Bei den meisten Menschen, insbesondere Männern,
führt die Beichte zu einer tiefen Verunsicherung und Kränkung.
Sie fühlen sich in ihrem Stolz gekränkt und bekommen starke Minderwertigkeitsgefühle
oder auch Aggressionen. Die Beichte macht mehr kaputt, als sie hilft.
Es gibt endlose Diskussionen und das Vertrauen ist gestört.
Die Beichte eines Seitensprungs ist nur dann sinnvoll und notwendig,
wenn die Partnerschaft hierdurch ernsthaft bedroht ist.
D.h. wenn sich daraus eine länger andauernde Geliebtenposition ergibt
und man sich immer weiter vom Partner entfernt.
Dann muss der Partner die Chance haben, für die Beziehung zu kämpfen,
und muss wissen, was dem Fremdgehenden in der Partnerschaft fehlt.
Der, der den Seitensprung gemacht hat, sollte den Seitensprung zum Anlass nehmen
und Bilanz von der Partnerschaft ziehen:
Fehlt mir etwas in der Partnerschaft, so dass ich mich auf einen Seitensprung eingelassen habe?
Wenn ja, was konkret? Darüber sollte er/sie dann mit dem Partner sprechen.
Der/diejenige sollte sich nicht mit Schuldgefühlen geiseln,
denn damit kann man nichts ungeschehen machen.
Selbst wenn man seinem Partner Treue versprochen hat,
ist es auch menschlich, schwach zu werden.
Er/Sie sollte alles, was dem Partner verdächtig vorkommen könnte,
vernichten. Wenn er bemerken sollte, dass er/sie ihn betrogen hat
und es ihm nicht mitgeteilt hat, ist die Verletzung noch größer.
Er/Sie sollte sich daran erinnern, dass er/sie aufgrund neuer Erfahrungen
auch die Partnerschaft neu beleben kann, evtl, neue sexuelle Praktiken
einbringen kann oder einfach positiver gestimmt ist.
Wenn ihm/ihr die Partnerschaft wichtig ist, sollte er/sie sich nicht in Phantasien ergehen,
wie schön es mit dem/der "Geliebten" wäre. Dadurch entfernt er/sie sich vom Partner.
Wenn aus dem einmaligen Seitensprung eine längerlebige Liebesbeziehung wird,
dann sollte er/sie mit dem Partner darüber sprechen.
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Grüße vom Ike