Im Zeitraum von 2015 bis 2017 hat GE für 40 Mrd. Dollar eigene Aktien vom Markt zurückgekauft - bei Aktienkursen zwischen 20 und 32 Dollar. Nun notiert die GE-Aktie unter 8 Dollar.
D.h. allein mit diesen überteuerten Aktienrückkäufen hat das GE-Management (basierend auf aktuellen Kursen) 25 bis 30 Mrd. Dollar verbrannt.
Da die Aktienrückkäufe auf Pump erfolgten (finanziert durch Herausgabe neuer Bonds), rächt sich dies nun doppelt, denn wegen der mauen Erträge bei fast unverändert hoher Schuldenlast droht GE demnächst ein Downgrade der Bonität auf Junk-Status (schreibt das WSJ heute). Dann wird das "Rollen" endfälliger Bonds für GE noch teurer, und die Schuldenspirale dreht sich immer schneller.
GE ist auch in diesem Punkt ein Musterbeispiel für finanzielles Missmanagement. Überteuerte Aktienrückkäufe auf Pump sind brandgefährlich, da sich die Ertragslage wegen schwacher Fundamentals (Energiesparte) verschlechtern kann und die Fremdkapitallast dann doppelt und dreifach drückt.
Die gleichen Probleme bekommen auch viele andere US-Firmen, die massiv Rückkäufe zu Mondkursen veranstalteten.
Frage: Warum taten die Firmen dies überhaupt?
Antwort: Hauptsächlich wegen der Gier der jeweiligen Geschäftsführer. Sie haben die Kurse mit den Rückkäufen bewusst hochgetrieben. Diese Kurspflege diente nur am Rande dem Wohl der Aktionäre (weniger Aktien am Markt erhöhen die Gewinne pro Aktie). Sie diente den CEOs vor allem dazu, die eigenen Taschen zu füllen. Denn die Geschäftsführung und andere hochrangige Mitarbeiter erhalten einen Großteil ihres Gehaltes in Form von Aktionoptionen. Je höher sie den Aktienkurs via Rückkäufe jubeln, desto teurer lassen sie die Aktien bei Ausübung der Optionen verkaufen. Dies Verkäufe erfolgen oft taggleich mit der Ausübung der Mitarbeiteroptionen. Die CEOs sacken auf diese Weise zig Millionen für ihre Privattasche ein - und was danach kommt, kümmert sie wenig. Das Wohl der normalen Aktionäre ist ihnen dabei egal. Diese haben jetzt aber das Nachsehen, weil die Abstufung der Bonität, die den Aktienkurs noch weiter drücken dürfte, genau wegen dieser überteuerte Rückkäufe und der dafür aufgenommenen Schulden entstanden sind.
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www.marketwatch.com/story/...o-even-bigger-trouble-2018-11-20
A year ago, I wrote about the worrying increase in leverage among America’s blue chips caused by share repurchases (“Hollowed-out blue chips are the next subprime”). Today I want to return to the subject, because the travails of General Electric are a reliable signal of the trouble ahead for the large corporate sector of the U.S. economy.
GE was one of Wall Street’s major share buyback operators between 2015 and 2017; it repurchased $40 billion of shares at prices between $20 and $32. The share price is now $8.60, so the company has liquidated between $23 billion and $29 billion of its shareholders’ money on this utterly futile activity alone. Since the highest net income recorded by the company during those years was $8.8 billion in 2016, with 2015 and 2017 recording a loss, it has managed to lose more on its share repurchases during those three years than it made in operations, by a substantial margin.
Even more important, GE has now left itself with minus $48 billion in tangible net worth at Sept. 30, with actual genuine tangible debt of close to $100 billion. As the new CEO Larry Culp told CNBC last Monday: “We have no higher priority right now than bringing those leverage levels down.” The following day, GE announced the sale of 15% of its oil services arm Baker Hughes, for a round $4 billion.
Of course, since that sale values Baker Hughes at $26 billion, and GE paid $32 billion for 62% of Baker Hughes as recently as last year, which looks to me like a valuation for the whole company of $52 billion, GE shareholders appears to have lost half the value of their investment in Baker Hughes in about 18 months...