrale.
Ab Oktober werde die Kurzarbeit wegen der wieder besseren Auftragslage ausgesetzt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag. Viele der Infineon-Kunden, die ihre Mitarbeiter selbst in Kurzarbeit geschickt und Entwicklungsprojekte verzögert hätten, holten nun die Bestellungen langsam nach.
An der Börse verflog die anfängliche Euphorie über die Pläne schon bald. Die jüngst wieder in den Dax aufgestiegene Infineon-Aktie, die nach Handelsbeginn noch zwei Plus zugelegt hatte, drehte am Vormittag ins Minus und notierte knapp ein Prozent tiefer.
Im Dresdener Hauptwerk wird bereits seit längerem wieder regulär gearbeitet, seit die Nachfrage nach Chips wieder anzieht. Zeitweise hatte fast die gesamte Belegschaft in Deutschland eine reduzierte Arbeitswoche hinnehmen müssen. Eine Rückkehr zur Kurzarbeit ist allerdings nicht ausgeschlossen. Sie könne je nach Auftragslage auch wieder eingeführt werden, sagte die Sprecherin.