Energiekontor nimmt Wachstumsprognose zurück

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Energiekontor nimmt Wachstumsprognose zurück Brummer
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Energiekontor nimmt Wachstumsprognose zurück

 
27.03.02 10:51
#1
Der Windanlagenbauer Energiekontor hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Gewinnsteigerung verzeichnet, seine Prognose aber wegen der Verschiebung von Projekten nicht eingehalten. Auch für 2002 senkt der Konzern seine ursprünglichen Erwartungen.

Der Gewinn kletterte auf 6,14 Mio. Euro nach 5,6 Mio. Euro im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bremen mit. Auch für 2002 erwartet Energiekontor ein "starkes Wachstum". Energiekontor gehe anhand der vorliegenden Erfahrungswerte von einer konservativeren Entwicklung als ursprünglich erwartet aus. "Daher wird der Business-Plan zurzeit aktualisiert und an die zu erwartenden Marktverhältnisse angepasst", so der Windparkbauer. Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von 30 bis 40 Prozent und einer Ebit-Marge von elf Prozent.

Die ursprünglich Prognose lag deutlich darüber: Energiekontor hatte mit einem Umsatz von 203 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 21,67 Mio. Euro gerechnet. Es habe sich herausgestellt, dass die Margen zugekaufter Projekte und die Möglichkeit, sie kurzfristig zu realisieren, für einen kontinuierlichen Wachstumsbeitrag nicht ausreicht und zudem größere Personalkapazitäten binden würden. Daher werde sich die Gesellschaft in Zukunft wieder auf die Eigenakquisition von Standorten und ihre weitere Entwicklung konzentrieren.

Die für die zukünftige Unternehmensentwicklung maßgebliche Projektpipeline sei in Deutschland und im europäischen Ausland außerordentlich gut gefüllt. Auch durch die Liquidität von rund 50,5 Mio. Euro sei das Unternehmen für seine weitere Expansion gut gerüstet. Wie das Unternehmen bereits Ende Februar mitgeteilt hatte, wuchsen Umsatz und Ebit im abgelaufenen Jahr. Der Umsatz betrug 101,27 Mio. Euro und da Ebit 9,03 Mio. Euro.



© 2002 Financial Times Deutschland  
Energiekontor nimmt Wachstumsprognose zurück timoteus

Umweltkontor: Plambeck die bessere Alternative

 
#2
Umweltkontor: Plambeck die bessere Alternative    Newssuche  
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Margen der beiden Nemax50-Unternehmen sehr unterschiedlich bei deutlichen Vorteilen für Plambeck
 
Der Schlussstrich unter ein Jahr mit Höhen und Tiefen ist fast gezogen. Mit Umweltkontor und Plambeck haben die beiden größten Unternehmen der an der Börse notierten Windpark-Projektierer ihre endgültige Bilanz für 2001 vorgelegt. Bilanzen, die Unterschiede aufzeigen.

Vor allem zeigt sie, dass die Cuxhavener Plambeck mit besseren operativen Margen arbeitet. Diese haben sich vor allem dank der Norderland-Übernahme verbessert. Gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern liegt die Gewinnmarge für jede Umsatzmark bei 9,2 Prozent. Umweltkontor liegt deutlich unterhalb des Branchendurchschnitts von 9 bis 10 Prozent und schafft hier auf das Jahr gesehen nur 6,2 Prozent – bei allerdings wesentlich höherer Marge im Markt bestimmenden vierten Quartal. Die Unterschiede gehen vor allem auf den Bereich Materialaufwand zurück. Von der Gesamtleistung schwinden bei Plambeck lediglich 77 Prozent in diesen Aufwandsposten, bei Umweltkontor immerhin 85 Prozent.

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Der Margen-Nachteil des Umweltkontor-Aktionärs zeigt sich auch bei der Kursentwicklung der Aktien. Seit Oktober 2001 hat sich das Papier der Cuxhavener deutlich besser entwickelt als das der Umweltkontor (blaue Linie im Chart). Die Outperformance des Plambeck-Anteilsscheins ist mittlerweile sehr deutlich.




Und das, obwohl beide Unternehmen deutliche Steigerungen von Umsatz und Ertrag in den nächsten Jahren erwartet werden. Umweltkontor setzt das Wachstumsziel für Umsatz und Ertrag im laufenden Jahr auf „30 bis 50 Prozent“. Zwar zeigt sich Plambeck-Vorstand Wolfgang von Geldern in dieser Hinsicht – leider – zugeknöpft und gibt keinen Ausblick bekannt, nach Aussagen eines Firmensprechers solle jedoch ein „gutes, zweistelliges, dynamisches Wachstum“ an den Tag gelegt werden. Das Geschäft sollte ähnliche Wachstumsraten aufweisen wie Umweltkontor.

Für Plambeck werden im Konsens Gewinne je Aktie von 1,20 für 2002 und 1,50 für 2003 erwartet. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus ergibt sich daraus ein KGV von 14 für 2003. Umweltkontor hat – trotz hoher Wachstumserwartungen – den Markt mit seinen Wachstummschätzungen für 2002 enttäuscht. Zahlreiche Analysten hatten einen höheren Gewinn je Aktie prognostiziert. Rechnet sich die optimistischere Variante der Erkelenzer von 50 Prozent Gewinnwachstum, so ist für 2002 mit 0,48 Euro Gewinn je Aktie zu rechnen. 2003 sollte die Zahl bei etwa 0,65 Euro liegen. Die bedeutet für die 2003er-Schätzung ein aktuelles KGV von 11.

Wer ist nun der Favorit unter den beiden im Nemax50 notierten Windpark-Projektierern? Erst einmal zeigt sich, dass in der aktuellen Bewertung die Wachstums-Chancen bei weitem nicht enthalten sind. Die Wachstumsraten liegen weit oberhalb der KGV-Notierungen für das kommende Jahr. Auch wenn Umweltkontor optisch günstiger bewertet ist, zeigt sich nicht, dass das Unternehmen Fortschritte beim Ausbau der Margen macht. So erscheint in einer unterbewerteten Branche zurzeit Plambeck von den beiden Nemax50-Vertretern als der bessere Aktien-Pick.


w:o Autor: Michael Barck, 15:37 26.03.02    


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