Greenpeace rügt Trittins Entwarnung
Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet, dass in dem tschechischen Chemiewerk Spolana durch das Hochwasser Dioxin-Altlasten freigesetzt worden sind. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte zuvor zu einer möglichen Verseuchung der Elbe durch das überschwemmte Firmengelände Entwarnung gegeben.
Dresden/Prag - Das Werksgelände sei, so Trittin, zwar zu 90 Prozent überspült. Die Altlasten seien aber trocken gelagert und durch Mauern geschützt, sagte Trittin am Donnerstag bei einem Besuch in Dresden. Die Umweltorganisation Greenpeace widersprach dieser Darstellung und erhob schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Trittin hatte zuvor selbst die Befürchtung geäußert, das in Neratovice nahe Usti nad Labem (Aussig) gelagerte Dioxin und Quecksilber könnte in die Elbe gespült werden.
"Zum jetzigen Zeitpunkt scheint - Gott sei Dank - eine Gefährdung nicht gegeben zu sein", sagte Trittin nach einem Gespräch mit seinem sächsischen Amtskollegen Steffen Flath (CDU). Die Fabrik sei am frühen Donnerstagmorgen evakuiert worden. Nach Angaben der tschechischen Behörden sind in der Umgebung der Chemiefabrik bislang nur Benzin-Rückstände im Wasser gemessen worden. Tschechischen Medienberichten zufolge soll es dort in der Nacht eine Explosion gegeben haben. Laut Werksleitung habe aber keine Gefahr für Menschen bestanden. Die Fabrik liegt an der Moldau kurz vor der Mündung in die Elbe.
Laut Greenpeace ist das ganze Spolana-Werksgelände "abgesoffen". Es sei "unglaublich, dass man einfach Informationen bestreitet, die ganz offensichtlich wahr sind, und versucht die Bevölkerung zu beruhigen", sagte Greenpeace-Sprecher Andreas Bernstorff. "Alle ignorieren die Gefahr, die von diesem Grundstück ausgeht." Die tschechischen Politiker hatten die höchste Alarmstufe ausgerufen, da könnten doch deutsche Politiker keine Entwarnung geben. Zwar sei das Wasser auf dem Gelände heute leicht gesunken, jedoch befürchte man, dass durch die Überschwemmungen Dioxin-Altlasten mobilisiert worden seien. Heute will Greenpeace Proben nehmen, um die Vermutungen zu untersuchen.
Den in Berlin vorliegenden Informationen zufolge lagern auf dem Werksgelände 250.000 Kilogramm quecksilberhaltige Verbindungen sowie Dioxine und Furane in geringeren Mengen. In den sechziger Jahren sollen dort Basisstoffe für Entlaubungsmittel hergestellt worden sein. Das Bundesumweltministerium richtete einen Sonderstab ein, um mögliche Umweltbelastungen durch das Elbe-Hochwasser rechtzeitig zu erkennen. Mit dem Hubschrauber sollen in den kommenden Tagen regelmäßig Wasserproben entnommen werden. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hatte am Donnerstag bereits die Entnahme von Wasserproben nahe der Grenze veranlasst.
Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet, dass in dem tschechischen Chemiewerk Spolana durch das Hochwasser Dioxin-Altlasten freigesetzt worden sind. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte zuvor zu einer möglichen Verseuchung der Elbe durch das überschwemmte Firmengelände Entwarnung gegeben.
Dresden/Prag - Das Werksgelände sei, so Trittin, zwar zu 90 Prozent überspült. Die Altlasten seien aber trocken gelagert und durch Mauern geschützt, sagte Trittin am Donnerstag bei einem Besuch in Dresden. Die Umweltorganisation Greenpeace widersprach dieser Darstellung und erhob schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Trittin hatte zuvor selbst die Befürchtung geäußert, das in Neratovice nahe Usti nad Labem (Aussig) gelagerte Dioxin und Quecksilber könnte in die Elbe gespült werden.
"Zum jetzigen Zeitpunkt scheint - Gott sei Dank - eine Gefährdung nicht gegeben zu sein", sagte Trittin nach einem Gespräch mit seinem sächsischen Amtskollegen Steffen Flath (CDU). Die Fabrik sei am frühen Donnerstagmorgen evakuiert worden. Nach Angaben der tschechischen Behörden sind in der Umgebung der Chemiefabrik bislang nur Benzin-Rückstände im Wasser gemessen worden. Tschechischen Medienberichten zufolge soll es dort in der Nacht eine Explosion gegeben haben. Laut Werksleitung habe aber keine Gefahr für Menschen bestanden. Die Fabrik liegt an der Moldau kurz vor der Mündung in die Elbe.
Laut Greenpeace ist das ganze Spolana-Werksgelände "abgesoffen". Es sei "unglaublich, dass man einfach Informationen bestreitet, die ganz offensichtlich wahr sind, und versucht die Bevölkerung zu beruhigen", sagte Greenpeace-Sprecher Andreas Bernstorff. "Alle ignorieren die Gefahr, die von diesem Grundstück ausgeht." Die tschechischen Politiker hatten die höchste Alarmstufe ausgerufen, da könnten doch deutsche Politiker keine Entwarnung geben. Zwar sei das Wasser auf dem Gelände heute leicht gesunken, jedoch befürchte man, dass durch die Überschwemmungen Dioxin-Altlasten mobilisiert worden seien. Heute will Greenpeace Proben nehmen, um die Vermutungen zu untersuchen.
Den in Berlin vorliegenden Informationen zufolge lagern auf dem Werksgelände 250.000 Kilogramm quecksilberhaltige Verbindungen sowie Dioxine und Furane in geringeren Mengen. In den sechziger Jahren sollen dort Basisstoffe für Entlaubungsmittel hergestellt worden sein. Das Bundesumweltministerium richtete einen Sonderstab ein, um mögliche Umweltbelastungen durch das Elbe-Hochwasser rechtzeitig zu erkennen. Mit dem Hubschrauber sollen in den kommenden Tagen regelmäßig Wasserproben entnommen werden. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hatte am Donnerstag bereits die Entnahme von Wasserproben nahe der Grenze veranlasst.
