meine meinung zu den zahlen: achtung gefährliches halbwissen (nur einige semester bwl)
und sorry für das lange posting ....
deshalb stelle ich mal das bzw. mein fazit voran :
es gibt spielraum in der bilanz
hiernach hat epi mit dem test in q4 kaum umsatz gemacht, wenn man die patentzahlung (1,4 mio) abrechnet.
GRUND:
lieferung an die tochter in den ersten drei quartalen in höhe von 2,6 mio
danach verkauf der test durch die tochter aus bestand
auszug jb 2016
Vor allem gestaltete sich der Produktanlauf von Epi proColon im US-Markt nach der Zulassungsentscheidung der FDA im zweiten Quartal des Geschäftsjahres etwas langsamer, als unser Vertriebspartner und wir es erhofft hatten. Unsere Zielgruppe der (klinischen) Referenzlabore, Laborgruppen und Kliniken wartete zunächst die ersten Kostenerstattungsentscheidungen seitens der Versicherungsträger ab. Im November beschlossen dann die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) die Zuteilung einer eigenen Abrechnungsziffer der Stufe 1 im US-Verzeichnis der medizinischen Leistungen CPT (Current Procedural Terminology) für Epi proColon mit Wirkung vom 1. Januar 2017.
seite 55
die tochter epi usa steht bei epi de ordentlich in der kreide. über drei millionen.
und das sind nur herstellungskosten der test, da diese nur zum herstellungpreis als forderungen bilanziert werden dürfen.
epi usa verkauft dann an polymedco usw.
auszug jb 2016
Als Lizenznehmer für die Vermarktungs- und Vertriebsrechte für Epi proColon in Nordamerika betreibt die Tochtergesellschaft seit dem Berichtsjahr nun ein eigenes operatives Geschäft, mit dem sie mittelfristig die Profitabilitätsschwelle erreichen soll.
Solange die Umsätze auf dem US Markt, die über die Geschäftsbeziehung zu unserem Partner Polymedco erzielt werden, sich noch auf niedrigem Niveau bewegen, kann sich Epigenomics, Inc. noch nicht aus dem eigenen Kapitalfluss finanzieren und die aktuell kumulierten
Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft noch nicht zurückzahlen.
In 2017 werden wir als Muttergesellschaft darüber entscheiden, wie mit dieser Problematik bis zum Erreichen des Break-even-Punkts der Tochter umgegangen werden soll.
Durch unsere Strategieführerschaft im Konzern können wir die Finanzierung der Tochter jedoch steuern und beeinflussen und gehen diesbezüglich von einer Werthaltigkeit der Forderungen an die Tochter aus.
seite 59
ebenfalls lizenznehmer ist biochain. da werden die umsätze nicht durch den testverkauf, sondern durch lizenzgebühren erwirtschaftet.
hier können die zahlungen und somit der umsatz zu einem späteren zeitpunkt vereinbart werden.
Fazit:
es besteht in der Bilanzierung, insbesondere über verbundene Unternehmen und Dritte, einiges an "Gestaltungsspielraum" und die wirkung kann bei so kleinen zahlen enorm sein