zur aktuellen Börsensituation.
Eigentlich hätte schon längst eine ausgedehnte Rally beginnen müssen. Aber bis zum heutigen Tage ist sie leider ausgeblieben. Sind die Zinssenkungen etwa wirkungslos verpufft ?
Es scheint so als ob die amerikanische Wirtschaft stärker angeschlagen ist, als bisher angenommen. Meine ganz persönliche Meinung dazu: Die zuletzt gezeigten Erholungstendenzen waren nur eine kurze Zwischenerholung auf dem Weg nach unten. Genau wie ein Börsenverlauf immer wieder durch kleine Unterbrechungen gekennzeichnet ist, so ist dies auch bei einem Konjunkturverlauf.
Gerade die bereits angezeigten Gewinnwarnungen und Entlassungen versprechen nichts gutes. Es scheint sich langsam aber sicher eine Spirale zu entwickeln, die kräftig nach unten zieht. Sinkende Gewinne der Unternehmen bewirken automatisch fallende Aktienkurse - diese wiederum sinkende Einkommen. Die Einkommen lähmen wiederum den Konsum - was dann zu weiter sinkenden Erträgen führt. Ein Teufelskreis !!!
Zum ersten mal glaube ich daß "Big Al" das Spiel verloren hat. Auch die Wirtschaftkrisen in Südamerika, Asien und der Türkei sind m.E. nur die ersten Anzeichen einer weltweiten Wirtschaftskrise. Es scheint als ob Al erst die Zinsen zu stark anhob und nun versucht alles rückgängig zu machen - was jedoch mißlang.
Bei uns am NM kommt noch ganz erschwerend hinzu, daß hier Betrug zum Tagesgeschäft zählt(e). Viele ernste Anleger sind vergrault worden. Ich selbst habe Ende Mai große Teile aus diesem Segment liquidiert. Gerade weil man auf verschiedene Unternehmen vertraute, ist die Enttäuschung besonders groß. Auch Unternehmen wie EM.TV hatten gezeigt wie aus einem "blue chip" mit tollen Wachstumsraten ein absoluter underperformer werden kann. Übrig bleiben marktenge Werte ohne Substanz die lediglich zum Spielball der Trader mutieren.
Dann gibt es noch ein weiteres großes Problem: Der Euro ! Hier wurde in einer "Währungsunion" etwas zusammengelegt was nicht zusammen gehörte. Es war so als ob man versucht ein Puzzle mit einem Hammer zu legen. Auf der einen Seite prosperierende Staat wie Frankreich, die Niederlande oder Deutschland. Auf der anderen Seite Länder wie Italien oder Griechenland mit hohen Inflationsraten, deren Zahlen anläßlich der Währungsverschmelzung extra beschönigt wurden. Die derzeitige Haltung der EZB ist an sich richtig, aber das Problem ist einfach daß eine einheitlich Euro-Inflationsrate falsch ist. Es gibt Länder die brauchen hohe Zinsen und andere nicht. Daher werden wir mit ziemlicher Sicherheit in ein paar Jahren den Tod des Euro miterleben.
Kurzum sehe ich für die nächsten Jahre äußerst schwarz für den Aktienmarkt, denn wir stehen wohl gerade erst am Beginn einer schweren Wirtschaftskrise. Natürlich wird dieser Abwärtstrend immer wieder von Erholungen geprägt sein. Was sollte man im Moment tun ? Frei nach Kostolany wäre es der Zeitpunkt zu kaufen. Aber irgendetwas in mir sträubt sich diesmal dagegen und ich behalte meinen cash-Anteil bei.
Grüße
Shorty
Eigentlich hätte schon längst eine ausgedehnte Rally beginnen müssen. Aber bis zum heutigen Tage ist sie leider ausgeblieben. Sind die Zinssenkungen etwa wirkungslos verpufft ?
Es scheint so als ob die amerikanische Wirtschaft stärker angeschlagen ist, als bisher angenommen. Meine ganz persönliche Meinung dazu: Die zuletzt gezeigten Erholungstendenzen waren nur eine kurze Zwischenerholung auf dem Weg nach unten. Genau wie ein Börsenverlauf immer wieder durch kleine Unterbrechungen gekennzeichnet ist, so ist dies auch bei einem Konjunkturverlauf.
Gerade die bereits angezeigten Gewinnwarnungen und Entlassungen versprechen nichts gutes. Es scheint sich langsam aber sicher eine Spirale zu entwickeln, die kräftig nach unten zieht. Sinkende Gewinne der Unternehmen bewirken automatisch fallende Aktienkurse - diese wiederum sinkende Einkommen. Die Einkommen lähmen wiederum den Konsum - was dann zu weiter sinkenden Erträgen führt. Ein Teufelskreis !!!
Zum ersten mal glaube ich daß "Big Al" das Spiel verloren hat. Auch die Wirtschaftkrisen in Südamerika, Asien und der Türkei sind m.E. nur die ersten Anzeichen einer weltweiten Wirtschaftskrise. Es scheint als ob Al erst die Zinsen zu stark anhob und nun versucht alles rückgängig zu machen - was jedoch mißlang.
Bei uns am NM kommt noch ganz erschwerend hinzu, daß hier Betrug zum Tagesgeschäft zählt(e). Viele ernste Anleger sind vergrault worden. Ich selbst habe Ende Mai große Teile aus diesem Segment liquidiert. Gerade weil man auf verschiedene Unternehmen vertraute, ist die Enttäuschung besonders groß. Auch Unternehmen wie EM.TV hatten gezeigt wie aus einem "blue chip" mit tollen Wachstumsraten ein absoluter underperformer werden kann. Übrig bleiben marktenge Werte ohne Substanz die lediglich zum Spielball der Trader mutieren.
Dann gibt es noch ein weiteres großes Problem: Der Euro ! Hier wurde in einer "Währungsunion" etwas zusammengelegt was nicht zusammen gehörte. Es war so als ob man versucht ein Puzzle mit einem Hammer zu legen. Auf der einen Seite prosperierende Staat wie Frankreich, die Niederlande oder Deutschland. Auf der anderen Seite Länder wie Italien oder Griechenland mit hohen Inflationsraten, deren Zahlen anläßlich der Währungsverschmelzung extra beschönigt wurden. Die derzeitige Haltung der EZB ist an sich richtig, aber das Problem ist einfach daß eine einheitlich Euro-Inflationsrate falsch ist. Es gibt Länder die brauchen hohe Zinsen und andere nicht. Daher werden wir mit ziemlicher Sicherheit in ein paar Jahren den Tod des Euro miterleben.
Kurzum sehe ich für die nächsten Jahre äußerst schwarz für den Aktienmarkt, denn wir stehen wohl gerade erst am Beginn einer schweren Wirtschaftskrise. Natürlich wird dieser Abwärtstrend immer wieder von Erholungen geprägt sein. Was sollte man im Moment tun ? Frei nach Kostolany wäre es der Zeitpunkt zu kaufen. Aber irgendetwas in mir sträubt sich diesmal dagegen und ich behalte meinen cash-Anteil bei.
Grüße
Shorty