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Minister bestätigt Uran-Moratorium
Windhoek (ms) - Der Minister für Bergbau und Energie, Erkkie Nghimtina, hat das Moratorium gegen die Vergabe neuer Lizenzen zum Uran-Abbau bestätigt, aber keine Auskunft darüber gegeben, wann dieses Verbot aufgehoben werden könnte.
Wie er am Dienstag während seiner Haushaltsbegründung im Parlament mitteilte, seien die internationalen Preise für Uranoxid sprunghaft gestiegen und liege die weltweite Nachfrage derzeit über dem Angebot. Daraus ergäbe sich für Namibia die Möglichkeit, zu einem bedeutenden Uranproduzenten in Afrika aufzusteigen.
Aufgrund des ,,Ansturms" auf Schürflizenzen und angesichts der Notwendigkeit, einen ,,nachhaltigen" Abbau zu gewährleisten, habe das Ministerium die Vergabe von Lizenzen zum Uranabbau vorübergehend ausgesetzt. Bis zu einer möglichen Aufhebung des Moratoriums wolle das Ministerium nun durch entsprechende Vorschriften gewährleisten, dass Abbau-Lizenzen nur an Unternehmen vergeben werden, die diese ,,verdienen" und die sich für eine ,,nachhaltige Entwicklung der Industrie und des Landes" einsetzen.
Nghimtina zufolge sind die Explorationsarbeiten an den geplanten Uranminen bei Trekkopje und Valencia in ,,fortgeschrittenem Stadium" und werden diese beiden Minen voraussichtlich binnen der nächsten zwei Jahre die Produktion aufnehmen. Damit werde sich die Anzahl Uranminen in Namibia (mit den Minen bei Rössing und am Langen Heinrich) auf vier erhöhen und das Land zu einem der ,,vier größten Uranproduzenten" weltweit avancieren.