Gericht ermahnt Mologen zur Abgabe des HV-Protokolls. Gab es einen WAHLBETRUG, als Oliver Krautscheid Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde und will jetzt keiner das Papier der Schande unterschreiben?
03.09.14 22:28 / 1 Comment / jetzt kommentieren
Gestern, am 2. September 2014, hat das Regisergericht Charlottenburg die Mologen AG schriftlich aufgefordert, endlich das Protokoll der letzten Hauptversammlung abzugeben, die am 13. August 2014 stattgefunden hat.
So lautet die telefonische Auskunft auf wiederholte Nachfrage, wo denn das HV-Dokument bleibe. Bis heute, drei Wochen nach der HV, haben die Verantwortlichen der Gesellschaft noch immer nichts eingereicht, obwohl das Gesetz die “unverzügliche” Abgabe fordert.
Auch die Gesellschaft schweigt. Vorstand Schroff antwortet nicht, sein Pressesprecher Prof. h.c. Peter Hübner ebensowenig. Seriöse Unternehmenskommunikation sieht anders aus.
Manche sprechen von Wahlbetrug.
Das spricht Bände und nährt die Vermutungen, dass es bei der Wahl von Oliver Krautscheid zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats zu Manipulationen gekommen sei. Manche sprechen ganz offen ihren Verdacht aus, dass es möglicherweise einen Wahlbetrug gab. Aus welchem Grund sonst soll sich die Einreichung des HV-Protokolls dermaßen in die Länge ziehen? Es ist zu vermuten, dass sich jetzt keiner findet, der unterzeichnen und die Verantwortung übernehmen will. Eigentlich müsste da jetzt die Unterschrift des scheidenden Aufsichtsraatsvorsitzenden Gregor Kunz stehen.
Tatsächlich hat während der Versammlung eine wundersame Stimmrechte-Vermehrung zugunsten von Kandidat Krautscheid stattgefunden.
Plötzlich neue Präsenzliste.
Ein aufmerksamer Aktionär hatte nämlich erstaunt festgestellt, dass auf einmal – kurz vor dem ersten Wahlgang – eine neue Präsenzliste ausliegt. Plötzlich waren da exakt 587.719 Stimmen mehr, die Krautscheid seinen hauchdünnen Sieg gegen den Kandidaten Wolfgang Fauter brachten.
Danach kam es zum Tumult, als Versammlungsleiter Stefan ten Doornkaat den ersten Wahlgang mit der Begründung für ungültig erklären ließ, es seien über 100% der anwesenden Stimmen abgegeben worden. Oh Wunder, nachdem er selbst jeder Stimme jeweils eine GEGEN- und eine FÜR-Karte zugesprochen hatte. Aus einer Stimme waren also zwei gemacht worden.
Was machte der seltsame Anwalt Seibt da am Podium?
Was führten Stefan ten Doornkaat und sein Nebenmann – der winterlich angezogene Freshfileds-Anwalt Christoph Seibt – im Schilde, als sie diese merkwürdige Wahlmethode anwandten? Beide waren sichtlich vom Umstand überfordert, dass es plötzlich einen Gegenkandidaten zu Krautscheid gab. Und warum war plötzlich der ganze Wahlgang obsolet? Doornkaats lapidare Begründung kann nicht der wahre Grund gewesen sein. Ist etwa nicht das bestellte Ergebnis eingetreten?
Wir werden uns in den kommenden Tagen noch eingehend mit der Wahl von Oliver Krautscheid zum Vorsitzenden des Mologen-Aufsichtsrats befassen und aufzeigen, welche Kräfte hinter den Kulissen dieser chaotischen HV gewirkt haben könnten.
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