Die wirtschaftlich förderbaren Uranreserven (definiert durch den maximalen Förderpreis pro Kilogramm nach heutigem Stand der Technik) wurden von der Internationalen Atomenergie Organisation (IAEA) und der OECD Nuclear Energy Agency (NEA) im Jahr 2006 (letzte Veröffentlichung) im so genannten Red Book [3] ausgewiesen. Demnach sind – je nach Höhe der unterstellten Förderkosten (Maximum bei 130$/kg) und der Sicherheit ihrer Erfassung – insgesamt noch zwischen 1,73 und 9,4 Millionen Tonnen Uran vorhanden. Bei der aktuellen Verbrauchsrate stehen die weltweiten Uranreserven noch ca. 70 Jahre [4] [5] lang zur Verfügung.
Das Red Book verzeichnet weiterhin noch vermutete Vorräte welche sich zu einem Preis von weniger als 130$/kg fördern ließen. Wenn man diese vermuteten Uranvorkommen zum Vorrat hinzu addiert, beläuft sich der momentan erfasste Uranvorrat auf insgesamt 16,9 Millionen Tonnen Uran (Äquivalent zu ~260 Jahre heutigem Verbrauchs). Ein weiterer Faktor ist die noch unvollständige weltweite Suche nach Uranlagerstätten, welche nach den 70er Jahren erst jetzt wieder anläuft. Allerdings wird von Wissenschaftlern bezweifelt ob sich dieser und der vermutete Vorrat aufgrund schlechterem Erzgehalt und schwierigeren Förderbedingungen überhaupt wirtschaftlich bzw. mit positiver Gesamtenergiebilanz fördern lässt. [6]
Ein Abschätzen der Reichweite bekannter Vorräte ist schwierig, da Uran im Gegensatz zu fossilen Energieträgern keinen eindeutig definierbaren Heizwert besitzt. Die extrahierbare Energie pro Gewichtseinheit ist stark vom Brennstoffkreislauf, dem benutzten Reaktortyp und der Kernbeladungsstragie abhängig. Diese Eigenheit wird im unterschiedlichen Uranverbrauch einzelner Länder ersichtlich: So ist der Uranbedarf der USA laut Red Book ungefähr doppelt so hoch pro erzeugte Strommenge als in Deutschland oder Frankreich.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Uran#Wirtschaftlich_nutzbare_Uranreserven
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