Ich las mich auf der Webseite von Frequentis die diversen Pressemitteilungen, Berichte und Präsentationen und ich hörte diverse Calls und Interviews (z.B. auf Youtube) vom CEO. Darin finden sich immer wieder Aussagen, dass man sukzessive den Softwareanteil ausbauen wird. Angesichts von dem Digitalisierungszustand im öffentlichen Bereich, den langen Ausschreibungsverfahren, den langlaufenden Projekten, die Laufzeiten von Rahmenverträgen und überhaupt die Behäbigkeit von Behörden finde ich 10 Jahre als einen normalen Zeitraum, bis wann die das Gros der aktuellen und neuen Kunden von Frequentis mit neuen Produkten und Services ausgestattet werden können. Frequentis wird natürlich Hard- und Softwareproduzent bleiben, aber ich gehe davon aus, dass der Anteil als "IT-Dienstleister" zunehmen wird. Auch die letzten Pressemitteilungen hatten stark den Charakter/Touch von Plattformen, von Cloudservices, von Dashboards, usw. Und wie jedes IT-Unternehmen wird auch hier der Trend hingehen zu Current Revenues, zu zusätzlich zu bezahlenden Service und Supportleistungen, usw.
Lies dich einfach, auch oder nochmals in die ganzen Texte auf der Homepage ein, und ich hoffe, auch du bekommst dann den Eindruck, dass es langsam, aber sicher, immer mehr Ähnlichkeiten zu IT-Unternehmen gibt.
Ich finde eine Marketcap von 33 Euro oder mehr je Aktie im Verhältnis zum Jahresumsatz zu hoch.
Und es ist mir vom Ausgangsniveau von Mitte/Ende 20 Euro je Aktie auch ein übertriebenes Wachstum. Frequentis wächst um ca. 10% je Jahr, so sollte auch der Aktienkurs wachsen.
Du musst dabei wissen, dass ich nicht viel auf KGV und Co. gebe und anwende. Ich benutze keine klassischen Analysten-Vorgehensweisen.
Stattdessen sei mir die Frage gestattet, wie du eine Marketcap von 33 Euro je Aktie ansehen würdest?
Den aktuellen Abschwung kann ich mir in der Heftigkeit nicht erklären, denn Frequentis geht es weiterhin gut. Es mögen die politischen Rahmenbedingungen sein, das SInken des ATX-Index und Gewinnmitnahmen gewesen sein, aber 30% Rückgang vom ATH ohne vorläufiges Ende kann ich mir nur mit der übertriebenen, irrationalen Börsenpsychologie plausibilisieren.