Was kyron damit meint, sind Reaktionen wie Deine.
Insofern ist es eine Gesinnungssache, weil du Gold als primäres Geldmittel ansiehst, so wie z.B. der Christ Jesus als seine ethische moralische Lebensgrundlage ansieht.
Man kann die Welt auch anders betrachten, wie es z.B. manche Naturvöker tun, die selbst keine Vermögen besitzen, ihre Arbeit der Gesellschaft leisten und dafür im Gegenzug von der Gesellschaft Privilegien genießen.
Gleiches findet man z.B. unter Freunden, d.h. man hilft seinem Freund im Garten, bekommt dafür aber kein Geld gezahlt. Man weiß aber, dass wenn man die Hilfe seines Freundes braucht, er dann helfen wird.
Und das Modell in Skandinavien läuft letztendlich meiner Meinung nach evt. sogar darauf hinaus, dass man Geld vollkommen abschafft und eine nicht nur eine bargeldlose, sondern eine geldlose Gesellschaft erschafft, denn Geld dient einzig und Allein dem Zweck, das Volk damit zu unterdrücken.
Klar wie soll man ohne Geld denn bezahlen?
Wie sähe dann die Finanzwelt aus?
Alles kein Problem, denn es würde zwar das Geld abgeschafft, doch stattdessen würde man in "gesellschaftlichen Werten" bezahlen, die je nach erbrachter Leistung unterschiedlich hoch, doch nicht dem freien Markt unterworfen sind.
D.h. wenn man z.B. eine Tätigkeit ausführt, bekommt man dafür eine Gutschrift von Punkten, die man dann gegen Lebensmittel oder Unterhaltungselektronik einlösen kann, die wiederum ebenfalls festgelegt sind und immer gleich bleiben, so dass es keine Inflation mehr geben könnte und Lebensmittel auch noch in 10 Jahren den gleichen Gegenwert haben.
Ein Weiterverkaufen von Artikeln zu einem höheren Preis ist dabei verboten und Lebensmittel sind in einem gewissen Maße rationiert, je nachdem wie hoch das Angebot ist. D.h. fallen die Ernten von Weizen schlecht aus, so sinkt die Menge, die jeder bekommen kann. Will er dann eine größere Menge bekommen, kann er dieses Privileg mit einem anderen Bürger tauschen.
Das Bankenwesen würde nahezu vollkommen verschwinden, denn Zinsen gäbe es nicht mehr.
Kredite würde dann der Staat geben oder könnte man über die Herausgabe von Beteiligungen also Aktien beschaffen.
Der Staat bzw. das Volk legt dann entsprechend die Preise für Waren und Arbeitsleistungen fest, was dafür sorgen wird, dass vor allem händische schwere Arbeit wieder stärker belohnt wird, weil sie eben schwerer als viele Kopfarbeiten ist.
Manager könnten sich dann keine Boni mehr geben und die Spanne zwischen arm und reich würde sich definitiv verkleinern, weil dann nicht mehr die Oberschicht sich die Gelder in die Taschen zuwirtschaften kann, sondern die Gesellschaft als Gesamtheit darüber entscheidet und die Menschen sozusagen ihre Gesellschaft mehrheitlich formen und sich die Gesellschaft dann nicht einer Minderheitspolitik unterordnen muss.
Gold ist im Grunde auch nichts Anderes als einen universellen Gegenwert für erbrachte Leistungen zu bekommen, die die Zeit überdauern soll. Solange jedoch Vernunft fremd bleibt, der Markt gnadenlos die Preise bestimmt, die Zinsausbeutung und Gier nach Vermögen weitergeht, wird auch das Gold keine dauerhafte Lösung.
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