Gedanken zum Thema Analysten


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mothy:

Gedanken zum Thema Analysten

 
09.07.01 11:09
> Das Kapital: Die Rolle von Analysten
> Aus der FTD vom 9.7.2001
>
> Analysten haben eine schwere Arbeit; sie brauchen viele Talente. Sie
> müssen Betriebswirtschaft beherrschen und rechnen können. Sie müssen die
> Industrie verstehen, die sie verfolgen; die Produkte, die Technik, die
Zyklen,
> das Geschäft.
>
> Sie sollten Menschenkenntnis haben und zwischen den Zeilen lesen
> können, um das Management einer Firma einzuschätzen. Wichtig ist auch ein
> generelles Gefühl für die Börse. Darüber hinaus sollten Analysten
präsentieren
> können. Um ihren Kunden Ideen geben zu können, müssen sie selbstbewusst
genug
> sein, gegen den Strom zu schwimmen. Für ihr eigenes Fortkommen brauchen
sie
> schließlich diplomatisches Geschick, ohne das man in einer großen Bank
keine
> Chance hat.
>
> Das ist viel verlangt von einem Menschen. Kaum jemand bringt das
> alles mit, und deshalb gibt es nur wenige brillante Analysten. Diejenigen,
> die sich mit der Technik auskennen, haben oft Defizite bei der
> Betriebswirtschaft. Anderen geht es genau umgekehrt.
>
> Die Fondsmanager, die Kunden der Analysten, wissen das. Und nur für
> sie sind Analysten da. Die meisten Fondsmanager denken in der Dimension
> der relativen Wertentwicklung. Wer den Dax als Vergleich nimmt, ist froh,
> nur fünf Prozent zu verlieren, wenn der Dax um zehn Prozent fällt. Genau
> dabei sollen die Analysten dem Fondsmanager helfen. Und so sind die
meisten
> Einstufungen zu verstehen: relativ zum Index.
>
> Doch auch wenn man das alles einsieht, müssen sich die Analysten die
> Frage gefallen lassen, ob sie ihren Kunden wirklich noch helfen. Zurzeit

> agieren die meisten nicht, sie reagieren nur noch. Zuerst kommen Marconi,
> EMC, Nokia, Cisco, Bayer et cetera mit Gewinnwarnungen. Dann, meist nach
> heftigen Kursverlusten, stutzen die Analysten die Schätzungen - oft um die
> Hälfte. Dabei kommen die meisten Warnungen nicht überraschend. Ein Blick
auf
> die Auftragseingänge in der Industrie oder auf Konkurrenzfirmen, die
> schon gewarnt haben - und selbst für den Laien ist eigentlich alles klar.
> Analysten können das alles besser und haben noch mehr Indizien. Aber sie
müssen
> sie auch benutzen.
>
> Ein letzter Punkt: Viele sonst sicher gute Analysten drohen ihre
> Glaubwürdigkeit häufig schon dann zu verlieren, wenn man sich nur die
> Diskontierungsmodelle anguckt, mit denen sie den Wert einer Aktie
berechnen. Die
> Schätzungen zu Wachstum und Margen sind oft hanebüchen. Die Analysten
müssen
> kritischer werden und sich mehr zutrauen, wenn sie ihren Status bewahren
wollen.
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Falcon2001:

Und vor allem

 
09.07.01 11:13
endlich eine ordentliche Recherche betreiben anstelle der Gerüchtewischerei.  
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