Vielleicht werden das nicht viele lesen, aber es könnte für manch einen Interessant sein.
Als ich vor einigen Wochen bzw. wenigen Monaten gelesen habe, dass Uranaktien vor einer stärkeren Korrektur stehen dürften, war das wieder mal nur eine einsame Stimme im Meer der positiven Berichte.
Inzwischen ist es grausame Realität für viele geworden.
Natürlich hätte ich allein deshalb nicht irgendjemanden warnen können oder mögen. Schließlich ist man doch immer erst hinterher klüger und sich nie ganz sicher.
Alles zu verkaufen und abzuwarten, bis sich alles beruhigt ist nicht zu kritisieren. Denn wenn jetzt eine schnelle Erholung einsetzt bei vielen Rohstoffaktien wäre dies in den meisten Fällen eine \"V - Formation\" und man muss schon mutig und sehr erfahren sein um sich darauf zu spezialisieren und damit Erfolg zu haben, diese traden und treffen zu wollen.
Wie man sieht muss man sich auch mal von Zeit zu Zeit von Fundamentalen Gründen distanzieren, da es den Markt Zeitweilig überhaupt nicht interessiert - sogar eine Thompson lässt kräftig Federn an einem Tag wie Heute.
Man blickt ja kaum noch, wer alles in einem Markt mitmischt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben (Kursstürze, heftigste Schwankungen etc.)
Vor einiger Zeit erlebte ich bereits mein persönliches Fisako, nachdem eine meiner Aktien mal eben 1500% gestiegen war. Und obwohl man sich vornimmt, so einen Anstieg zum Ausstieg zu nutzen, weil so was seltenst lange gut geht, kommen einem Gedanken und Ideen in die Quere, die alles verkomplizieren.
1. Man steht mit einem Großen Teil kurz vor der Steuerfreiheit
2. Aktie war um 99% binnen zwei Jahren gefallen und brachte wenn auch in großen Abständen immer gute Meldungen und die letzte war als extrem positiv zu bezeichnen (daher der Anstieg) - es roch verdammt nach kompletter Neubewertung.
3. bei meinem Durchschnitt (hatte x mal verbilligt) lag ich kurzzeitig selbst mit 400% im Plus.
Fazit: Teilgewinnmitnahme und mehr Streuung durch Umschichtung in Rohstoffaktien
Die sind alle durch die Bank erst mal ins Minus gelaufen (6 verschiedene Aktien und die Korrektur hatte noch gar nicht richtig begonnen) und meine 400% Aktie (kein Rohstoffinvest) nahm in kürzester Zeit wieder die Kursregion, von der ich behauptete, dass sie nie mehr gesehen werden wird (Minus 85% in drei Wochen!)ins Zielkreuz. Also sag niemals nie!
Gut, es war und ist eine sehr spekulative Aktie, das war mir schon klar. Weit weniger würde man das zumindest von sorgfältig ausgewählten Rohstoffaktien annehmen, wie Forsys und andere kurz vor der Produktion stehenden Explorern.
Also die Aktien habe ich frühzeitig aus Frust wieder verkauft (war auch gut so). Und hätte ich meine spekulative komplett verkauft, könnte es gut sein, dass ich das Geld mit Rohstoffaktien ebenso wieder verloren hätte, wie mit ihr. So hab ich wenigstens die Chance auf Steuerfreie Gewinne. Dies allerdings mit einer Aktie die inzwischen verdammt schlechte Nachrichten brachte (nach dem Kurssturz, wie üblich) und wo nur der Chart noch hoffen lässt, dass sie sich bald noch mal erholt. Passiert ja nicht selten nach der schlechtesten Stimmung, die man sich vorstellen kann.
Doch wenn ich mir die Kursverläufe der Aktien durch die Bank ansehe, die Abzockerei von diversen BB\'s mit wenigen Ausnahmen, die immer heftigeren Kursumschwünge, die Hedgefond - Orgien und die wohl immer verrückter werdende Börse an sich, dann gibt mir das schon viel zu Grübeln und Studieren.
Ich überleg schon mal, ob ich nicht bald lieber nur mit Devisen handle, oder unter Fachkundiger Anleitung höchstens noch mit Dax und Dow etc.
Gut, ich würde unterstreichen, dass wer generell langfristig denkt und handelt und wirklich das Gemüt einer Schildkröte hat, mit ausgewählten Rohstoffaktien auf längere Sicht sicher kräftige Gewinne einfahren kann. Fragt sich halt nur, ob man sich selbst richtig einschätzen und im Griff haben kann.
Frage: Wer kann mir sagen, wohin die Reise demnächst geht bei...?
1. Dax, Dow etc.
2. Rohstoffaktien, speziell Silber, Gold, Uran, seltene Metalle etc.
Ehrlich, vor zwei Jahren war ich goldrichtig Silberbulle und hab hochriskant, aber richtig investiert.
Ich hatte wohl schon manchen großen Wurf und immer auch nach einiger Zeit wieder einen folgenden Einbruch erlebt.
Ist man mal wieder oben, wird man schnell Blind. Ist man dann wieder unten, dann wird man klüger und weiser. Ein Gewinn, zumindest an Erfahrungen.
Und diese fast völlige Unberechenbarkeit aller Aktien mit mittlerem und höherem Risikofaktor macht mich zumindest zeitweilig Ratlos und lässt mich Distanz halten.
Eine Aurelian steigt um mehrere 1000%, eine De Beira auch, nur das die eine oben bleibt und die andere schnellstens abstürzt. Gut, manchmal ist es offensichtlicher, meistens aber nicht.
Eine Aktie bricht aus, verdoppelt sich mal eben und wiederholt das noch zwei mal, die andere verdoppelt sich und fällt schleunigst danach noch tiefer als jemals zuvor. Wer will da noch sagen, wann welche Aktie was macht. Wohl dem, der tiefsten Einblick und klares Verständnis für seine Investments hat.
Dabei fällt zeitweilig sogar ein versiertes Team, wie RSR ebenso auf die Nase, wie es einem blutigen Anfänger passieren hätte können. Dies zumindest Phasenweise.
Ich will jetzt mal meine Eindrücke zur aktuellen Lage beschreiben.
Die Krise ist offensichtlich, aber wer recht hat muss noch lange nicht recht behalten, schließlich gibt es ja immer die Unterscheidung - kurzfristig, mittelfristig, langfristig.
Da die Börse trotz versiertester Strategie letztlich immer unberechenbar erscheint, weiß man eh immer erst hinterher, welcher kluge Mann richtig liegt. In der Regel der, der sich niemals zu 100% auf eins festlegt und der eine klare Strategie und genug Erfahrung und Eier hat um diese immer konsequent zu befolgen.
Also auf zu den Fakten (die ich kenne) und Gewinnen kann nur der, der diese Fakten und Möglichkeiten in allen Zeiträumen und seine eigenen (psychischen) Kräfte im richtigen Verhältnis dazu korrekt einzuschätzen vermag.
Vorweg genommen lassen meine bescheidenen Kenntnisse und Rückschlüsse zur aktuellen Lage mich dahin kommen zu sagen:
\"Wenn Du nicht sicher bist, dann Trade oder Investiere nicht, bis Du mehr Klarheit hast\". Oder eben nur so weit, wie es verschmerzbar ist, falls man Falsch liegt.
Zu Uran:
Für mich ein Fakt, dass da langfristig Geld zu verdienen ist. Kurzfristig hat der Rohstoff selbst einen Kursverlauf der mir wie eine Fahnenstange erscheint. Die erste Korrektur ist im Gange - Grund genug vorsichtig zu bleiben. Außerdem ist die Auswahl extrem wichtig und da halte ich RSR für unschlagbar im Vergleich, selbst wenn es mal heftiger kracht im Gebälk. Auf Sicht von Jahren wird sich das als klug erweisen. Schließlich sind die wenigsten selbst fit genug um eine kluge Auswahl zu treffen.
Zu Silber:
Hält sich bisher in längerfristiger Betrachtung noch ganz gut. Schließlich lagen wir Ende 2005 bei etwa 7 USD.
Aber von wegen sicherer Hafen von Gold und Silber - langfristig sicher richtig, relativiert sich aber, wenn man mittendrin steckt in einer 9 bis 15 Monatigen Seitwärts oder Korrekturphase.
Hier mal eine Prognose von Robert Schröder nach Eliott Waves. Demnach steht das Kursziel bei 9,50 USD, wie beim Gold entsprechend die 540 oder 500 USD angesagt sind.
Auch dies, wie vormals zu Uran für mich eine einsame Stimme im Meer der unzähligen Silber und Goldbullen, die nicht müde werden mit fundamentalen Begründungen laufend auf baldige Kursanstiege in beiden Edelmetallen aufmerksam zu machen.
Euro/USD - man, da wird der Dollar einmal mehr totgesagt und auch hier lese ich nur ein einziges mal eine Prognose von 1,20 USD.
Nun, wir werden erfahren wer Recht behält und wohin die Reise gehen wird. Ich selbst bin derzeit nicht besonders willens mich festzulegen, oder irgendetwas auszuschließen.
Wahrscheinlich bin ich damit sogar Mainstream, weil man ja überall Unsicherheit erkennen kann. Heute rauf und Morgen runter. Als Vollbluttrader würde ich handeln, aber das bin ich nicht.
Immoblase - war ja schon seit fast zwei Jahren abzusehen. Man sieht mal wieder, das Timing alles ist.
Ja Leute, Silber muss weiter steigen, fragt sich nur von welchem Niveau aus. Uran, Gold etc. Dito.
Mein Rat: Ist doch schon mal was, dass man weiß, dass hier noch Luft nach oben ist. Also einfach immer mit einplanen, dass es immer noch mal über einen etwas längeren Zeitraum nach unten rauschen kann und deshalb immer nur so Investieren, dass man auch größere und langwierige Einbrüche verschmerzen kann.
Zum Dax hab ich vor kurzem einen schönen Chart gesehen und gespeichert. Demnach sollten zumindest Kursregionen von 8500 bis 8600 noch gesehen werden, bevor es grob zur Sache gehen kann, sprich nach unten.
Und auch hier wieder Unsicherheit im Moment. Ich könnte beim besten willen nicht sagen, ob wir kurzfristig die 7000, die 6800 oder die 6200/6400 sehen werden.
Ich mein halt nur, dass wir die aktuelle heiß diskutierte Krise am Markt durchstehen werden, egal wie laut die Trompeten dröhnen. Nur kann ich mir gut vorstellen, dass die Spätfolgen nach einem Aufatmen der Märkte dann der Schmerzhaftere Teil sein dürften.
Meine Vorstellungskraft reicht nicht aus um glauben zu können, dass die Amis mit Ihren Hypothekenschulden den Konsum auf lange Sicht hochhalten können.
Und da Silber, Gold und andere Rohstoffe nun schon das zweite mal in den letzten beiden Jahren noch sensibler auf diese Korrekturen reagieren als die Märkte selbst und ich mir derzeit noch kein vollkommen schlüssiges Bild machen kann und will, gilt für mich Füße still halten als die beste Wahl.
Anders gesagt: Für mich wurde es jetzt auch mal Zeit für die Einsicht, dass verpasste Gewinne weiß Gott weit weniger schmerzhaft sind, als zu jeder Zeit immer voll im Geschehen sein zu müssen und immer die Breitseite voll abzubekommen.
Als ich vor vielen Monaten mein Silberkursziel von möglichen 9,50 USD zum besten gab, wurde ich als neurotisch und schlimmeres bezeichnet. Das traf mich und seitdem halt ich die klappe. Ums Recht bekommen gings mir ja nicht.
Neurotisch war ich angesichts meiner \"Leidenschaft\" für spekulatives und hochspekulatives tatsächlich öfter mal.
Doch wie man sieht befinde ich mich an der Börse somit in bester Gesellschaft. Speziell zur momentanen Zeit.
Aber wie Edison schon sagte: Wer unermüdlich und beharrlich weiter versucht, der ist zum Erfolg verdammt.
Zu Forsys und anderen Rohstoffaktien mit fundamental begründbaren guten Aussichten meine ich folgendes:
Ich kann mir eine \"V - Formation\" jetzt gut vorstellen. Wäre denkbar, aber ist wie gesagt eine der am schwersten prognostizierbaren Formationen überhaupt.
Wer nicht generell darauf bereits spezialisiert ist, der sollte nur Spielgeld einsetzen und vor allem auch nicht jammern, wenn er richtig liegt und mehr hätte verdienen können, denn wichtiger als der Gewinn ist die Vernunft zu schulen.
Und außerdem ist es in 90% der Fälle doch so, dass erst der Ausbruch aus einem Abwärtstrend erfolgt und die Aktie später noch mal Luft holt um dann erst den richtigen Boden für neue Anstiege zu finden.
Ansonsten läuft man doch eh nur Gefahr, dass man im Falle eines großen Erfolges sich einbildet man könne das noch X mal wiederholen und dann setzt man schnell leichtfertig sein Geld X mal auf fallende Messer.
Und generell bin ich überzeugt, dass wer hier investiert ist, oder noch einsteigt und lange Puste hat, sich eine goldene Nase verdienen wird.
Damit verschwinde ich wieder im Meer der stillen Leser. Adjieu!