PEKING (IT-Times) - Die Inspur Group, zu der auch die Inspur International Ltd. gehört, soll sich nun auch einen Teil der insolventen Qimonda AG (WKN: A0KEAT) gesichert haben. Objekt der Begierde war dabei ein Forschungszentrum in China.
Wie die Inspur Group mitteilte, habe man von Qimonda das X’ian Forschungs- und Entwicklungszentrum übernommen. Inspur ist ein chinesisches IT-Unternehmen das die Bereiche IT-Services sowie Mikro-Serverentwicklung bedient. Der Kaufpreis für die ehemalige Niederlassung von Qimonda soll, nach einem Bericht der China Tech News bei 30 Mio. Chinesische Renminbi liegen.
Qimonda gründete das Forschungs- und Entwicklungszentrum in X’ian im Jahr 2004, wobei die Einrichtung die gesamte Design- und Entwicklungskette für DRAM-Lösungen abdeckt. Qimonda nutzte die Anlage zur Fertigung und Entwicklung von DRAMs, die sowohl in PCs als auch in Produkten der Unterhaltungselektronik zur Anwendung kommen. Im Rahmen der Akquisition übernimmt Inspur auch die ehemaligen Mitarbeiter von Qimonda, so dass nach Abschluss der Übernahme der Betrieb der Einrichtung nahtlos weitergehen könne. Langfristig sollen die Aktivitäten in X’ian in die bereits bestehende Forschungseinrichtung von Inspur in Shandong eingegliedert werden.
Bereits in den letzten Wochen zeigten zwei weitere asiatische Unternehmen Interesse an Teilen von Qimonda. Elpida und Winbond erwarben jeweils verschiedene Patente im DRAM-Bereich, der Schwerpunkt des Interesses beider Halbleiterhersteller lag dabei auf Grafikchips. Der Kauf von Patenten bzw. Lizenzen und einem Teil des Produktionsequipments bedeutet allerdings für die deutschen Mitarbeiter von Qimonda keine Hoffnung auf Weiterbeschäftigung. Sowohl Elpida als auch Winbond wollen die erworbenen Technologien in die eigene Produktion eingliedern. (kat/rem)
