von Stephan Bauer, Euro am Sonntag
Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS erlebt auf der Branchenmesse in Paris eine Auftragsflut. Seit Januar sind jetzt 758 Bestellungen eingegangen. Ziel von Vorstandschef Tom Enders ist es, bis Jahresende 800 Orders zu erhalten. Auf einen Schlag 20 Großraumjets des Typs A 380 bestellte etwa der Flugzeugfinanzierer Doric, der für verschiedene Fluggesellschaften einkauft.
Der vor der wichtigen Messe erfolgte Erstflug des Langstreckenjets A 350 trug zur Kauflaune der Kunden bei, hier hat Airbus zahlreiche Aufträge vorliegen. Enders ist es nach der gescheiterten Übernahme des britischen Rüstungskonzerns BEA gelungen, die politische Einflussnahme zu begrenzen und eine neue Aktionärsstruktur mit höherem Freefloat durchzusetzen.
Operativ läuft es rund: Der Gewinn des ersten Quartals fiel rund doppelt so hoch aus wie im Vorjahr und übertraf die Erwartungen. Das dicke Auftragspolster führt auch zu starken Gewinnzuwächsen. Laut Schätzungen soll der Profit 2013 um rund 80 Prozent, 2014 um 35 Prozent steigen.
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