Flutkatastrophe: Unbedingt NICHT spenden!


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kalle4712:

Flutkatastrophe: Unbedingt NICHT spenden!

 
20.08.02 22:47
Ich habe mich heute mal mit einem Fachmann unterhalten, der auch mit der Oder-Flut zu tun hatte: Die Leute bauen an den gleichen Stellen wieder auf, an denen bereits mehrfach Überflutungen gewesen sind. Sie haben außerdem damals die Spenden und staatlichen Unterstützungen genommen und gehen weiter davon aus, dass sie bei der nächsten Flut wieder "entschädigt werden".

So geht es natürlich nicht! Massive Unterstützung dürfen nur diejenigen erhalten, die überraschend Opfer der Fluten geworden sind, die also an vermeintlich sicheren Orten leben. Wenn jeder Unterstützung bekommt, dann haben wir demnächst jedes Jahr solche Katastrophen, denn dann werden die Leute aus ihren Fehlern (Bauen in Flussauen) nicht lernen!

Ziel kann nur die Vorsorge sein. Soll heißen: Nicht in den natürlichen Überflutungsgebieten der Flüsse bauen. Dafür müssen die Mittel jetzt primär bereitgestellt werden.

Aber vermutlich wird man in Deutschland wieder nur an den Symptomen herumdoktern, nicht an den Ursachen. Darauf deuten auch 2 Interviewpartner des ZDF ("Frontal") hin, die bei sich keine Fehlentscheidungen erkennen wollen (1 Bauunternehmer mit Bau in Überschwemmungsgebiet, Bauernsprecher; Bauern haben massenhaft Flussauen in Äcker umgewandelt).

Wenn schon die Betroffenen keine Einsicht zeigen - was kann man dann von unserer Politikern erwarten?

Nicht zu spenden, ist die einzige Chance, sich zu wehren.

Ich weiß - meine Ansichten sind brutal und klingen ungerecht, aber nur so geht es. Nur so kann man zukünftige Probleme vermeiden!

Also: Jemand, der im Überflutungsgebiet gebaut hat: PECH GEHABT bzw. dumm gehandelt! Jemand, der ein Haus geerbt hat sollte er verkaufen, auch wenn er nun merkt, dass das Haus gar nicht soviel wert ist, wie er geglaubt hat! (Die Käufer müssen sich wiederum über ihr Handeln klar sein.)

Außerdem sind die von der Flut betroffenen nicht die einzigen Opfer. Was ist z.B. mit jemandem, der ein Haus mit guter Lage gebaut hat, und plötzlich wird nebenan eine Müllverbrennungsanlage gebaut oder eine Autobahn? Auch dies ist "ungerecht", aber niemanden stört es wirklich, denn es sind angeblich "Einzelfälle". Jetzt haben wir zwar massenhaft Flutopfer - am Einzelschicksal ändert dies aber (trotz der Massenpräsenz der Medien) nichts.

Fazit: Massive Hilfe nur an diejenigen, die in Gebieten leben, in denen es noch nie eine solche Überschwemmung gegeben hat. An alle anderen geringere Unterstützug mit der Klarheit, dass es zukünftig keine weiteren Unterstützungen bei Überflutungen geben wird.
Vor allem: Keine weiteren Flussbegradigungen. Keine Neubauten mehr in Flussauen. Land- und Forstwirtschaft darf Flussauen nur noch als Wiesen oder Wälder nutzen.

Noch ein Gedanke am Rande: Den Flüssen werden ihre natürlichen Überschwemmungsgebiete genommen. Dadurch werden Gebiete überschwemmt, die ansonsten sicher wären. Die Leute, die in diesen Gebeiten leben, sind die wirklich Bestraften, denn sie haben mitgedacht und verantwortungsvoll gehandelt, sind nun aber durch das Fehlverhalten anderer die Geschädigten. Das ist wirklich ungerecht.

Dieser Beitrag ist durchaus provokativ gemeint. Ich weiß auch, dass ich damit nicht den Stein der Weisen gefunden habe. Nehmt ihn bitte als kritische Stellungnahme zu der aktuellen Tendenz, die Ursachen der Flutkatastrophe in der aktuellen Diskussion zu vernachlässigen.
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MadChart:

Da ist was im Grunde was dran, Kalle,

 
20.08.02 23:00
aber wie soll das gehen?

Bei den Flaechen, die jetzt ueberflutet sind? Alle betroffenen Buerger und Betriebe sollen irgendwohin, wo keine Ueberflutungsgefahr mehr besteht (wohin also?) und dort alles neu aufbauen?

Klingt dem Grunde nach ja logisch, ist aber in der Praxis voellig unrealisierbar. Das wurde soviel kosten (nicht nur Geld), dass man lieber darauf setzt, dass die naechste Jahrhundertflut vielleicht erst in 50 Jahren kommt.

just my 2 cents


MadChart


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taos:

Wir haben jetzt seit Tagen,

 
20.08.02 23:02
Wochen nur noch Flut in Sachsen gesehen. In anderen Bundesländern gab es auch Hochwasser, aber das waren nur Meldungen für 1 – 2 Tage. Die Schäden in Sachsen sind so hoch, weil sich keiner Zuständig fühlt, die Sachen in Sicherheit zu bringen.

Mit Spenden soll jetzt Faulheit belohnt werden!

Bei all den Dingen, über die tagelang in den Medien berichtet wird, gibt es Hilfe von allen Seiten und Spendenaktionen. Prima, aber bei dem Familienvater der tödlich auf der Autobahn verunglückt, da gibt es nichts. Gerade mal eine kleine Nachricht in der Regional Zeitung. Für ein altes Sofa wird gespendet, für eine Familie ohne Ernährer gibt es nichts.

Taos
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007Bond:

So so ...

 
20.08.02 23:02
Du möchtest also Dresden an anderer Stelle wieder aufbauen?!
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hagen:

Das Problem ist nur ...

 
20.08.02 23:06
das nicht genügend Bauland zur Verfügung steht!
Oder aus welchem Grund siedeln die Menschen wohl in solch riskanten Gebieten, aus Spaß?
Antworten
taos:

Es stehen in sicheren Lagen

 
20.08.02 23:13
mehr wie genug Wohnungen leer. Keiner braucht in einem Überflutungsgebiet zu wohnen.

Taos
Antworten
007Bond:

Vielleicht könnte es günstiger sein,

 
20.08.02 23:15
Flüsse in der Nähe von Städten und Wohngebieten - sozusagen - umzuleiten?!
Antworten
MadChart:

Taos, ich vermisse

 
20.08.02 23:16
eine Stellungnahme Deinerseits zu Posting Nr.3 ....


Gruesse

MadChart
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Karlchen_I:

Ich würde auch mal die Spenderei sein lassen....

 
20.08.02 23:18
Das bringt doch nichts. Was zum Rechnen:

Die Allianz hat heute den gesamten volkswirtschaftlichen Schaden auf 15 Mrd. € beziffert. Mit der Spenderei wird m. E. höchstens 50 Mio. zusammengebracht. Vielleicht sind es auch 70 Mio. €. Dann kommen wir auf 5% der gesamten Schadenssumme. Dann kommen die Abzüge: Banken für Überweisungen, Verwaltungskosten bei den angeblich "gemeinnützigen" Organisationen (die Profiteure der Katastrophen), Aufwand für die Spendenverteilung. Zudem: Die Spenden werden zum allergrößten Teil von den Steuern abgesetzt.

Am übellsten ist es, wenn Spenden an einzelne Geschädigte überreicht werden - das diskriminiert die anderen und schafft böses Blut.

Die ganze Spendenaktion ist eher eine sozialpsychologische Aktion - und manch einem - wie Steuerflüchtling Schumacher - verschafft es einen Imagegewinn.

Die Katastrophenhilfe ist eine gesamtgesllschaftliche Aufgabe. Sie ist nötig und sollte möglichst rasch durch geführt werdn. Leute mit Helfersyndrom sollten das aber durch ihre Spendenwut nicht verklären.
Antworten
ramazotti:

@taos

 
20.08.02 23:18
Du hast keine Ahnung... sorry. Wenn Du den Leuten hier Faulheit vorwirfst, zweigt dies, daß Du offenbar niemanden hier wohnenden kennst.

Halte Dich bitte etwas zurück.

Die Flut hier hat - vor allem was die Nebenflüsse der Elbe betrifft - alle überascht. Sowas gabs noch nicht. Es gibt Überschwemmungsszenarien der Elbe - aber nicht der Zuflüsse der Elbe.

Wirf hier niemandem Faulheit vor, Du triffst auch mich damit. Und das sollte ich Dir übel nehmen.

rama
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Steffi aus G.:

Warum muss ich mich rechtfertigen, wenn ich spende

 
20.08.02 23:20
So verstehe ich den Beitrag ganz oben. Wenn ich persoenliche Not und Katastrophe sehe, ist es meine Pflicht zu spenden. Wenn ich als Ursache dafuer politische Fehlentscheidungen feststelle, habe ich immer noch die Pflicht, zu spenden. Und gleichzeitig die Politik zu aendern. Das aber ist eine andere Ebene.

Darf ich mich hier ueberhaupt einmischen? Ist meine Meinung zu 'blond'?
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ernuwieder:

die wahrheit über sachsen:

 
20.08.02 23:21

die ämter scheissen sich einen dreck um verantwortung, die hocken in den ämtern und lassen den tag vergehen...ich rede au erfahrung...jeder sachse kann dies bestätigen...nur jammern, nur bellen....nix tun.





ernuwieder





Flutkatastrophe: Unbedingt NICHT spenden! 756901
   Q U A D R A T U R ____d e s____K R E I S E S
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hagen:

ernuwieder! ;)

 
20.08.02 23:24
Meinst Du, das ist in anderen Bundesländern anders? Wir haben uns nur schon mit der Langsamkeit der Behörden arrangiert .... :(
Antworten
ramazotti:

ach Steffi

 
20.08.02 23:25
Schade, daß Du zwei verschiedene Dinge in einen Topf schmeißt.

Spenden ist keine Pflicht... aber ich verstehe Dich, denke auch so, spende, wenn es Not tut...

Aber die Politik wirst Du nicht ändern - und ich bezweifel, was weiter oben von anderen geschrieben steht, daß dieses spenden sinnlos sein soll.

Ist vielleicht auch für jene selbst eine Rechtfertigung...

hat alles auch gar nicts mit Deiner Haarfarbe zu tun... ;-)

rama
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Connie Lingus:

Sag ich immer wieder , die Mauer kostet uns Geld

 
21.08.02 00:05
Zu DDR- Zeiten hätte kein Westblatt davon berichtet.  
Antworten
ramazotti:

doch connie, hätten sie...

 
21.08.02 00:13
... weil wir, bzw. unsere damalige Führung, bei Euch mangels eigener Mittel, Hilfen und Spenden erbettelt hätten...

Und Ihr wärest großzügig gewesen, ich weiß es... :-))

rama
Antworten
Connie Lingus:

Das hätte doch der Russe schon gemacht

 
21.08.02 00:33
ich weiß es...:-))

Connie
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Dixie:

2000 Euro

 
21.08.02 08:11
sagt meine Nachbarin bekommen die privaten Flutopfer. So habe sie es gestern im Fernsehen gehört (ist Rentnerin und hat den ganzen Tag Zeit zum fernsehen). Der ganze Rest der Spenden geht an die Kommunen für neue Straßen, Bahntrassen, Gebäude etc. Deshalb spendet sie nicht. Wenn sie etwas gibt, will sie auch, dass die armen Leute, die ihr Hab und Gut verloren haben es bekommen. Auch ein Standpunkt.
Antworten
Fuzzzi:

@Taos, @Dixie

3
21.08.02 08:23
Taos - Offensichtlich hast Du Dir die zitierten Medienberichte nur mit dem halben A... reingezogen.

"Die Schäden in Sachsen sind so hoch, weil sich keiner Zuständig fühlt, die Sachen in Sicherheit zu bringen."

Käse ! Wenn Du gehört hättest, daß z.B. in Grimma um nachts halb eins keine Anzeichen von Hochwasser waren und 6 Uhr alles 2,5 m überflutet war, könntest Du keine solche Aussage treffen.
Übrigens wurden die meisten Extrem-Schäden nicht durch einfaches Hochwasser verursacht, sondern durch riesige Flutwellen an Orten, die noch nie eine Überflutung hatten.
Über 400 l Niederschlag/qm sind einfach eine Naturkatastrophe, die nichts aufhalten kann, auch keine Flußaue.
Die Elbe bei Wittenberg war jetzt 15 km breit. Soll ein solcher Streifen bei allen Flüssen freigehalten un ohne jede Nutzung bleiben ? Mahlzeit für alle dichtbesiedelten Bundesländer. Es lebe die Liquidierung von Köln/Bonn, Leipzig, Dresden, Passau u.v.a.
Und nicht zu vergessen ! Räumt Hamburg und die Nordseeinseln! Der nächste schwere Sturm kommt bestimmt ! Laßt der Nordsee ihre Freiräume !

Das sind doch alles nur Parolen und ob jemand spendet soll er doch selbst entscheiden.
Solche wie Du, die sich gegen Spenden wenden sind doch (in der Regel) die, die im eigenen Schadensfall am lautesten nach unterstützung rufen.
Außerdem ist bei Dir offensichtlich, daß Dein Problem die Spenden IN DEN OSTEN sind. Toll, die Klischees von Faulheit und Dummheit der Ossis. Warst Du schon mal dort ?

Richtig ist, daß uns die Medien steuern. Die sagen wann gespendet wird und wann nicht. Sie sagen uns auch, was wirklich schlimm ist und was nicht. Man muß sich nur an den 11.9.2001 erinnern ...

Aber so ist das nunmal und wir saugen alles auf, ob Naturkatastrophe oder Analystenempfehlung. Medien eben.

Ich jedenfalls spende lieber für den Aufbau UNSERES Landes und die damit zur Linderung des Leides Einzelner hinsichtlich Privathaushalt und Erhalt des Arbeitsplatzes. Lieber  als an irgendwelche Hilfsorganissationen, die das Aufbaugeld in Ländern versickern lassen, wo sich die Einwohner eh über kurz oder lang wieder die Köpfe einhauen. Wozu spenden für Afghanen und Bosnier ? Dort regiert die Waffe und wir unterstützen das mit unseren Steuern !

Na ja, nichts für Ungut, jedem seine Meinung.


@Dixie
Richtig was Deine Rentnerin gehört hat. Die familien bekommen 200 € Soforthilfe. Das ist aber ein Abschlag vom Staat und hat mit den Spenden nix zu tun ! Manche haben keine Kleidung, Essen oder Schulsachen mehr. Dafür soll dieses Geld gut sein. Über die Spendenverwendung entscheidet immer der Träger ! Infrastruktur ist Regierungssache ! Die menschen in diesem Land spenden für Hilfe an den Einzelnen und an Betriebe, die so Arbeitsplätze erhalten.
Sag ihr das !
Das sind die Auswirkungen von journalismus a la BILD, EXTRA, BLITZ, TAFF un die sie alle heißen. Meinungsmache eben.

Übrigens: Wer direkt an ein Spendenkonto der Landesregierung spendet geht nach Aussage der zuständigen Stellen sicher, daß die Spenden zu 100% ausgezahlt werden, im Gegensatz zu DRK, Diakonie u.v.a.  


Guten Morgen !

Antworten
taos:

@Fuzzzi

 
21.08.02 08:31
> Taos - Offensichtlich hast Du Dir die zitierten Medienberichte nur mit
> dem halben A... reingezogen

Was bitte ist ein halben A...?

Aber an der heftigen Reaktion merke ich, das meine Aussagen ein Treffer sind.

Taos

Antworten
stewin77:

@taos

 
21.08.02 08:41
"...Aber an der heftigen Reaktion merke ich, das meine Aussagen ein Treffer sind. ..."

wenn du dich hinstellst und einfach eine behauptung in den raum wirfst auf die reagiert wird, dass dann aufgrund der reaktion als treffer hinstellst, bist du ja ein noch größerer artist als ich bis jetzt schon dachte.
Antworten
Fuzzzi:

@Taos

 
21.08.02 08:47
MIT DEM HALBEN ARSCH !

Sollte aber nur eine Redensart sein und nicht persönlich gemeint sein, deshalb das A...


Ansonsten ohne Kommentar, da hab ich einfach keine Fragen mehr ...

Ciao
Antworten
altmeister:

so ein unsinn kalle!

 
21.08.02 09:07
der punkt ist doch der das weder dresden noch meißen und schon garnicht bitterfeld schoneinmal so überfluttet waren!
also was lernen? das mann ganze landstriche einfriedet weil alle 1000 jahre mal ne flut kommt?


mfg altmeister
Antworten
Karlchen_I:

@Altmeister: Dein Argument ist schwach.

 
21.08.02 09:34
Was haben wir denn? Ein unvorhergesehenes Ereignis - hervorgerufen durch starken Regen.

Dabei sind dann aber noch Nebenbedingungen zu beachten - und dazu gehört die Versickerungsmöglichkeit und die Staumöglichkeit von Wasser. Nun könnte es durchaus sein, dass in den letzten Jahren die Versickerungsmöglichkeiten eingeschänkt wurden. Und das ist so: Alles akkurat mit Verbundsteinplaster versiegeln, Wasser aus den Dachrinnen in die Kanalisation leiten, Feldwege asphaltieren, neue Wohngebiete erschließen und deren Regenwasse auch in die Flüsse leiten etc.

M. E. wäre das Hochwasser nicht so schlimm geworden, wenn ökologischer gebaut worden wäre.
Antworten
altmeister:

@karlchen

 
21.08.02 09:41
nun das weiß mann aber nicht! im mdr wurden gestern 4 experten mit unter schiedlichen meinungen gehört.
3 von ihnen sprachen davon was du selbst in deinem 1. satz sagtes, ein unvorhergesehenes ereignis durch starken regen!
und das mann davon ausgehen kann das dies nichts mit der bebauung zu tuen hat!
Antworten
Karlchen_I:

@Altmeister, ich weiss ja nicht was das....

 
21.08.02 10:06
für Experten waren. Aber wir als Nichtfachleute können es uns ja auch selbst denken. Etwa: Früher ist Regenwasser auf eine Hof versickert, heute ist fast jeder Hof gepflastert und das Wasser geht in die Kanalisation. Dann die Garagenauffahrten -> Wasser läuft in den Kanal. usw. usw.

Aber all das ist bekannt:

www.umweltbundesamt.de/rup/...asser-workshop/bericht-18-98.pdf
Antworten
Geronimo:

Koyaanisqatsi

 
21.08.02 10:07
Die Natur gibt euch deutliche Zeichen, doch ihr wollt sie nicht erhören.
Die Flüsse schreien voller Qual, ihr erhört sie nicht.
Statt dessen beutet ihr sie Sinnlos aus, begradigt sie und entsorgt euren Wohlstandsmüll in ihnen.
Nun holen sie sich wieder was ihnen einst gehörte.
Die Natur könnt ihr nicht besiegen, nur euch selbst.
Eure Selbstzerstörungskräfte sind gelenkt von blinder Gier.
Ihr sammelt Geld für die weitere Forcierung des von euch geschaffenen Desasters im Sinne der Reinigung eurer verschmutzten Gewissen.
Die unbewußten lernen nicht.
Was muß noch geschehen?

Antworten
altmeister:

@karlchen

 
21.08.02 10:10
ich bin ja uf dem gebiet nun tatsächlich kein experte aber dd wurde vor allem neu gebaut. will sagen garagen höffe usw waren schon da die städte wurden schlicht saniert.
Antworten
kalle4712:

Schön, dass ich nicht "zerrissen" wurde, sondern

 
21.08.02 11:14
eine vernünftige Diskussion mit einigen guten Argumenten daraus geworden ist.
Antworten
Dixie:

@Karlchen_I

 
21.08.02 11:54
Und warum wird man als Grundbesitzer dann von der Gemeinde GEZWUNGEN, Regenwasser in den (neugebauten) Kanal zu leiten, statt es wie vorher versickern zu lassen und für dieses "Privileg" darf man dann noch horrende Gebühren zahlen und den Kanalbau anteilig sowieso?

(Da war tatsächlich letztes Jahr dreimal so eine Beamten-Type bei uns zu Hause und hat mit gefärbtem Wasser getestet, ob ja kein Tropfen Regen aus den Regenrinnen mehr auf dem Boden landet)

*kopfschüttelnd*
Dixie
Antworten
Karlchen_I:

@Genau Dixie.... Das ist es eben.....

 
21.08.02 12:01
Hier in Berlin ist das übrigens anders - jedenfalls als ich gebaut habe. Da gibt
es die Vorschrift, dass Regenwasser auf dem Grundstück versickern muss. Wird bei Neubauten kontrolliert. Also habe ich ein paar Rohre gelegt und mit umgestülpten Zementkübeln eine Versickerung gebaut. Geht - war hier allerdings wegen des Sandbodens einfach. Geht aber auch bei anderen Böden, ist dann aufwendiger - spart aber Kanalgebühren.
Antworten
wetty:

@Dixie

 
21.08.02 12:06

Recht hast Du, bei mir ist es genauso, ich lasser gerade die Schmutz u. Regenwasser-Erschliessung fuer mein neues Haus machen.

Das Regenwasser _darf nicht_ versickern. Abgesehen von dem oekologischen Schwachsinn habe ich dadurch auch Mehrkosten von ca. 3000,- Euro. Plus die dann folgenden Abwassergebuehren, praktisch fuer immer.

Und wenn es so ist wie ich es mir vorstelle, dann werden bei naechster Gelegenheit die Regenwasser-Abwassergebuehren erhoeht, aufgrund "gestiegener Niederschlagsmengen".
Danke.




mfg
Antworten
Dixie:

Erst Müntefering,jetzt Doris Schröder-Köpf. *lutv*

 
21.08.02 14:35
Schröder-Köpf schreibt an Friede Springer

Frau Friede Springer hat mich gebeten, auf Ihren offenen Brief zu antworten. Wie Sie wissen, bin ich bei Springer für die Postbearbeitung zuständig. Sie haben sich in einem Brief an meine Verlegerin darüber mokiert, daß ich in meiner "Bild"-Kolumne am Montag nicht nett über Politiker geschrieben habe. Das dürfen Sie, denn Sie sind die Frau eines Politikers. Sie haben darin Sätze geschrieben, die unsinnig sind. Das dürfen Sie nicht, denn Sie sind eine Journalistin. Ich schrieb zu dem Katastrophentourismus der Politiker in die Überschwemmungsgebiete: "Die Deutschen kennen sich im Elend aus. Meist haben Politiker sie ins Elend geführt. Wir werden uns selbst von dem Schlamm befreien. Sollen die Politiker ruhig ihre Wasser-Wahlreden halten." Früher, als Sie noch Journalistin waren und nicht Frau Bundeskanzler, haben Sie auch solche Sätze geschrieben. Heute aber, liebe Frau Schröder-Köpf, rümpfen Sie Ihr Näschen und schreiben an meine verehrte Verlegerin: "Der Schlamm bezieht sich nicht allein auf die Zerstörungen durch das Hochwasser. Ist diese Form von ,Schmutz-Journalismus' und Demokratieverachtung in Ihrem Sinne?" Gemach, Fräulein, gemach. Es ist rührend zu sehen, wie Sie, da die CDU es so sträflich vernachlässigt, jetzt endlich wieder das klassische Rollenbild der Frau mit Leben erfüllen. Ich sehe Sie vor mir, wie Sie die Zeitung lesen und dann zu Ihrem Mann rufen, der sich gerade im Bad vor dem Spiegel die Krawatte bindet: Gerd, das können die nicht mit dir machen! Als Gerd dann ins Büro gegangen war, haben Sie sich hingesetzt, so denke ich mal, und haben versucht, von Frau zu Frau, einen mahnenden Brief an meine Verlegerin zu schreiben. Leider ist dann wohl Franz Müntefering auf einen Kaffee bei Ihnen vorbeigekommen, hat gesehen, an wen Sie schreiben, und laut gerufen "Keine Briefe! Besser gleich verklagen!" Darauf Sie: Aber wegen des Hochwassers sind doch alle Verbindungen nach Magdeburg unterbrochen, wo soll ich mich denn dann mit Kai Diekmann zu vergeblichen Vermittlungsgesprächen treffen? Da hat dann Müntefering nachgedacht. Er zwirbelt lange mit der linken Hand seine rechte Augenbraue. Plötzlich springt er auf und ruft: "Ich hab's! Das ist ,Schmutzjournalismus'! Verstehst du, Doris? Wegen des Schlamms, das ist ein subtiler Vergleich, der zieht." Und schon schrieb Müntefering Ihren Brief zu Ende, in gewagter Ausdeutung seines Amtes als Generalsekretär. Ich kann mir vorstellen, daß Ihnen die ganze Sache jetzt schon peinlich ist. Nachdem Sie Ihr Buch "Der Kanzler wohnt im Swimming-Pool" genannt hatten, obwohl Ihnen doch klargewesen sein müßte, daß Sie ihn da mit Scharping verwechseln, ist das jetzt schon der zweite Klopper. Friede Springer, so schreiben Sie in Ihrem offenen Brief, "bevorzuge es, dezent im Hintergrund zu bleiben". Wollen Sie es nicht auch einmal damit versuchen?

Herzlichst, Ihr Franz-Josef Wagner.

flo

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2002, Nr. 193 / Seite 35
Antworten
maxperforma.:

coole Antwort von Wagner

 
21.08.02 16:03
die Doris scheint mir in der Endphase des Wahlkampfes wirklich
etwas übermotiviert zu sein. Harald Schmidt hat sie
dafür gestern ordentlich zerlegt.
Antworten
kalle4712:

Nette neue Info

 
21.08.02 17:25
Habe heute gehört, dass einige städtische Behörden in Ostdeutschland ihre Aufgaben nicht wahrgenommen haben: Die Beamten von Ordnungsämtern sind geflüchtet, ohne Bewohner und Firmen zu informieren oder zu warnen.

Na, Prost Mahlzeit.
Dafür soll ich auch noch spenden? Nein danke - vor allem, weil die Leute aus ihren Fehlern anscheinend sowieso nicht lernen.
Antworten
chreil:

Das Blöde bei Subventionen und Spenden

 
21.08.02 17:44

sind eben immer die falschen Anreize, die daraus für die Zukunft entstehen.

Grüße ins Board von

chreil
Antworten
Karlchen_I:

In der Frankfurter Rundschau vom Wochenende....

 
21.08.02 17:44
stand auch, dass der Dresdener Oberbürgermeister zienmlich verpennt reagiert hat. Der Milbradt soll ihn - so die Meldung - demnächst unangespitzt in den Boden rammen.
Antworten
Faceless:

Habe heute gehört...

 
21.08.02 17:59
Wenn ich das schon höre! Welche "Infos"zieht ihr euch eigentlich rein???
Antworten
Karlchen_I:

Nu, doa is de Quelle

 
21.08.02 18:16
Über den Dresdner OB, scheint so ein Westerwilly-Typ zu sein...


Die Flut in Dresden
--------------------------------------------------

Als der OB angeblich kein Problem sah

Von Bernhard Honnigfort (Dresden)

Sachsens Ministerpräsident machte am Donnerstagabend düstere Andeutungen: "Wenn das Wasser abgelaufen ist, werden wir aus Akten und Belegen zusammenstellen, wie alles gelaufen ist. Dann werden Sie sehen, wer richtig gehandelt hat und wer nicht." Deutlicher wollte er nicht werden.

Georg Milbradt ist sauer, um es einmal vorsichtig zu sagen. Seinen Zorn hebt er sich jedoch für die Zeit auf, wenn das Hochwasser abgeflossen ist, wenn die schlimmste Not vorüber ist und ans Aufräumen gedacht werden kann. Dann dürfte er mit Ingolf Roßberg, Dresdens FDP-Oberbürgermeister, ein Hühnchen rupfen. Hinter den Kulissen ist seit Tagen zu hören, dass das Krisenmanagement im Dresdner Rathaus schlecht funktioniert. "Das Katastrophenamt ist selbst eine Katastrophe", soll eine Rettungshelferin geschimpft haben.

Auf die Palme gebracht hat Milbradt eine Falschmeldung, verbreitet vom Dresdner Rathaus: Danach sollte die Maltertalsperre am Mittwoch gebrochen sein und ein Sturzbach auf den Vorort Freital zurasen. Hunderte Menschen gerieten daraufhin in Panik und flüchteten.

Nach FR-Informationen musste Milbradt Roßberg in der Nacht zum Dienstag zweimal zu Hause anrufen, um ihm klar zu machen, was auf Dresden zurollte. Nachts gegen 1.30 Uhr, als die Maltertalsperre schon 150 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ablaufen ließ, das durch die Weißeritz auf Dresden zuraste, soll Roßberg gesagt haben, er sehe die Lage nicht als problematisch an. Gegen 2.15 Uhr soll Milbradt erneut auf die Lage hingewiesen und zur sofortigen Evakuierung des Stadtteils Friedrichstadt und vor allem des Krankenhauses geraten haben. Angeblich vier Stunden später habe die Evakuierung begonnen. Staatskanzleichef Stanislaw Tillich (CDU) schimpft: "Wir hätten viele Hubschraubereinsätze sparen können, wenn rechtzeitig reagiert worden wäre."

Im Rathaus weist man die Vorwürfe zurück. "Das ist Quatsch", sagte Roßbergs Pressesprecher Kai Schulz am Freitag. Auch dass Roßberg in der ersten Katastrophennacht im Bett gelegen habe, stimme nicht. Die Landesregierung hat still und heimlich Konsequenzen gezogen. Auch aus der merkwürdigen Tatsache, dass im Dresdner Rathaus zwei Krisenstäbe nebeneinander agieren. Milbradt hat Roßberg seinen Innenminister Horst Rasch als Aufpasser an die Seite gesetzt. In der Staatskanzlei umschreibt man das freundlich als "Verbindungsstelle".

Mehr dazu im FR Top-Thema



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Copyright © Frankfurter Rundschau 2002
Dokument erstellt am 16.08.2002 um 21:45:36 Uhr
Erscheinungsdatum 17.08.2002

Antworten
utscheck:

@kalle, karlchen, taos ihr seid........

 
21.08.02 18:41
ne, ne das erspar ich mir.

Der eine kennt jemanden der jemanden kennt der sich bei der Oderflut auskannte und der sagte........spende nicht das ist so und so.

Unvorhersehbare Unwetter...bla, bla,-soll dann wohl heissen, wenn in München ein Wirbelsturm o. Erdbeben für Verwüstungen sorgt, sagst du auch na wieso ham se den ausjerechnet ihre Bude da uffjebaut

Na ja und Taos was du hier von Stapel gelassen hast, da kann ich wirklich nichts sagen, sonst kotz ich in meine Tastatur.

utscheck
Antworten
Karlchen_I:

@utscheck.... Was soll denn die Anmache.....

 
21.08.02 19:16
Ist doch der Sache nicht angemessen. Angemessen ist wohl eher dies:

Jeder Haushalt in Deutschland wird verpflichtet, eine Versicherung gegen Hochwasser, Sturm, Lawinen, Atomkraftunfälle, Erdbeben abzuschließen. Die Höhe der Versicherungssumme richtet sich nach der Wahrscheinlichkeit, dass ein entsprechender Schaden eintritt. Jede Versicherung kann eine entsprechende Police anbieten, aber jeder Haushalt ist verpflichtet, solch eine Versicherung abzuschließen.

Dann hört doch endlich das Jammern hier auf - kann es nun wirklich nicht mehr hören. Angesichts der Schicksale der aktuell Betroffenen kann ich es ja noch verstehen - rational ist das aber nicht.
Antworten
utscheck:

jeder Haushalt ist verpflichtet ???

 
21.08.02 19:25
Wer zum Henker hat dir diesen Blödsinn erzählt.

Die Allianz hat alle alten unter DDR Recht geschlossenen Versicherungsverträge nebst Inhalt übernommen, so wird ein Schuh draus. Kannst dir aber sicher sein, dass der von vielen schon verändert bzw. die Versicherung wegen der Kosten gewechselt wurde.

Ist übrigens die Hausrat. Inhalt unter anderem eine Laubenversicherung oder Hagelschlag u.v.m. war damals Standard ob du eine hattest (Laube) oder nicht war Wurst.

Ach ja. Ich jammere nicht.

utscheck
Antworten
Karlchen_I:

@Utschek: Ich habe nicht gesagt......

 
21.08.02 19:40
jeder Haushalt ist verpflichtet, sondern jeder Haushalt wird verpflichtet.

Wir können ja mal das Beispiel Schweiz nehmen: Dort gibt es solche Pflichtversicherungen in den meisten Kantonen.

Und nun mein Vorschlag: Jeder Haushalt wird verpflichtet, sich gegen Hochwasser, Lawinen, Sturm, Waldbrände, Atomkrafteinflüsse, Erdrutsche etc. zu versichern. Die Versicherungsprämie richtet sich nach der Schadenswahrscheinlichkeit. Jede Versicherung, die am Wettbewerb teilnehmen will, muss beriet sein, den Haushalten in allen deutschen Regionen eine Police anzubieten.

Das wäre nun zwar ein Staatseingriff - aber einer zur Förderung des Marktes. Dann wollen wir doch mal sehen, wie sich der Markt entwickelt. Dann braucht es keine Staaatsknete bei Katastrophen und kein Spendengedudel. Einfach mal einen neuen Markt schaffen und ihm freien Lauf schaffen. Vorschlag eines alten Marxisten, also derjenigen Spezies, die sich mit den vorwärtstreibenden Triebkräften des Kapitalismus am besten auskennen.
Antworten
utscheck:

Habs nur überflogen und deshalb.....

 
21.08.02 19:47
überlesen.

Du willst also zwangsversichern?
Wie willst du unterscheiden?
Haus 1. Etage=50 Euro
    2. Etage=20 Euro
und alles was drüber ist, weil 15m über normal brau nicht?
Welche Summe willst du abdecken? Zeitwert? Da wird dann auch wieder einer spenden müssen.

Hmmmmmm
utscheck
Antworten
Karlchen_I:

@Utschek... Ich mach mal einen neuen Threat auf... o.T.

 
21.08.02 19:51
Antworten
Karlchen_I:

Und noch 'ne Pfeife....

 
22.08.02 14:59
HOCHWASSER IM URLAUB VERPASST

Wie Bitterfelds Bürgermeister baden ging

Im Hochwassergebiet von Sachsen-Anhalt gerät Bitterfelds Bürgermeister in Erklärungsnot: Während in der vergangenen Woche Tausende Freiwillige in einer dramatischen Aktion versucht hatten, die Chemiestadt vor der Überflutung zu retten, weilte das Stadtoberhaupt ahnungslos beim Jahresurlaub an der sonnigen Südküste Brasiliens.

 
DDP

Und wo bitte war der Bürgermeister? Bitterfelder Bürger am 16.8.2002


Bitterfeld - Von den katastrophalen Zuständen in seiner Stadt, entschuldigt sich Bürgermeister Dr. Werner Rauball (SPD), habe er aufgrund massiver Kommunikationsprobleme erst erfahren, als weite Teile Bitterfelds bereits unter Wasser standen.
"Ich war gerade in Südbrasilien, in einem kleinen Fischerdorf, 500 Kilometer vor Porto Alegre", berichtet der Urlauber, der sich seit Dienstag wieder in Deutschland befindet. Zwar habe es in der Ortschaft ("Der Name fing mit A an") Rundfunk gegeben, doch leider habe er nichts verstehen können, da er kein Portugiesisch beherrsche. Auch telefonsich sei er nicht erreichbar gewesen.

Derweil hatte Rauballs parteilose Stellvertreterin Carola Niczko immer dramatischere Meldungen an die E-mail-Adresse ihres Chefs geschickt, die er für Notfälle zuhause hinterlassen hatte. Doch ohne Erfolg.

"Erst am Sonntag hatte ich Zugang zum Internet", rechtfertigt sich Rauball. Als er seine E-mails las, habe er den Urlaub sofort abgebrochen und sei umgehend nach Bitterfeld zurückgekehrt.

Chaos während der Abwesenheit

Während der Abwesenheit des Bürgermeisters ist es in seiner Heimatstadt offenbar zu chaotischen Zuständen beim Krisenmanagement gekommen. Die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet über absurde Pannen und Abstimmungsfehler zwischen den Krisenstäben um Landrat Uwe Schulze (CDU). Im allgemeinen Chaos habe die stellvertretende Bürgermeisterin Niczko schließlich sogar bei Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) angefragt, ob die Bundeswehr nicht das Kommando in Bitterfeld übernehmen könne.

Die Pannen und die Frage, warum Bürgermeister Rauball im Urlaub nicht erreichbar war, dürften jetzt eine zentrale Rolle bei der Sitzung des evakuierten Stadtrates spielen, der am Donnerstagnachmittag im Wolfener Kulturhaus tagt.

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