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ARD und ZDF hoffen inständig, dass sich die deutsche Nationalmannschaft für die Fußball-WM 2002 qualifiziert. Sonst haben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten ein massives Darstellungsproblem.
Hamburg - Sollte sich die Mannschaft von DFB-Teamchef Rudi Völler in den beiden Relegationsspielen gegen die Ukraine am 10. und 14. November nicht für die Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea qualifizieren, müssen die Intendanten von ARD und ZDF sich gegenüber ihren Gebührenzahlern rechtfertigen.
Unabhängig davon, ob Oliver Kahn & Co. in Asien mitkicken werden, zahlen ARD und ZDF dem Rechteinhaber, der in München ansässigen KirchGruppe, 250 Millionen Mark. Für diese Summe haben die öffentlich-rechtlichen Anstalten die Rechte an 25 Live-Spielen der WM erworben, darunter alle möglichen Partien der deutschen Elf, das Eröffnungs- und das Endspiel. Eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass die DFB-Auswahl in der WM-Relegation scheitern sollte, sieht der Kontrakt nicht vor. Das sei bei Verträgen dieser Art nicht üblich, verteidigen die Rechtsabteilungen von ARD und ZDF den laxen Umgang mit den Rundfunkgebühren.
Abgesehen von der Tatsache, dass allein schon deshalb mit vergleichsweise niedrigen Einschaltquoten gerechnet werden muss, weil die Live-Übertragung der WM-Spiele hier zu Lande vormittags über die Sender gehen, sieht man einer WM ohne deutsche Beteiligung gelassen entgegen. "Die Erfahrung bei der Europameisterschaft 2000 hat gezeigt", so ARD-Sprecher Rüdiger Oppers, "dass die Quote auch ohne deutsche Beteiligung nicht eingebrochen ist." Das Publikum sei nun mal in erster Linie an gutem Fußball interessiert.
Seit der verpassten direkten WM-Qualifikation des DFB-Teams am vergangenen Samstag werden Oppers Worte in hochrangigen ARD-Kreisen entsprechend interpretiert. Sollte die deutsche Elf in der Relegation an der Ukraine scheitern, so erzählt man sich dort, seien die Chancen auf eine gute Quote ohnehin größer. Dann könnte man den Zusehern wenigstens guten Fußball garantieren.
Bei der WM 2006 übrigens, für die ARD und ZDF von Kirch immerhin ein Vorkaufsrecht auf 25 Spiele eingeräumt bekommen haben, stellt sich das derzeitige Problem nicht. Denn als Gastgeber des wichtigsten Fußballturniers der Welt ist Deutschland in fünf Jahren in jedem Fall qualifiziert.
Setzen ARD und ZDF Millionen in den Sand?
ARD und ZDF hoffen inständig, dass sich die deutsche Nationalmannschaft für die Fußball-WM 2002 qualifiziert. Sonst haben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten ein massives Darstellungsproblem.
Hamburg - Sollte sich die Mannschaft von DFB-Teamchef Rudi Völler in den beiden Relegationsspielen gegen die Ukraine am 10. und 14. November nicht für die Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea qualifizieren, müssen die Intendanten von ARD und ZDF sich gegenüber ihren Gebührenzahlern rechtfertigen.
Unabhängig davon, ob Oliver Kahn & Co. in Asien mitkicken werden, zahlen ARD und ZDF dem Rechteinhaber, der in München ansässigen KirchGruppe, 250 Millionen Mark. Für diese Summe haben die öffentlich-rechtlichen Anstalten die Rechte an 25 Live-Spielen der WM erworben, darunter alle möglichen Partien der deutschen Elf, das Eröffnungs- und das Endspiel. Eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass die DFB-Auswahl in der WM-Relegation scheitern sollte, sieht der Kontrakt nicht vor. Das sei bei Verträgen dieser Art nicht üblich, verteidigen die Rechtsabteilungen von ARD und ZDF den laxen Umgang mit den Rundfunkgebühren.
"Quote bei EM nicht eingebrochen"
Abgesehen von der Tatsache, dass allein schon deshalb mit vergleichsweise niedrigen Einschaltquoten gerechnet werden muss, weil die Live-Übertragung der WM-Spiele hier zu Lande vormittags über die Sender gehen, sieht man einer WM ohne deutsche Beteiligung gelassen entgegen. "Die Erfahrung bei der Europameisterschaft 2000 hat gezeigt", so ARD-Sprecher Rüdiger Oppers, "dass die Quote auch ohne deutsche Beteiligung nicht eingebrochen ist." Das Publikum sei nun mal in erster Linie an gutem Fußball interessiert.
Seit der verpassten direkten WM-Qualifikation des DFB-Teams am vergangenen Samstag werden Oppers Worte in hochrangigen ARD-Kreisen entsprechend interpretiert. Sollte die deutsche Elf in der Relegation an der Ukraine scheitern, so erzählt man sich dort, seien die Chancen auf eine gute Quote ohnehin größer. Dann könnte man den Zusehern wenigstens guten Fußball garantieren.
Gott sei dank ist Deutschland bei der WM 2006 Gastgeber
Bei der WM 2006 übrigens, für die ARD und ZDF von Kirch immerhin ein Vorkaufsrecht auf 25 Spiele eingeräumt bekommen haben, stellt sich das derzeitige Problem nicht. Denn als Gastgeber des wichtigsten Fußballturniers der Welt ist Deutschland in fünf Jahren in jedem Fall qualifiziert.













