Greenpeace rügt Trittins Entwarnung

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Greenpeace rügt Trittins Entwarnung Anarch
Anarch:

Greenpeace rügt Trittins Entwarnung

 
16.08.02 11:53
#1
Greenpeace rügt Trittins Entwarnung

Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet, dass in dem tschechischen Chemiewerk Spolana durch das Hochwasser Dioxin-Altlasten freigesetzt worden sind. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hatte zuvor zu einer möglichen Verseuchung der Elbe durch das überschwemmte Firmengelände Entwarnung gegeben.



Dresden/Prag - Das Werksgelände sei, so Trittin, zwar zu 90 Prozent überspült. Die Altlasten seien aber trocken gelagert und durch Mauern geschützt, sagte Trittin am Donnerstag bei einem Besuch in Dresden. Die Umweltorganisation Greenpeace widersprach dieser Darstellung und erhob schwere Vorwürfe gegen die Behörden. Trittin hatte zuvor selbst die Befürchtung geäußert, das in Neratovice nahe Usti nad Labem (Aussig) gelagerte Dioxin und Quecksilber könnte in die Elbe gespült werden.
"Zum jetzigen Zeitpunkt scheint - Gott sei Dank - eine Gefährdung nicht gegeben zu sein", sagte Trittin nach einem Gespräch mit seinem sächsischen Amtskollegen Steffen Flath (CDU). Die Fabrik sei am frühen Donnerstagmorgen evakuiert worden. Nach Angaben der tschechischen Behörden sind in der Umgebung der Chemiefabrik bislang nur Benzin-Rückstände im Wasser gemessen worden. Tschechischen Medienberichten zufolge soll es dort in der Nacht eine Explosion gegeben haben. Laut Werksleitung habe aber keine Gefahr für Menschen bestanden. Die Fabrik liegt an der Moldau kurz vor der Mündung in die Elbe.

Laut Greenpeace ist das ganze Spolana-Werksgelände "abgesoffen". Es sei "unglaublich, dass man einfach Informationen bestreitet, die ganz offensichtlich wahr sind, und versucht die Bevölkerung zu beruhigen", sagte Greenpeace-Sprecher Andreas Bernstorff. "Alle ignorieren die Gefahr, die von diesem Grundstück ausgeht." Die tschechischen Politiker hatten die höchste Alarmstufe ausgerufen, da könnten doch deutsche Politiker keine Entwarnung geben. Zwar sei das Wasser auf dem Gelände heute leicht gesunken, jedoch befürchte man, dass durch die Überschwemmungen Dioxin-Altlasten mobilisiert worden seien. Heute will Greenpeace Proben nehmen, um die Vermutungen zu untersuchen.

Den in Berlin vorliegenden Informationen zufolge lagern auf dem Werksgelände 250.000 Kilogramm quecksilberhaltige Verbindungen sowie Dioxine und Furane in geringeren Mengen. In den sechziger Jahren sollen dort Basisstoffe für Entlaubungsmittel hergestellt worden sein. Das Bundesumweltministerium richtete einen Sonderstab ein, um mögliche Umweltbelastungen durch das Elbe-Hochwasser rechtzeitig zu erkennen. Mit dem Hubschrauber sollen in den kommenden Tagen regelmäßig Wasserproben entnommen werden. Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) hatte am Donnerstag bereits die Entnahme von Wasserproben nahe der Grenze veranlasst.

Greenpeace rügt Trittins Entwarnung Anarch
Anarch:

Erst entwarnen dann prüfen?

 
16.08.02 12:03
#2

Nach der Überflutung des Chemiewerks Spolana war in dem Ort Neratovice am Donnerstagnachmittag Chloralarm ausgelöst worden. Auf dem Gelände des an der Elbe gelegenen Werks hatte es zuvor eine Chlorgasverpuffung gegeben. Das Gas bewegte sich zunächst ostwärts.

Die nahe gelegene Ortschaft Neratovice sei davon nicht betroffen, teilte eine Sprecherin des tschechischen Umweltministeriums mit. Alle Messwerte lägen bislang unter den zulässigen Grenzwerten. Zunächst hatte es geheißen, der ganze Ort müsse evakuiert werden.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace berichtete, die Einwohner von Neratovice seien aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Einsatzkräfte seien mit Atemschutz im Einsatz. Auf dem Gelände der Fabrik lagern laut Greenpeace große Mengen an gefährlichen Altlasten. Ein Gebäude und das ans Elbufer angrenzende Gelände sind mit rund 250 Tonnen Quecksilber, sowie Pestiziden und Dioxinen verseucht. Die Gifte stammten größtenteils aus der Herstellung von Vorprodukten für das Entlaubungsmittel Agent Orange, das die USA im Vietnamkrieg einsetzten.

Neratovice liegt rund 15 Kilometer nördlich der Hauptstadt Prag. In den Anlagen der Fabrik hatte das Wasser bereits am Mittwochnachmittag einen halben Meter hoch gestanden.
Greenpeace rügt Trittins Entwarnung Levke
Levke:

@neuerarivacdueinpeitscher

 
16.08.02 12:13
#3
wenn es passt, wird auch mal die Gegenseite zitiert.......

Greenpeace rügt Trittins Entwarnung ernuwieder

wer ist schon greenapeace, auch nur eine Hure

 
#4

der Industrie, oder wie sonst erklärt sich das, dass die obersten Mitglieder sehr mächtige Millionäre und Großindustrielle sind, ja sogar aus dem Hochadel....???







ernuwieder





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