Wir sollten mal was zur Legitimität dieses Finanzierungsmodell was sagen: Das Finanzierungsmodell ist völlig legitim, und es hat auch seinen Sinn.
Das Modell beruht darauf, dass man jungen Firmen mit guten Ideen die Möglichkeit bietet, sich am Kapitalmarkt Geld zu beschaffen. Wer nämlich der Firma Geld gibt, indem er Notes kauft (also Schuldverschreibungen), kriegt als Gegenleistung kein Produkt sondern nur einen hypothetischen, aber wertlosen Anteil an der Firma (in Form von Aktien), solange die Firma kein marktfähiges Produkt hat. Im Normalfall erledigt sich das Problem, sofern es zum Problem wird (die Idee war nicht besonders gut, bzw. das Produkt ist gefolppt), von selbst. Im Gegensatz dazu, wenn sich das Produkt/die Idee als marktfähig erweist, dann werden nämlich die Anteile der Firma plötzlich was wert. Entweder, weil Geld durch den Verkauf der Produkte hereinkommt, oder ein grosser Partner einsteigt, der die weitere Finanzierung übernimmt. Solange dem nicht so ist, sind die Aktien wertlos, weil die Firma eigentlich nur Geld ausgegeben hat (Schulden macht), aber kein Geld einnimmt. Wenn man die Investoren aber nicht mehr davon überzeugen kann, dass das (noch nicht marktreife) Produkt/die Ideen gut ist, dann kauft auch niemand mehr die Notes ab. Der Aktienkurs verfällt natürlich ins Bodenlose. Den Investoren ist der Aktienkurs aber auch solange egal, wie sie von den Ideen überzeugt sind. Die Aktien werden erst etwas wert, wenn Geld in die Firma kommt durch Produkteverkauf.
We're building something important.