Auszug aus "Der Tagesspiegel " vom 08.05.2002
PSI mit neuem Joint Venture
Das Softwarehaus PSI AG, Berlin, und die österreichische VA Tech haben ein gemeinsames Joint Venture mit Sitz in Wien gegründet.
PSI sei mit 40 Prozent an der neuen VA Tech CNI beteiligt, VA Tech mit 60 Prozent, teilten beide Unternehmen mit. PSI will mit Hilfe des Joint Venture ihre Software für Netzleitsysteme – insbesondere für die Energiewirtschaft – verstärkt international vermarkten. Die Unternehmen rechnen langfristig mit Mehrumsätzen von zusammen 100 Millionen Euro im Jahr.
40% des Joint-Ventures liegen bei PSI.
und noch eins:
Auszug aus "FINANZEN " vom 05.04.2002
PSI – Jetzt gelingt der Turn-around
Der Aktienkurs der PSI AG sagt mehr als tausend Worte. Im Jahresvergleich hat sich der Kurs geviertelt, gegenüber dem Allzeithoch mehr als gezehntelt.
PSI, mit Sitz in Berlin, ist in die drei Bereiche Netz-, Produktions- und Informationsmanagement gegliedert. Im Bereich Netzmanagement entwickelt PSI Software für Energie-, Telekommunikations- und Verkehrsunternehmen. Im Produktionsmanagement hat PSI eine ERP-Lösung und spezifische Softwareprodukte für Stahl und chemische Industrie sowie für den Logistikbereich. Informationsmanagement hat sich auf CRM-Lösungen spezialisiert und arbeitet vor allem mit Behörden zusammen. PSI, das ist auch die Geschichte von Versprechungen auf Ertragsverbesserung, die dann nicht eingehalten werden konnten. War es im Jahr 2000 der Produktionsbereich, der unerwartet schlecht abschnitt, verhagelte 2001 der Bereich Informationsmanagement, repräsentiert durch die Tochter Ubis, die Bilanz und sorgte für rote Zahlen. Angesichts des niedrigen Kurses und der relativ soliden Bilanz müssen Anleger heute eher darauf schauen, was denn passiert, wenn nichts mehr schief läuft. Die Zahlen: PSI setzte im vergangenen Jahr 164,9 Millionen Euro um. Der Verlust verringert sich um zwei Drittel auf 5,1 Millionen Euro. Da PSI ein positives Bilanzergebnis erzielte, spricht vieles dafür, dass der Turn-around gelingen kann. Neben den erheblichen Kostensenkungen im Personalbereich deuten auch der auf 130 Millionen Euro gestiegene Auftragseingang in die richtige Richtung. Auf Basis der von Analysten erwarteten Umsatzzahlen für 2002 von rund 180 Millionen Euro ergeben sich folgende Umsatz- und Ertragsaufteilung für die einzelnen Bereiche. Netzmanagement wird bei einem Umsatzniveau von rund 80 Millionen Euro ein Betriebergebnis von acht Millionen Euro erzielen, der Bereich Produktionsmanagement bei einem Umsatz von ebenfalls 80 Millionen Euro ein Ergebnis von maximal zwei Millionen Euro. Der Bereich Informationsmanagement sollte trotz eines Prestigeauftrages der FIFA zur Fußball-WM mit null abschließen. In der Summe sollte PSI also ein EBIT von zehn Millionen Euro erzielen. Nach Steuern wäre das ein Ertrag von mindestens fünf Millionen Euro, beziehungsweise 50 Cent pro Aktie.Mit den Berichten zum ersten Quartal wird PSI zum ersten Mal Segmentzahlen veröffentlichen und Analysten eine detailliertere Beurteilung des Unternehmens ermöglichen. [b]Der innere Wert des Unternehmens dürfte bei acht bis zehn Euro liegen. Dass dieses Kursniveau erreicht wird, verlangt aber etwas Geduld. [/b]