Hier rollen ja Köpfe.
@SG70
Direkte Demokratie ist meiner Meinung nach alternativlos, denn jede indirekte Demokratie ist nix Anderes als eine Bevormundung, so dass man sich nicht wundern braucht, dass keine Sau sich politisch engagieren will und Politik verschmäht wird, die Wahlbeteiligung immer weiter sinkt.
Die Zeit des Diktats geht mehr und mehr vorbei und es liegt an den Menschen selbst, entweder neue innovative Wege des Individualismus zu finden oder wieder zu den primitiven Wurzeln zurück zu kehren so wie es die Maya, Inka, Aztheken, Römer und diverse Hochkulturen getan haben.
Historisch betrachtet hat bisher jedenfalls meist die Völkergruppe "überlebt", die der Natur am Nächsten war und sich auf das Wesentlichste beschränkt hat, was da wäre Existenzsicherung, weil diese Völker den riesigen Vorteil haben, dass sie unabhängig von Allem außer der Natur selbst sind, sie kein Geld, keine Werte, nichtmal Gold brauchen um zu leben.
Das Kurisose dabei ist, dass diese Völkergruppen (die man u.a. noch in Regenwäldern des Amazonas findet) nicht weniger glücklich durchs Leben gehen und den Luxus und Komfort welchen wir haben nicht vermissen, weil der Körper und Geist sich letztlich an die Bedingungen stets anpasst und die das Differenzial und Delta der Lebensbedingungen einen Einfluss auf unsere Befindlichkeit hat.
Bezogen auf unsere Gesellschaft ist es sogar nachgewiesen, dass Millionäre nicht wirklich glücklicher sind als der einfache Arbeiter.
Der einfache Arbeiter hingegen ist nur deshalb unglücklicher, weil er den Millionär sieht (das Delta)
U.a. auch der Grund, weshalb viele Bürger der Ex-DDR trotz eines besseren Lebensstandards heute unglücklicher sind als damals, u.a. weil damals die Unterschiede (das Delta) der Lebensumstände des Umfeldes nicht so groß waren, selbst wenn man die Parteifunktionäre mal einrechnen würde.
Dieser Mechanismus der Anpassung an die Umstände, sowie des Vergleichens mit dem Umfeld sorgen immer wieder für soziale Ungerechtigkeiten die rein rechnerisch so ungerecht aber eigentlich gar nicht sind.
Der Mensch aber fühlt nicht logisch oder rational, der Mensch fühlt wie es ihn die Natur im Gehirn vorgegeben hat.
Der Mensch orientiert sich nicht an irgendwelche Geldwerte, sondern an seinem Umfeld, seine Mitmenschen. Werte sind hierbei lediglich Mittel zum Zweck um eben im Umfeld möglichst gut da zu stehen.
D.h. will man die politischen gesellschaftlichen Probleme lösen, muss man den Menschen eine neue "Meßlatte" anbieten, die es eben erlaubt, dass der Mensch in einer Gesellschaft nicht mehr bzw. deutlich weniger an Vermögen gemessen wird, sondern stattdessen an seine Taten.
Ein erster Schritt in diese Richtung ist dabei die direkte Demokratie, denn dadurch gibt man Jedem Menschen das Gefühl mitreden zu dürfen und wichtig(er) zu sein.
Man behandelt Menschen nicht mehr wie Kleinkinder, sondern wie erwachsene Menschen, die sie auch sind.
Und anbei, wenn die Menschen im Lande einen sofortigen Atomausstieg wollten, dann soll es ggf. eben so sein.
Spätestens wenn dann Abends der Fernseher schwarz bleibt und hier und da Chaos entsteht, wird es wohl einen neuen Volksentscheid geben, der den Ausstieg relativiert.
Momentan ist es aber so, dass das Volk nur ernst genommen wird, wenn es auf die Straße geht und massive Schritte, z.B. den sofortigen Ausstieg fordert.
Würde der Bürger auf die Straße gehen und einen zügigeren Ausstieg verlangen, so würde man dieses Thema vermutlich wie so oft aussitzen.
Also Direkte Demokratie ich bin bereit ;-)
Eine weitere interessante Sache ist das Bedingungslose Grundeinkommen statt Sozialleistungen und eine damit verbundene Aufwertung von Erwerbsarbeit, so dass sich Arbeiten auch wieder lohnt und das zahlende Arbeitervolk einen Teil ihrer Steuern gleich wieder bekommt.
Hierbei könnte ich mir einen Anfangsbetrag von 100€ / Monat durchaus vorstellen.
Aber dies ist sicherlich ein anderes Thema.
www.unternimm-die-zukunft.de