Wirtschaftsnews - 19.03.09
Russland drängt Australien zu Uranlieferungen:
Stuttgart (www.rohstoffe-go.de) Während börsennotierte Uranunternehmen in den letzten Monaten eine nicht zu verachtende Performance hingelegt und sich deutlich wieder von ihren Tiefs entfernt haben, schwächelt der Preis für das strahlende Metall. Doch erwarten viele Experten, dass sich vor allem langfristig eine deutliche Erholung einstellen wird.
Und vor allem Russland könnte zu dieser Entwicklung beitragen. Zum einen, da bereits 2013 die Verpflichtung der Russen wegfällt, dem Markt abgereichertes Uran aus dem Atomwaffenarsenal des Landes zur Verfügung zu stellen. Sodass fraglich ist, ob Russland überhaupt noch Uran exportieren wird, oder das gelbe Metall zur eigenen Nutzung zurückhält.
Die Zeichen für eine solche Entwicklung mehren sich jedenfalls: Hohe russische Parlamentarier haben beispielsweise erst dieser Tage einen dringenden Appell an Australien gerichtet, den Weg für Exporte von Down Under nach Russland frei zu machen, damit man die wachsende Nachfrage nach Atomenergie im eigenen Land befriedigen kann. Russland plant, bis 2020 elf neue Reaktoren, die 10 Gigawatt an Elektrizität generieren können, in Betrieb zu nehmen.
Ob Australien allerdings wirklich Uran nach Russland liefern wird, ist eine andere Frage, da die Australier Uran ausschließlich zur zivilen Nutzung verkaufen und auch nur an Länder, die den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet haben. Wobei dies zu begrüßen, für unsere Überlegungen eigentlich zweitrangig ist. Denn der zukünftig hohe Uranbedarf Russlands ist spätestens mit diesen Äußerungen überdeutlich geworden und sollte –von allen anderen Faktoren, die für eine solche Entwicklung sprechen, abgesehen - die Preise für das gelbe Metall langfristig wieder nach oben treiben.
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