Die Rohstoff-Woche – Kalenderwoche 44/2009: Öl und Uran lassen den Energiemarkt
Der Energiesektor wird in Zukunft wohl zum wichtigsten Wachstumsmarkt weltweit werden. Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien und Indonesien, aber auch Russland müssen einen immer stärker steigenden Energiebedarf mit immer stärker werdenden Folgen des Klimawandels in Einklang bringen. Der Trend geht dabei ganz klar weg von den auf Kohlenstoff basierenden fossilen Brennstoffen wie Öl oder Kohle hin zu alternativen Energien. Solaranlagen, Windkraft und Geothermie sind zwar sehr gute Möglichkeiten, den Treibhauseffekt nicht weiter zu verstärken, den enormen Energiebedarf können diese Technologien aber sicherlich nur zu einem Bruchteil decken. Die Alternative bildet die Kernkraft, die zwar Brennstäbe produziert, für die Gewinnung von Strom und anderen Energieformen aber unabdingbar bleiben wird.
Doch auch der Uranmarkt ist limitiert. Die weltweite Uranproduktion liegt aktuell bei etwa 40.000 Tonnen pro Jahr. Die führenden Förderländer sind Australien, Kanada, Russland, Niger, Namibia, Kasachstan, Usbekistan, Südafrika und die USA. Der Verbrauch liegt momentan weltweit bei etwa 70.000 Tonnen. Die Internationale Atomenergieorganisation geht auf Grund des Neubaus von Kernkraftwerken für das Jahr 2030 jedoch von einem Bedarf von bis zu 125.000 Tonnen jährlich aus. Der Abbau deckt etwa 60 Prozent des aktuellen Bedarfs, der Rest wird durch Lagerbestände, Wiederaufarbeitung und abgerüstete Kernwaffen gedeckt. Die Gewinnung von Uran aus abgerüsteten Waffen wird in Kürze ausgeschöpft sein.
Aus Sicht der Anleger also fast schon traumhafte Aussichten. Besonders traumhafte Aussichten bieten sich aber für Firmen, die sowohl Uran besitzen und noch dazu eine Lizenz zum Abbau und eine Verarbeitungsanlage ihr Eigen nennen. Aktuell existieren weltweit jedoch nur eine handvoll Firmen, die die Genehmigung für die Ausbeutung neuer Lagerstätten in der Tasche haben. Bei Uran scheint also in den kommenden Jahren nur „the Sky“ das Limit zu sein. Bleiben Sie daher bei Uran am Ball, Uran könnte wohl nur noch eines aufhalten: ein zweiter Fall Tschernobyl. Einen solchen Fall sollte man trotz all der guten Aussichten bei der Gewichtung seiner Uran-Investments immer mit einkalkulieren und entsprechend berücksichtigen.
Quelle
www.value-stocks.com/modules/news/article.php?storyid=16443
Neid muß man sich erarbeiten,Mitleid gibts umsonst