Die 100.000€ Verlust der Bank ist der Gewinn derer, die die 500.000€ beim Kauf des Hauses bekommen haben.
Sei es der Vorbesitzer, sei es der Handwerkerbetrieb oder sonst wer.
Geld kann nicht verschwinden oder verloren gehen (mal abgesehen davon, wenn Jemand einen Geldschein verliert ;-)
Die Summe aus Schulden (und dazu zählen im Grunde auch die Gelder, die die Banken bei der EZB nehmen und über Kredite weiter geben) und Geld ist quasi Null.
Und so wie contrarian sehr gut erklärt hat, wenn z.B. jemand Beispielsweise die erste Anleihe kaufen möchte, so muss zuerst mal Geld im Umauf gebracht werden.
Er kauft z.B. die erste Anleihe für 10 Taler, ergo muss 10 Taler dafür aufgebracht werden und erstmal vorhanden sein.
Dass die 10 Taler dann über den Wirtschaftskreislauf ggf. ein BIP von 30 Taler erzeugen, stimmt sicherlich.
Doch wenn die erste Anleihe gekauft werden will, muss der Käufer 10 Taler auf den Tisch knallen und kann nicht sagen, dass er die 10 Taler später bezahlt, wenn er den Auftrag vom Staat erhält, weil dann wiederum der Staat gar nicht erst die 10 Taler im Umlauf bringen kann und das Geld nicht fließen kann.
Anbei sei zu betrachten, dass zwar ein BIP von 30 Taler verursacht wurde, jedoch gleichzeitig nie mehr als 10 Taler am Markt frei verfügbar sein können ohne dass über die Zentralbank und Banken neues Geld geschöpft und im Umlauf gebracht wird.
Will der Staat nun eine zweite Anleihe für 10 Taler verkaufen, so kann er dies nur wenn am Markt mehr Geld zur Verfügung gestellt wird (über Zentralbank und Banken)
Andernfalls würde es bedeuten, dass die 10 Taler im Geldumlauf vollkommen entzogen werden würden und somit kein BIP erzeugt sowie die erste Anleihe mehr zurückgezahlt werden könnte.
Der Ruin wäre quasi vorprogrammiert, wenn die Laufzeit der Anleihe abläuft.
Wächst die Geldmenge nun nur um 5 Taler, so kann die erste Anleihe nur unter 50% Abschlägen zurück gezahlt werden. Des Weiteren sinkt das BIP mit den entsprechenden Folgen.
Der Ruin wäre ebenfalls vorprogrammiert, wenngleich es etwas länger dauern mag.
Damit das System weiter funktionieren kann und dem Geldmarkt kein Geld entzogen wird, so muss die Geldmenge entsprechend um weitere 10 Taler wachsen, damit die erste Anleihe zurück gezahlt werden kann und die Wirtschaft weiter läuft wie vorher.
Selbst diese Sichtweise ist nicht ganz korrekt, denn sie beinhaltet nicht den Zins- und Zinseszinseffekt.
D.h. damit die erste Anleihe termingerecht zurückgezahlt werden kann, muss die Geldmenge schneller ansteigen als der Schuldenberg, damit zum Einen die Wirtschaft weiter läuft wir vorher und die Schulden termingerecht zurückgezahlt werden können.
Dies ist u.a. auch der Grund, weshalb wir ein Wirtschaftswachstum von 3,5% brauchen um einen ausgeglichenen Haushalt zu bekommen.
Dies ist u.a. auch der Grund, weshalb wir immer höheres Wirtschaftswachstum brauchen um einen ausgeglichenen Haushalt zu bekommen.
Damit z.B. Griechenland sich selbst retten könnte, bräuchte das Land über mehrere Jahre ein Wachstum von 20% !!
Nun kannst du sicherlich verstehen, weshalb ich gegen Eurobonds und dieses ganze System bin.
Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende ;-)
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