Im Juli 2012 berichtet die Fachpresse darüber, daß Forscher des MIT um Dörthe M. Eisele an einem System arbeiten, das die Verfahren des Lichteinfangs durch Tiefsee-Bakterien modelliert. Das Modell besteht aus einem sich selbst organisierenden System aus Farbstoffmolekülen, die perfekt gleichmäßige doppelwandige Nanoröhren bilden. Eisele hatte im Oktober 2009 in der Zeitschrift Nature Nanotechnology einen Artikel mit dem Titel „Uniform exciton fluorescence from individual molecular nanotubes immobilized on solid substrates” veröffentlicht, in dem es um künstliche selbstorganisierte Nanoröhren geht, die ganz ähnlich wie biologische Lichtsammelkomplexe für die Photosynthese aufgebaut sind, und daher als Modellsysteme für die Untersuchung von Energietransport in derartigen Systemen dienen können. Diese nur etwa 10 Nanometer breiten, aber tausend Mal längeren Nanoröhren ähneln in Größe, Form und Funktion den natürlichen Rezeptoren der grünen Schwefelbakterien (Chlorobien), die Energie aus den winzigen Mengen von Sonnenlicht ziehen, das bis in die Tiefen des Ozeans durchzudringen vermag. Es gilt (noch immer) als eines der großen Geheimnisse der Natur, wie sie Licht so effizient ernten kann – und zwar mit einem Wirkungsgrad von 98 %!